
„Es war eine wirklich unglaubliche Zeit für mich. Ich habe großartige Dinge erlebt und fantastische Spiele bestritten für diesen Verein. Bayer 04 ist mir so ans Herz gewachsen, dass mir dieser wohlüberlegte Schritt dennoch sehr, sehr wehtut“, resümiert der Offensivspieler nach mehr als einer Dekade in Leverkusen.
„Karim war viele Jahre lang ein herausragender Bundesligaspieler und dabei immer auch ein sportliches Aushängeschild unseres Vereins. Ich hatte das Vergnügen, selbst noch mit ihm zusammenzuspielen. Seine Läufe waren bei den Gegnern ebenso gefürchtet wie seine brandgefährliche Schusstechnik“, sagt Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes. „Nach so vielen Jahren hier unterm Bayer-Kreuz wünsche ich ihm alles Gute. Es ist sehr schade, dass Karim die letzten Spiele dieser Saison aufgrund seiner Verletzung nur noch als Zuschauer begleiten kann. Aber er wird eng bei uns sein und uns mit aller Kraft unterstützen. Auch für Karim wollen wir versuchen, am Donnerstag gegen die AS Rom ins Endspiel der Europa League einzuziehen. Er war immer ein wichtiger Teil der Mannschaft – Karim hätte sich diesen krönenden Abschluss seiner Werkself-Karriere mehr als verdient“, so Rolfes.
Als Vorsitzender der Bayer 04-Geschäftsführung unterstreicht Fernando Carro, „dass wir mit Karim Bellarabi einen verdienten und im ganzen Bayer-04-Umfeld sehr beliebten Spieler verlieren. Trotz der zuletzt geringeren Einsatzzeiten spielte Karim eine enorm wichtige Rolle im Team. Vor allem den jungen Spielern war er mit seiner großen Erfahrung eine wertvolle Unterstützung und immer präsent. Für seine persönliche Zukunft wünsche ich Karim nur das Beste!“
Bellarabi hofft vor seinem Abschied aus Leverkusen auf „die riesige Chance, endlich doch noch einen Titel mit Bayer 04 zu gewinnen. Darauf habe auch ich in den zurückliegenden Jahren immer hingearbeitet“, betont der 33-Jährige. „Das wäre ein wundervoller Abschluss meiner Karriere in Schwarz-Rot, es wäre ein Traum! Nichts wünsche ich mir mehr für diesen Klub.“
Bellarabi war 2011 im Alter von 20 Jahren vom damaligen Drittligisten Eintracht Braunschweig unters Bayer-Kreuz gewechselt. Mit der Unterbrechung von einem Jahr, das er 2013/14 als Leverkusener Leihspieler erneut bei den mittlerweile in die Bundesliga aufgestiegenen Braunschweigern verbrachte, spielte der sprintstarke Angreifer ausschließlich für Bayer 04 in der höchsten deutschen Spielklasse. Hinzukamen Einsätze im DFB-Pokal sowie auf internationaler Ebene in der UEFA Champions League sowie der UEFA Europa League. In 290 Pflichtspielen erzielte er 57 Tore und sammelte 66 Assists. Mit dem Kreuz auf der Brust brachte es Bellarabi schließlich bis zum deutschen Nationalspieler, für das DFB-Team bestritt er insgesamt elf Länderspiele (ein Tor).
Wenn sein Körper mitspielt und er noch interessante Angebote bekommt, erwägt Bellarabi die Fortsetzung seiner Karriere im außereuropäischen Ausland. „Doch das ist, auch wenn mein Abschied aus Leverkusen nun nahe ist, noch Zukunftsmusik für mich“, so Bellarabi. „Jetzt werde ich nur noch die Daumen drücken, dass wir die letzten beiden Bundesligaspiele siegreich gestalten, uns zuvor am Donnerstag gegen Rom durchsetzen und dann das Endspiel am 31. Mai in Budapest gewinnen.“

Bayer 04 Leverkusen muss vorerst auf Innenverteidiger Edmond Tapsoba verzichten. Der burkinische Nationalspieler kehrte mit einer Muskelverletzung vom Afrika Cup aus Marokko zurück zur Werkself.
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Seit fast acht Jahren trifft Bayer 04 mal wieder auf den Hamburger SV. Die Hansestädter schwächeln zwar oft auf des Gegners Platz, präsentieren sich jedoch vor heimischer Kulisse regelmäßig in Topform. Besonders der 18-jährige Shootingstar Luka Vuskovic zeigt sich offensiv wie defensiv als echte Lebensversicherung für Merlin Polzins Mannschaft. Angst dürfte das der Werkself dennoch nicht machen: Nicht nur liegt die letzte Niederlage gegen einen Aufsteiger bereits 17 Spiele zurück, gegen den HSV winkt dem Team von Kasper Hjulmand zudem der fünfte Sieg im sechsten Spiel. Die Kurzpässe.
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Am 15. Spieltag der laufenden Bundesligasaison reist die Werkself zum Hamburger SV. Die Partie steigt am Dienstag, 13. Januar (Anstoß: 20.30 Uhr). Die Bayer 04-Fanbetreuung hat alle Infos zur Begegnung im Volksparkstadion für euch zusammengefasst...
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Zum ersten Mal seit knapp acht Jahren treffen der Hamburger SV und Bayer 04 in der Bundesliga wieder aufeinander. An diesem Dienstagabend, 13. Januar (Anstoß: 20.30 Uhr/live bei Sky und DAZN, sowie WOW und im Werkself-Radio), empfängt der heimstarke Aufsteiger die Werkself zum Abschluss der Hinrunde im Volksparkstadion. Der Gegner-Check.
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