
Vor 1.200 Zuschauern im Pennenfeldstadion geht die Heimmannschaft allerdings in der 43. Minute mit ihrer ersten Chance unter dem Jubel der heimischen Fans mit 1:0 in Führung, obwohl die Werkself in Halbzeit eins überlegen spielt und auch zahlreiche Torchancen hat. In der zweiten Halbzeit ist „Bewegung“ das Wort, welches Leverkusens Offizielle am häufigsten vom Spielfeldrand aus ihrer Mannschaft zurufen. Lediglich Libero Manfred Vetter kann das eine oder andere Mal mit seinen Vorstößen für Gefahr sorgen. Elf Minuten vor Schluss bewahrt ein Kopfball von Mittelstürmer Manfred Schumann Bayer 04 vor einer Auftaktpleite und rettet wenigstens einen Punkt. Sein Tor feiert Schumann mit einem Salto.
Eine Woche gastiert die Werkself in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Eintracht Kreuznach, allerdings der „kleinen“, sprich zweiten, Mannschaft. Der Bezirksligist kann aber Bayer 04 nicht das Wasser reichen und auch der heftige Wind kann die Leverkusener nicht stoppen. Nach der 1:0 – Pausenführung durch Matthias Hemmersbach in der 42. Minute erhöht Matthias Brücken kurz nach der Pause auf 2:0. Auch das Eigentor von Wolfgang Fabian bringt unsere Mannschaft nicht aus dem Rhythmus, denn in der 77. Minute sorgt Manfred Schumann mit dem 3:1 für die Entscheidung und die Qualifikation für die 2. Runde im DFB-Pokal.
Vier Tage später, an einem Mittwochabend, steht das erste Heimspiel der Saison an. Vor dem Spiel gegen den Siegburger SV 04 ehrt Bayer 04 ihren langjährigen Masseur Hans Bochniak für 25 Jahre Tätigkeit unter dem Bayer-Kreuz. Aber dieser freudige Anlass beflügelt die Werkself keineswegs. In einem trostlosen Spiel vor 1500 Zuschauern kommt Bayer 04 nicht über ein 0:0 hinaus. Die Gäste stören schon im Mittelfeld und decken auch im eigenen Strafraum so genau, dass Leverkusens Angriffsspiel ohne Wirkung bleibt. Auch die Einwechselungen von Dieter Axemacher für Peter Surbach zur zweiten Halbzeit und ab der 70. Minute Klaus Röhrig für Alfred Lüke bringen keine Verbesserung, so dass sich die Siegburger diesen Punkt am Ende durchaus verdienen.
Das nächste Auswärtsspiel führt Bayer 04 Leverkusen ins Stadion Weidenpescher Park. Vor 800 Zuschauern gelingt endlich der erste doppelte Punktgewinn gegen den VfL Köln 99. Nach einem Eigentor der Kölner drängt die Mannschaft von Trainer Manfred Rummel, die von Beginn an nie Zweifel aufkommen lässt wer hier heute gewinnt, auf weitere Treffer. Neben den vier Pfostenschüssen und einem Lattenkopfball gelingen durch Matthias Brücken und dem wieder von der Bank kommenden Alfred Lüke zwei weitere Treffer zum hochverdienten, wenn auch spielerisch nicht immer überzeugenden, 3:0 – Sieg.






Am Sonntag den 22. September kommen lediglich 1000 Zuschauer ins Ulrich-Haberland-Stadion und mit ihnen auch der Gast vom SC Nord Köln, der durch den ehemaligen Bayer 04 – Spieler Offermann nach drei Minuten mit 1:0 in Führung geht. Als derselbe Spieler Bayer 04 - Kapitän Hans-Werner Marx an den Haaren zieht, bekommt der Kölner Mittelstürmer dafür die Rote Karte. Doch auch mit zehn Spielern bleiben die Kölner gefährlich und erhöhen noch vor der Pause auf 2:0. Nach der Pause kann Hans-Werner Marx in der 52. Minute auf 1:2 verkürzen und als Matthias Brücken in der 80. Minute das 2:2 erzielen kann, ist sogar noch der Siegtreffer möglich, doch Manfred Schumann zweimal mit wuchtigen Kopfbällen und Klaus Röhrig und Dieter Axemacher mit guten Gelegenheiten vergeben den Sieg. Trainer Manfred Rummel diktiert in die Notizbücher der Journalisten: „Einige unserer Spieler glauben auf Grund ihrer Verdienste Mittelrheinmeister werden zu können. Obwohl sie voll im Saft stehen, spazieren sie wie müde Touristen über den Platz.“
Doch der Tiefpunkt ist in diesem Monat noch nicht erreicht. Schon vor dem Spiel beim SV Baesweiler droht der Technische Leiter der Bayer 04-Fußballabteilung Hermann Büchel mit Konsequenzen, aber seine verbale Attacke gegen die Mannschaft bringt keine Verbesserung. Die im ersten Durchgang klar feldüberlegene Werkself entwickelt kaum Torgefahr und mit ihren Kontervorstößen setzt der Gastgeber der Bayer 04-Deckung immer wieder zu. In der zweiten Halbzeit gelingt Baesweiler in der 50. Minuten die Führung und als 24 Minuten später Abwehrspieler Peter Litzinger und Torhüter Hubert Makel zwei schwerwiegende Schnitzer unterlaufen, steht es 2:0 für SV Baesweiler. So bleibt es bis zum Ende und für Bayer 04 nach fünf Punktspielen ein enttäuschender 7. Platz mit 5:5 Punkten.

Jacek Krzynowek wird am 15. Mai 1976 im polnischen Kamiensk geboren und wächst als typischer Junge vom Land auf. Seine Kindheit verbringt er weniger in strukturierten Trainingseinheiten als vielmehr auf einfachen Bolzplätzen, auf denen er stundenlang mit älteren Jungs spielt. Schon früh fällt auf, dass er über eine außergewöhnliche Schusskraft und enorme Laufstärke verfügt. Doch lange ist ihm selbst nicht bewusst, welches Talent in ihm steckt. Während andere von einer großen Karriere träumen, scheint der Profifußball für ihn zunächst eine ferne Welt zu sein, die er nur aus dem Fernsehen kennt.
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Carsten „Calle“ Ramelow wird am 20. März 1974 in Berlin geboren. Seine Fußballkarriere startet er in der Jugend von Tasmania 73, Tennis Borussia, SC Siemensstadt und zu guter Letzt Hertha BSC. Hier feiert er auch 1993 mit der Mannschaft der Hertha-Bubis, der Amateurmannschaft von Hertha BSC, den Einzug ins DFB-Pokalfinale gegen seinen späteren Arbeitgeber Bayer 04 Leverkusen. Aber auch er kann den 1:0-Sieg der Werkself durch ein Tor von Ulf Kirsten nicht verhindern.
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Die Saison 1995/1996 bringt einige Neuerungen. Erstmals bekommt jeder Spieler seine feste Rückennummer und sein Name steht hinten mit auf dem Trikot. Erstmals darf der Trainer dreimal auswechseln und auch erstmals gibt es drei Punkte für einen Sieg. Und erstmals bin ich nicht mehr die Nummer 1 meiner Mannschaft. Ich trage sie zwar auf dem Rücken, aber im Tor hat mir Dirk Heinen den Rang abgelaufen. So sitze ich anfangs etwas beleidigt auf der Reservebank, aber in der Rückrunde dieser Saison merke ich, dass auch ich meinen Beitrag zum Erfolg einer Mannschaft leisten muss.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat Mai. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Zum letzten Spiel der erfolgreichen Saison begrüßt der Oberliga-West-Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen den VfL 99 Köln. Die diesmal nur 2.000 Zuschauer sehen eher ein Freundschafts- denn ein Meisterschaftsspiel. Wenig Kampf, wenig Torraumszenen und wenige Kombinationen im Mittelfeld, die das Herz der Besucher erwärmen. Und so muss eine Ecke zur Bayer 04-Führung herhalten. Peter Röger ist mit dem Kopf zur Stelle und nickt in der 43. Minute zur Halbzeitführung ein. Als dann eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff Karl-Heinz Spikofski auf 2:0 erhöht, ist die Entscheidung gefallen. In der letzten Minute können die Kölner noch auf 1:2 verkürzen, aber am Ende gehen die Zuschauer mit Vorfreude auf die erste Saison einer Bayer 04-Mannschaft in der 1. Oberliga West nach Hause.
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