Geschichten: Spielabbruch in Leverkusen

Es ist der 29. Februar 1948. Zum Meisterschaftsspiel der Rheinbezirksliga 2 kommt der Mülheimer SV nach Leverkusen.
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Das Stadion „Am Stadtpark“ ist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gut gefüllt. Bei widrigen Platzverhältnissen herrscht von Beginn an unter den Zuschauern eine etwas aufgeheizte Stimmung. Nach wenigen Minuten rutscht ein Bayer 04-Verteidiger im Strafraum aus und fällt mit der Hand unglücklich auf den Ball. Der Schiedsrichter entscheidet unberechtigterweise auf Handelfmeter, der allerdings von den Mülheimern verschossen wird. Die Partie wogt hin und her und wird mit zunehmender Spielzeit immer härter. Nach der Pause schießt Bayer 04-Mittelstürmer Kastner ein reguläres Tor, das der Unparteiische aber nicht anerkennt. Kurz darauf der Führungstreffer der Mülheimer. Zwanzig Minuten vor dem Ende wird Bayer 04-Stürmer Höher, Bruder des ehemaligen Bayer 04-Spielers, späteren Bundesliga-Profis und -Trainers Heinz Höher, im Strafraum gefoult. Der Pfiff bleibt aus und die Stimmung eskaliert. Leverkusener Zuschauer stürmen das Feld und greifen den Schiedsrichter tätlich an. Nur durch die Ordner und der zu Hilfe gerufenen Polizei kann die Situation beruhigt werden. Das Spiel wird abgebrochen. Bayer 04 bekommt eine Strafe: drei Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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