
Am Sonntag, 6. Oktober 1974, steigt dann der 6. Spieltag. Zu Gast im Ulrich-Haberland-Stadion ist der Aufsteiger DJK Westwacht Aachen. Dieses Spiel möchten nur noch 800 Zuschauer sehen, aber die zu Hause Gebliebenen werden ihr Fernbleiben bereuen. Zwar stellen die Aachener unsere Elf mit ihrer defensiven Einstellung vor Probleme und die ersten herausgespielten Chancen werden nicht genutzt, trotzdem spielt die Werkself mit Tempo und Druck auf den Führungstreffer. In der 15. Minute muss Dieter Axemacher verletzungsbedingt vom Platz, aber der für ihn eingewechselte Alfred Lüke kann in der 31. Minute nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelt Willi Rehbach zur verdienten Halbzeitführung. Nach Wiederanpfiff vergeben Alfred Lüke und Matthias Brücken erneut gute Chancen, doch Letzterer erzielt in der 58. Minute dann endlich das 2:0. Damit bricht der letzte Widerstand der Westwacht-Spieler. Zweimal Gerd Kentschke und erneut Matthias Brücken schrauben das Ergebnis, unterbrochen durch das Aachener 1:3, auf einen souveränen 5:1-Heimsieg. Vor allem die letzte halbe Stunde zeigt, dass „der Bayer-Express auch in eine andere Richtung fahren kann, nämlich bergauf!“ (Rundschau, 07.10.1974)
Das nächste Wochenende ist dem Amateurländerpokal vorenthalten, sodass es keinen Spieltag in der Verbandsliga Mittelrhein gibt. Trotzdem sorgt Bayer 04 für Schlagzeilen. Denn Fußballabteilungsleiter Dr. Jürgen Schwericke möchte den im Frühjahr scheidenden Bayer 04-Chef Wilhelm Meierheim ablösen. Dafür möchte er die Struktur des Vorstandes etwas ändern. Der Vereinsvorsitzende, sein Stellvertreter, ein hauptamtlicher (vom Verein bezahlter) Geschäftsführer sowie die jeweiligen Abteilungsleiter Fußball, Handball, Boxen, Leichtathletik und Faustball sollen nach Schwerickes Plänen in Zukunft ein schlagkräftiges Management bilden. Außerdem strebt er eine Fusion mit dem großen Nachbarn TuS 04 Leverkusen an, der ebenfalls vom Werk unterstützt wird. Aber die Widerstände aus den Reihen des TuS 04 sind unübersehbar und halten, wie wir heute wissen, bis 1984.







Zum 7. Spieltag erwartet Bayer 04 den TuS Langerwehe im Ulrich-Haberland-Stadion. Vor diesmal 1.000 Zuschauern, die vor allem auf den vom MSV Duisburg unters Bayer-Kreuz gewechselten Norbert Sobbe gespannt sind, gelingt der Werkself ein Blitzstart. In der 4. Minute verlängert genau dieser neue Stürmer einen Freistoß von Peter Surbach ins Tor. TuS Langerwehe gibt dadurch sein taktisches Defensiv-Konzept schnell auf und kontert mit einem Lattenknaller. In der 20. Minute kann der durchgebrochene Matthias Brücken nur mit einem Foul gebremst werden. Elfmeterschütze Willi Rehbach verwandelt sicher und mit diesem 2:0 geht es in die Pause. Trotzdem begleiten die Bayer-Fußballer in der zweiten Halbzeit öfter Pfiffe des Missfallens, weil spielerische Mängel unübersehbar bleiben. Langerwehe kommt immer stärker auf und es ist unverständlich, warum die Werkself so von ihrer Linie abkommt. Die Quittung folgt in der 65. Minute, als den Gästen der Anschlusstreffer gelingt. Nach berechtigten Pfiffen von den Rängen jubeln die Zuschauer dann in den letzten fünfzehn Minuten doch noch: Mittelstürmer Matthias Brücken erlöst seine Kollegen und sich mit einem Doppelschlag in der 75. und 77. Minute und macht aus dem Zitter-2:1 ein klares 4:1. Den erneuten Anschlusstreffer der Gäste kann Gerd Kentschke direkt kontern, sodass Bayer 04 verdient zwei Punkte im heimischen Stadion behält.
Eine Woche später steht die zweite Runde im DFB-Pokal an. Am Samstag, 26. Oktober 1974, ist der niedersächsische Landesligist Eintracht Nordhorn zu Gast im Ulrich-Haberland-Stadion. Nach anfänglichen Problemen bekommt die Werkself um Willi Rehbach und Peter Surbach das Spiel immer besser in den Griff. Vor diesmal 2.200 Interessierten, darunter allerdings auch sehr viele Nordhorner, kann Linksaußen Klaus Röhrig eine weite Flanke von Gerd Kentschke mit dem Kopf verwandeln. Die Leverkusener bleiben auch den Rest der ersten Halbzeit die tonangebende Mannschaft, aber sie sind spätestens an der Strafraumgrenze mit ihrem Latein am Ende. In der zweiten Halbzeit baut die Werkself ab und die Nordhorner, lautstark von ihrem Anhang unterstützt, drängen auf den Ausgleich. Torhüter Hubert Makel steht immer mehr im Mittelpunkt des Geschehens und muss mehrmals den Ausgleich verhindern. Kapitän Hans-Werner Marx gelingt in der 76. Minute ein Vorstoß aus der eigenen Hälfte, seine Flanke lenkt der Libero der Gäste ins eigene Tor. Mit diesem 2:0 endet auch das Spiel und Bayer 04 zieht in die dritte Runde des DFB-Pokals ein.
Mit drei Siegen sieht der Oktober ein bisschen besser aus als der September und Bayer 04 und seine Anhänger schauen etwas zuversichtlicher in den November.

Dieter Bast wird am 28. August 1951 in Oberhausen geboren. In der Jugend des Oberhausener Ortsteilvereins DJK Arminia Klosterhardt beginnt er mit dem Kicken. Während seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher wechselt er zum Nachbarverein Sterkrade 06/07 in die A-Jugend, wo er den Bundesligisten Rot-Weiss Essen und Borussia Mönchengladbach auffällt. Bast entscheidet sich für die Rot-Weissen und spielt ab 1970 in der 1. Bundesliga. Schon im ersten Jahr kommt er als Rechtsaußen auf 22 Einsätze, in denen er drei Tore erzielt. Dennoch können die Essener den Abstieg nicht verhindern.
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José Vítor Roque Júnior wird am 31. August 1976 in Santa Rita do Sapucaí im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais geboren. In der Jugend spielt er für Sao José EC, einem Klub im Osten des Bundesstaates Sao Paulo. Seine Profikarriere beginnt 1995 bei Palmeiras Sao Paulo. Dort entwickelt sich Roque Júnior schnell zu einer festen Größe in der Mannschaft, absolviert mehr als 200 Pflichtspiele und feiert bedeutende Erfolge. Mit dem Verein gewinnt er 1998 die Copa do Brasil und 1999 die Copa Libertadores, die südamerikanische Version der europäischen Champions League.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat August. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Das erste Erstligaspiel in der Geschichte von Bayer 04 bestreitet die Werkself bei den Sportfreunden Katernberg. In das Stadion Am Lindenbruch in diesem Stadtteil von Essen kommen 7.000 Zuschauer. Den ehemals „wüsten“ Platz haben die Katernberger zu einem wahren Schmuckkästchen hergerichtet. Der satte Rasen bietet an diesem Sonntagnachmittag, dem 19. August 1951, die besten Bedingungen für ein gutes Fußballspiel.
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Nach dem durchaus gelungenen Start mit dem 2:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg veranstaltet die Werkself einen Teamevent. Mittwochs fährt sie gemeinsam auf den Nürburgring und dreht ein paar schnelle Runden. Trainer Klaus Toppmöller begrüßt diese Aktion, denn sie fördert Zusammenhalt und Integration. Im wöchentlichen Training wird viel an verschiedenen Verhaltensweisen in der Defensive gearbeitet, denn in den letzten Minuten der Partie gegen die Wölfe war der Coach mit dem Pressingverhalten seiner Spieler nicht einverstanden.
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