
Am Montagmittag stellten sich Fernando Carro (Vorsitzender der Geschäftsführung), Rudi Völler (Geschäftsführer Sport) und Simon Rolfes auf einer Pressekonferenz den Fragen der Medienvertreter. bayer04.de hat ihre wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
Fernando Carro: „Simon leitet seit Juli dieses Jahres hervorragende Arbeit. Er wird die Jugendarbeit auch als Sportdirektor verantworten – sie soll weiter ein wichtiger Bereich seines Aufgaben-Spektrums bleiben. Rudi Völler und ich haben aus nächster Nähe beobachten können, wie schnell und wie gut er sich seit Juli in die Themen eingearbeitet und auch Veränderungen vorangetrieben hat. Er ist ehrgeizig und will – wie wir alle – Erfolg und am Ende gewinnen. Ich schätze vor allem seinen fußballerischen Sachverstand, seine Führungsqualitäten, seine Team- und Kommunikationsfähigkeiten, seine internationale Vernetzung und auch sein Verhandlungsgeschick. Er bringt Offenheit, Transparenz und Loyalität mit und ist eine absolute Identifikationsfigur von Bayer 04.“
Rudi Völler über…
…Simon Rolfes: „Wir haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass wir im Sommer mit der Personalie Simon Rolfes – ebenso wie mit Stefan Kießling (seit 1. Oktober 2018 Referent der Geschäftsführung Sport bei Bayer 04, Anm.) – Bayer 04 langsam für die Zukunft ausrichten wollten. Wir sind uns alle einig, dass wir den Verein am liebsten mit Menschen aufstellen wollen, die mit dem Verein aufgewachsen sind, und die die DNA von Bayer 04 in sich haben.“
…den Zeitpunkt der Veränderung des Sportdirektoren-Postens: „Der Zeitpunkt ist sicherlich ungewöhnlich, ich habe mir das auch anders vorgestellt. Wir hätten es lieber auch erst später bekanntgegeben – am liebsten erst im Sommer oder in der Winterpause. Aber das geht nicht, wenn so etwas vorher schon entschieden wird. Die Dinge sprechen sich schnell herum und deswegen mussten wir selbst aktiv werden. Es gehört zum Geschäft, dass daraus jetzt auch eine gewisse Legendenbildung entsteht. Aber: Wir haben hier keinen Scherbenhaufen, wie es mancherorts voreilig angedeutet wurde – Jonas Boldt wird weiter dabei bleiben, uns weiterhin unterstützen und Dinge tun, die er vorher schon viele Jahre lang erfolgreich für uns getan hat – jetzt in Absprache mit dem neuen Sportdirektor Simon Rolfes.“
…die Entscheidung von Jonas Boldt, Bayer 04 im Sommer 2019 nach 15 Jahren zu verlassen: „Wir haben uns nicht von ihm getrennt, Jonas hat seine eigenen Gründe. Ich kenne ihn seit vielen, vielen Jahren – er hat hier als Praktikant angefangen und eine tolle Entwicklung genommen. Seine fachliche Qualität ist unbestritten, er hatte schon im Sommer die eine oder andere Anfrage diverser Klubs.Wir haben daraufhin die Strukturen etwas verändert, um ihm die Möglichkeit zu geben, als Sportdirektor mehr Einfluss zu nehmen. Dass er hin und wieder auch mal etwas andere Ideen hat als wir, wussten wir aus der Erfahrung heraus, aber das ist selbstverständlich ist für einen jungen, ehrgeizigen Manager. Ein paar Dinge haben sich nicht so entwickelt, wie er es sich vorgestellt hat. Aber wir haben weiterhin ein enges und absolut freundschaftliches Verhältnis – und er gehört ja auch weiterhin zum Klub. Sollte er in den kommenden Wochen den Wunsch haben, sich zu verändern, werden wir offen und ehrlich reden. Ich bin mir vollkommen sicher, dass es vernünftig weitergehen wird und dass die ganze Geschichte positiv für alle Beteiligten ist.“
Simon Rolfes über…
…die neue Aufgabe: „Ich freue mich sehr, die Aufgabe als Sportdirektor bei Bayer 04 anzugehen – das ist für mich eine sehr reizvolle Aufgabe. Bayer 04 ist schon lange meine sportliche Heimat und eine Herzensangelegenheit – ich war zehn Jahre hier als Spieler, seit dem Sommer in verantwortlicher Position für den Nachwuchsbereich. Ich habe hier als Spieler in der Champions League sehr viele erfolgreiche Spiele bestreiten können, und das ist auch jetzt in neuer Position mein Ziel. Und natürlich Bayer 04 in der Bundesliga wieder dauerhaft in der oberen Tabellenregion zu positionieren.“
…den Zeitpunkt: „Das ist wie als damals Spieler: Da wird man eingewechselt und dann ist es völlig egal, wie es auf dem Platz steht, dann geht es einfach los. Für mich ist die Situation nun wie sie ist, und ich freue mich sehr darauf, sie ab 1. Dezember anzugehen.“
…Ziele: „Unser Anspruch, uns für das internationale Geschäft qualifizieren zu wollen, hat sich nicht geändert – auch wenn der Start in der Bundesliga diese Saison nicht ganz so geglückt ist. Wir müssen schauen, dass wir uns den Anschluss an die europäischen Ränge Stück für Stück wieder erarbeiten. Wir wollen langfristig wieder in der Bundesliga in der Spitzengruppe dabei sein und dort ein gewichtiges Wort mitreden.“
…neue Ideen: „Ich habe meine Vorstellungen vom Fußball und glaube auch zu wissen, in welche Richtung sich manche Dinge entwickeln. Das ist auch ein Punkt gewesen, an dem ich in den vergangenen Monaten im Nachwuchsbereich gearbeitet habe, beispielsweise mit welchen Kompetenzen wir Spieler ausbilden müssen. Der Nachwuchsbereich bleibt auch langfristig eine ganz wichtige Sache für Bayer 04. Denn ich glaube, dass es in Zukunft extrem wichtig wird, im Verein auf eine ganz starke Jugendarbeit setzen zu können. Deshalb werden wir die Dinge, die wir kürzlich angestoßen haben, auch mit Hilfe von Nachwuchsleiter Helmut Jungheim weiter vorantreiben.“
…seine Herangehensweise: „Ich habe noch nicht final entschieden, ob ich in Zukunft auf der Trainerbank Platz nehmen werde. Aber es kann gut sein. Ich werde mir jetzt erstmal ein persönliches Bild von allem machen, um ein Gefühl zu bekommen. Es wäre unseriös – auch wenn ich Bayer 04 oder einige Spieler noch aus meiner aktiven Vergangenheit kenne – jetzt schon zu urteilen und zu entscheiden, welcher nächste Schritt der richtige ist. Wichtig ist, zunächst einmal mit allen zu sprechen.“
Hier gibt es die komplette Pressekonferenz als Re-Live-Video

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