Geschichten: Die Grammingers

Lars und Sven Bender beenden in diesem Sommer ihre Profikarriere. Sie sind aber nicht das einzige Zwillingsbrüderpaar in der Geschichte von Bayer 04. 1958 entscheiden sich Karl und Martin Gramminger, von der Düsseldorfer Fortuna nach Leverkusen unters Bayer-Kreuz zu wechseln.
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Karl ist der wendige, sprungstarke Mittelstürmer, Martin der Mittelfeldmotor. Beide gehören zu der Elf, die am 2. August 1958 das Ulrich-Haberland-Stadion einweiht – mit einem Spiel gegen ihren ehemaligen Verein Fortuna Düsseldorf. In drei Jahren können sie aber Bayer 04 nicht zum Aufstieg in die 1. Oberliga West verhelfen. Karl bestreitet 65 Spiele für unseren Verein und schießt dabei 21 Tore, Martin trägt in 79 Spielen unser Trikot und erzielt 9 Treffer.

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Legendär und heutzutage nicht mehr vorstellbar ist allerdings ein Fußball-Spektakel aus Fortuna-Zeiten, das am 6. November 1954 im Rheinstadion vor 25.000 Zuschauern auch auf den Rängen für ungläubiges Staunen gesorgt und definitiv zur Legendenbildung der Zwillinge beigetragen hat: Düsseldorf empfängt an diesem 10. Spieltag den FC Schalke 04. Als es am Ende 7:2 steht, ist bei den Torschützen für die Fortuna auf dem Spielberichtsbogen nur der Name Gramminger zu lesen: Viermal Martin, dreimal Karl.

Ganz so erfolgreich sind sie in Leverkusen leider nicht mehr, 1961 beenden die beiden ihre Karriere. Martin zieht es wieder ins Schwabenländle. Dort verstirbt er 83-jährig nach schwerer Krankheit am 22. Juli 2010. Karl bleibt im Westen und wohnt bis zu seinem Tod am 14. Juli 2015 in Neuss.

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