
In Leverkusen wird heiß diskutiert und die halbjährliche Mitgliederversammlung vorgezogen. Am Montag, 18. Juli 1949, findet die große Entscheidung im Burghof an der Rathenaustraße statt. Die Vereinsmitglieder stimmen mit überwältigender Mehrheit bei nur vier Gegenstimmen für die Einführung des Vertragsspielers – die Fußballabteilung besteht also künftig aus einer Vertragsspieler- und einer Amateurabteilung.



Die erste Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen spielt in der 2. Oberliga West. Alle Spieler bekommen jetzt sowohl vom Verein als auch von ihrem Arbeitgeber – bei den meisten ist es das Bayer-Werk – ein monatliches Gehalt. Die Woche eines Profis von Bayer 04 sieht 1949 so aus: Jeden Werktag arbeiten, Dienstag und Donnerstag ab 18 Uhr Training und am Sonntag das Meisterschaftsspiel. Je nachdem wie erfolgreich die Partie verlief: Schulterklopfen oder Beschimpfungen im Werk. Die Männer spielten jeden Sonntag vor ihren Arbeitskollegen. Und da hieß es Gas geben, denn sie wurden ja dafür bezahlt, auch wenn die monatlichen Zahlungen uns heute ein Schmunzeln entlocken. Ein Leistungsträger verdiente bei Bayer 04 um die 200 Mark im Monat und bekam eine „Aufwandsentschädigung“ von 10 Mark pro Spiel.
Was im Juli 1949 im Burghof entschieden wird, ist der Startschuss für unser Bayer 04, wie wir es heute kennen.

Michael Ballack wird am 26. September 1976 in Görlitz in der damaligen DDR geboren. Schon früh zeigt sich sein Talent für den Fußball. Nach dem Umzug seiner Familie nach Karl-Marx-Stadt, das heutige Chemnitz, beginnt er bei der BSG Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt mit dem Fußballspielen, wobei er seine Fähigkeiten stetig weiterentwickelt. Ab dem siebten Schuljahr besucht er die Kinder- und Jugendsporthochschule und erhält eine systematische Sportförderung, die 1988, begründet mit seiner wachsenden Spielstärke, zu einem Wechsel zum FC Karl-Marx-Stadt führt. Mit 16 Jahren muss er aufgrund von Wachstumsproblemen ein halbes Jahr pausieren, aber dann ist Michael nicht mehr aufzuhalten.
Mehr zeigen
José Elias Moedim Júnior, genannt Zé Elias, wird am 25. September 1976 in Sao Paulo geboren. Seine fußballerische Ausbildung erhält er bei Sport Club Corinthians Paulista, kurz Corinthians, und wird bereits mit 17 Jahren in die erste Mannschaft hochgezogen. Schon jetzt wird die PSV Eindhoven auf ihn aufmerksam, aber der Schritt nach Europa kommt für ihn noch zu früh. Der zweikampfstarke defensive Mittelfeldspieler etabliert sich in den folgenden drei Jahren bei den Profis. Mit Corinthians gewinnt Zé Elias 1995 die Stadtmeisterschaft von Sao Paulo und den brasilianischen Pokal. Mit seiner guten Übersicht, seinem Einsatzwillen und seiner sicheren Ballkontrolle trägt er wesentlich zum Erfolg seiner Mannschaft bei.
Mehr zeigen
Im zweiten Jahr in der 2. Bundesliga Nord trifft die Werkself am 7. Spieltag im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion auf die Fortuna aus Köln. Beide Mannschaften stehen punktgleich mit 7:5 Punkten auf den Tabellenplätzen 8 und 9.
Mehr zeigen
Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat September. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
Mehr zeigen
Der September startet mit einem Debakel, aber nicht für die Werkself: Die deutsche Nationalmannschaft mit den Bayer 04-Spielern Jens Nowotny, Michael Ballack und Oliver Neuville erleidet im Münchener Olympiastadion in der WM-Qualifikation eine 1:5-Schlappe gegen England. Und vor allem Jens Nowotny wird scharf kritisiert. Mit dieser Niederlage steht die direkte Qualifikation der DFB-Elf auf wackeligen Beinen.
Mehr zeigen