
Es ist Sonntag, der 3. September 1950. Die Bayer 04-Mannschaft verliert in der Partie schnell den Faden. Kein für die Werkself typisches Kombinationsspiel, keine flachen Pässe in die Tiefe und auch keine tollen Flanken von außen. Rapid Köln setzt seine Spielidee durch und operiert mit langen Bällen hoch und weit in die gegnerische Hälfte. Und die Heim-Mannschaft von Trainer Raymond Schwab passt sich diesem Niveau an, entfaltet dabei aber keine Torgefahr. So verwundert es nicht, dass Rapid Köln nach einer halben Stunde mit 2:0 führt.
Nach dem Wechsel folgt dann eine Drangperiode der Werkself. Nach guter Vorarbeit von Karl Heinz Spikofski erzielt Emil „Bubi“ Becks den Anschlusstreffer und jetzt spielen die Gastgeber so, wie es sich ihre Fans wünschen. Die Kölner verteidigen mit Mann und Maus. 21 Feldspieler halten sich in der Rapid-Spielhälfte auf, doch immer wieder scheitern die Bayer 04-Stürmer am Torwart der Gäste. So bleibt es am Ende beim letztlich enttäuschenden 1:2.
Eine Woche später muss Bayer 04 ins Stadion am Zoo in Wuppertal. Gegner ist die TSG Vohwinkel, die sich das Stadion mit dem SSV Wuppertal teilt und 1954 mit diesem zum Wuppertaler SV fusionieren wird. Immerhin 1.000 Bayer 04-Fans begleiten ihre Mannschaft an diesem Sonntagvormittag nach Wuppertal und sehen ein tolles Spiel ihrer Mannschaft. Anstoß ist aufgrund des Wuppertaler Heimatfestes und des dazugehörigen Festzugs schon um 11 Uhr, aber die Werkself ist von Beginn an hellwach.
Rechtsaußen Theo Kirchberg und Linksaußen Paul Wiorek sorgen in der 16. und 17. Minute für eine 2:0-Führung, die die Vohwinkler zwar in der 35. Minute verkürzen können. Aber Theo Kirchberg stellt kurz vor der Halbzeit mit dem 3:1 den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Als zwei Minuten nach Wiederbeginn Richard Job das 4:1 erzielt, scheint alles für Bayer 04 zu laufen. Doch jetzt entwickelt sich ein überhartes Kampfspiel, dem der Schiedsrichter bis zum Ende nicht mehr Herr wird. Der TSG gelingt durch zwei Tore noch der Anschluss, aber es bleibt bis zum Abpfiff beim knappen 4:3 für die Gäste. Die Bayer 04-Fans fahren zufrieden mit zwei Punkten im Gepäck nach Leverkusen.
Nach zwei Auswärtssiegen soll jetzt auch endlich der erste Heimsieg der Saison eingefahren werden. Am 17. September stellt sich die SSG Bergisch Gladbach 09 im Stadion Am Stadtpark vor. Und auch diesmal ist Härte Trumpf. Ein Platzverweis und drei Verletzte, die damals nicht ausgewechselt werden dürfen, sondern entweder den Platz verlassen oder sich mehr oder weniger aktiv weiter am Spiel beteiligen, sprechen Bände. Doch die bessere Mannschaft ist dieses Mal von Beginn an die Werkself. Aus einer sicheren Deckung heraus führt Bayer 04 Angriff auf Angriff vor und geht in der 20. Minute durch Hans Flohr verdient in Führung. Nach der Pause das gleiche Bild. Eine souverän agierende Bayer 04-Mannschaft erhöht durch zwei Tore von Emil Becks und eines von Karl Heinz Spikofski bis zur 70. Minute auf 4:0 und schlägt den Nachbarn aus Bergisch Gladbach am Ende mit 4:1.
Am letzten September-Wochenende reist die Werkself nach Würselen, um bei der dortigen Rhenania zu bestehen. Auf dem regennassen Rasenplatz hat Bayer 04 wenig Glück. Gegen den Wind und den Gegner ankämpfend, kommen die Leverkusener schwer in Gang und sind bereits ab der 20. Minute dezimiert. Nach einem Revanchefoul von Paul Wiorek stellt der Schiedsrichter den Bayer 04-Linksaußen vom Platz. Danach wird das Spiel noch ruppiger. Als Kapitän Hans Frömmel am Boden liegend von einem Rhenania-Spieler getreten wird und der Schiedsrichter nichts gesehen haben will, kommt es zu einer Rudelbildung, die der Unparteiische nach einigen Minuten Tumult einfach mit dem Pausenpfiff beendet und so Ausschreitungen der Zuschauer verhindert.
Kurz nach der Pause gerät die Werkself durch einen unberechtigten Elfmeter in Rückstand und greift danach in Unterzahl entschlossen an. In der 81. Minute dann der erlösende und verdiente 1:1-Ausgleich durch Hans Flohr. Nach fünf Spielen mit 7:3 Punkten steht Bayer 04 auf Platz 3 in der Tabelle. Der Saisonstart kann als gelungen betrachtet werden.

Thomas Hörster wird am 27. November 1956 in Essen geboren. Als Kind betreibt er Turmspringen und Judo, begeistert sich aber auch für Fußball. Nach seinen Anfängen bei Blau-Weiß Holsterhausen-Essen wechselt er zum ETB Schwarz-Weiß Essen. Als A-Jugendlicher trainiert er erstmals bei den Herren in der 2. Liga mit. Und mit knapp 18 Jahren debütiert Thommy, wie er gerufen wird, in der 2. Bundesliga. In zweieinhalb Saisons absolviert er 71 Spiele für Schwarz-Weiß Essen.
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Bernd Dreher wird am 2. November 1966 in Leverkusen geboren und beginnt bereits im Alter von fünf Jahren beim SV Schlebusch mit dem Fußballspielen. Als Neunjähriger wechselt er in die Nachwuchsabteilung von Bayer 04. Hier durchläuft der Torhüter alle Juniorenteams und erreicht mit der U19 1985 das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, das Bayer 04 gegen Eintracht Frankfurt mit 2:4 verliert.
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Robson Ponte wird am 6. November 1976 in São Paulo, Brasilien, geboren. Seine Fußballkarriere beginnt er in Brasilien bei CA Juventus. Danach spielt er für América FC und den Guarani FC. Im Jahr 1999 wechselt er zu Bayer 04. Bei der Werkself spielt Robson zunächst bis 2001. Anschließend wechselt er für zwei Jahre auf Leihbasis zum VfL Wolfsburg. Dort entwickelt er sich weiter und sammelt wichtige Erfahrungen in der Bundesliga. Im Jahr 2003 kehrt er nach Leverkusen zurück und zeigt dort besonders seine Fähigkeiten im Dribbling und im offensiven Mittelfeld. Insgesamt kommt er für Bayer 04 auf 79 Einsätze und erzielt sechs Tore.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat November. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Am Sonntag, 4. November 1951, steigt das erste Derby zwischen Bayer 04 und dem 1. FC Köln um Punkte. Zu diesem Aufeinandertreffen platzt das Kölner Stadion in Müngersdorf aus allen Nähten. Eine wahre Invasion von Bayer 04-Fans aus Leverkusen macht sich mit Straßenbahnen und Bussen auf den Weg nach Köln. Ab Mittag fahren zu den planmäßigen Bahnen sechs zusätzliche Straßenbahnzüge zum normalen Preis ab Leverkusener Rathaus bis zum Kölner Stadion. Zur selben Zeit fahren regelmäßig Busse der Firma Grein ab dem Wiesdorfer Marktplatz nach Köln. Am Ende schwenken über 5.000 Bayer 04-Fans ihre schwarzroten Fahnen auf der Tribüne des Kölner Stadions und feuern ihre Mannschaft neunzig Minuten an.
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