Geschichte: Vor 50 Jahren – Aufstiegssaison 1974/75 (Februar)

Am Sonntag, 2. Februar 1975, fährt die Werkself mit einigen Anhängern zum Stadion an der Bambergstraße nach Siegburg. In den ersten zwanzig Minuten berennt Bayer 04 das Tor des Siegburger SV. Aber dann gestaltet sich ein offenes Spiel mit guten Torhüterparaden auf beiden Seiten. Kurz nach der Pause haben die Gastgeber die größte Chance des ganzen Spiels, aber der Siegburger Mittelstürmer scheitert kläglich. Ab dieser Szene gewinnt die Mannschaft von Trainer Manfred Rummel mehr und mehr an Übergewicht und gegen Ende der Partie müssen die Platzherren eine wahre Abwehrschlacht liefern, um das Remis über die Zeit zu retten. Trotz des Punktverlustes zieht die Werkself mit dem Tabellenführer SC Jülich 10, der zeitgleich beim SC Nord Köln 1:2 verliert, gleich.
Aufstiegssaison 1974/75 (Januar)

Am Samstag drauf, dem 8. Februar, steht das DFB-Pokalspiel bei den Amateuren des VfB Stuttgart an. Vor 1.600 Zuschauern im Stuttgarter Amateurstadion liefert die junge Mannschaft des VfB den Leverkusenern eine große Schlacht. Das 0:0 zur Halbzeit verdient sich Bayer 04 durch eine gute Abwehr und vorbildlich vorgetragene Konter, die allerdings zu keinem Torerfolg führen. In der 47. Minute gelingt den Stuttgartern die 1:0-Führung. Die Werkself muss in der Folgezeit dem hohen Tempo in der ersten Halbzeit Tribut zollen. So erhöht die Amateurmannschaft des VfB in der 63. Minute auf 2:0. Es ist lediglich Torhüter Hubert Makel zu verdanken, dass die Niederlage am Ende nicht höher ausfällt. Aus der Traum von einem Achtelfinale im DFB-Pokal und ab jetzt volle Konzentration auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord.

Eine Woche später steigt das nächste Punktspiel gegen die Mannschaft vom VfL Köln. Am Freitag vor der Partie hat Trainer Manfred Rummel lediglich sechs einsatzfähige Spieler beim Abschlusstraining, der Rest fällt vor allem wegen der Grippewelle in und um Leverkusen oder aufgrund von Verletzungen aus. Am Sonntag stellt sich die Mannschaft dann von selbst auf. Der eine oder andere Spieler geht laut Trainer Manfred Rummel sogar fiebrig auf den Platz. Unter diesen Voraussetzungen ist der Coach mit dem am Ende glücklichen, aber letztlich doch verdienten 1:0-Erfolg durch einen Elfmeter von Libero Willi Rehbach in der 73. Minute zufrieden. Anders als die Bayer 04-Fans, die nach einer Stunde mit „Aufhören, Aufhören“-Rufen jegliches Fingerspitzengefühl für die Situation ihrer Werkself vermissen lassen und trotz der Tabellenführung unzufrieden nach Hause gehen.

Aufstiegssaison 1974/75 (Januar)

Ende Februar muss die Werkself zum SC Nord Köln. Begleitet von mehreren hundert Bayer 04-Fans führt die Werkself zur Pause mehr als verdient durch ein Eigentor und einen Treffer ihres Torjäger Matthias Brücken mit 2:0. Aber nach der Pause nehmen die Nordler das Heft in die Hand und bestürmen das Tor von Hubert Makel und erzielen den Anschlusstreffer. In der 75. Minute gelingt ihnen sogar das hochverdiente 2:2. Doch vier Minuten nach dem Ausgleich kann Peter Surbach unter Mithilfe des Torhüters des SC Nord doch wieder die Führung für die Leverkusener erzielen. So stehen am Ende ein glücklicher 3:2-Sieg und die gemeinsame Tabellenführung mit dem SC Jülich 10.

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