
Cheftrainer Sergi Runge hatte im Vergleich zum 2:1-Heimsieg nach Verlängerung gegen den 1. FSV Mainz 05 im Viertelfinale in seiner Startelf eine personelle Veränderung vorgenommen: Ben Hawighorst ersetzte den Gelb-Rot-gesperrten Artem Stepanov.
Das NRW-Duell im gut gefüllten Parkstadion begann zunächst mit überwiegenden Spielanteilen der Königsblauen. Bayer 04 setzte in der Anfangsphase hingegen vor allem auf Balleroberungen und schnelle Umschaltmomente. So drang Schwarz-Rot in der 11. Minute erstmals bis in den gegnerischen Strafraum vor, wo Montrell Culbreath nochmal quer legte auf Francis Onyeka - der Kapitän wurde bei seinem Schussversuch aus zentraler Position aber noch entscheidend gestört. Auf der Gegenseite trat S04 - in Person von Mika Wallentowitz - ebenfalls ein erstes Mal per Fernschuss in Erscheinung (39.). In den Folgeminuten gestaltete sich die Begegnung der beiden Erstplatzierten ihrer Hauptrunden-Gruppen ausgeglichen. Weitere nennenswerte Aktionen vor dem Tor gab es jedoch im Verlauf der ersten Hälfte auf beiden Seiten nicht, die Partie war vor allem von konsequenter und fleißiger Defensivarbeit geprägt. So ging es nach 45 umkämpften, aber chancenarmen Minuten torlos in die Kabinen.







Mit deutlich mehr Offensivdrang als noch in der ersten Hälfte starteten die Teams in Durchgang zwei und drückten nun auf den Führungstreffer. Nur sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff hatten die Hausherren die bis dato beste Torchance der Partie: Luca Vozar zog ab, Wallentowitz hielt bei dem Schuss aus der Ferne die Hacke rein und machte die Kugel damit nochmal scharf, sodass diese am Pfosten landete. In der 71. Minute war es erneut der auffällige Schalker Wallentowitz, der aus kurzer Distanz Jesper Schlich forderte, der Bayer 04-Keeper entschärfte den Abschluss aber reaktionsschnell. Teamkollege Ayman Gulasi legte sieben Minuten später mit einem Latten-Treffer aus spitzem Winkel nach.
Die Gelsenkirchener verzeichneten mit fortschreitendem Spielverlauf ein Chancenplus, die Werkself tat sich in der Schlussphase schwer, noch eigene Akzente zu setzen. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit prüfte Edion Gashi noch einmal Schlich, der verhinderte erneut stark den Einschuss ins kurze Eck (89.) und hielt so das torlose Remis nach 90 Minuten fest. Es ging in die Verlängerung.






Die eröffneten wiederum die Junioren von Bayer 04 direkt mit einer Großchance: Kerim Alajbegovic bediente mit einem sehenswerten Steckpass in die Tiefe Culbreath, S04-Keeper Johannes Siebeking macht sich jedoch groß (97.). Die Leverkusener hatten nun im Vergleich zum Ende der zweiten Hälfte wieder etwas die Nase vorn. Umso größer der Schock in der 103. Minute: Einen Eckball von rechts konnte Schlich nicht festhalten, im Getümmel im Strafraum drückte Mertcan Ayhan die Kugel über die Linie, doch der S04-Kapitän stand dabei im Abseits. Beide Teams hielten auch in den letzten Minuten noch aufopferungsvoll entgegen, durch schwindende Kräfte gestaltete sich das Spiel in weiten Teilen der zweiten Hälfte der Verlängerung aber ereignislos. So musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen.
Nachdem Onyeka für Bayer 04 und Vozar für Schalke 04 jeweils sicher trafen, scheiterten sowohl Ferdinand Pohl als auch Jonas Zgorecki am jeweils gegnerischen Keeper. Julien Kurowski brachte Schwarz-Rot dann erneut in Führung, Schalkes Jean Paul Ndiaye rutschte bei seinem Versuch im Anschluss aus und vergab. Culbreath konnte den Leverkusener Vorsprung jedoch nicht ausbauen, sodass Ayhan die Chance nutzte und für S04 zum 2:2 ausglich. Es spitzte sich, wie bereits im regulären Spielverlauf, zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zu. Den letzten Schuss für die Leverkusener hatte Marton Szep auf dem Fuß: Der spät Eingewechselte wuchtete seinen strammen Schuss entschlossen ins obere Eck zum 3:2 - der Siegtreffer, denn Gashi setzte seinen Versuch nur an den Pfosten. Halbfinale!





Runge resümierte im Anschluss glücklich: „Es war zurecht ein Spiel von zwei Tabellenersten. Zu Beginn hat man gemerkt, dass beide Teams aufgrund des K.o.-Modus ohne Rückspiel zunächst zurückhaltend agieren. Meiner Meinung nach haben wir aber die erste Hälfte dominiert, in der zweiten Halbzeit war Schalke dann einen Tick besser. Für die Verlängerung muss ich meine Jungs dann loben, dass sie noch einmal die Kontrolle übernommen und sich zwei klare Torchancen erarbeitet haben. Danach hatte ich es im Gefühl, dass wir es wirklich gewinnen können!“
Für die U19 steht am kommenden Samstag, 10. Mai, das Halbfinale an. Gegner wird der FC Bayern München sein, der sich zeitgleich nach regulärer Spielzeit 4:2 gegen Borussia Dortmund durchsetzte. Das Halbfinale findet im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion statt. Die zeitgenaue Ansetzung folgt in Kürze.
Die Highlights:
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Die Statistik:
Schalke 04: Siebeking - Numbisie, Turay, Zgorecki, Khadr, Ayhan, Ndiaye, Vozar, Wallentowitz (78. Dardari), Gashi, Gulasi (78. Karaca)
Bayer 04: Schlich - Raterink (82. Eichie), Pohl, Natali, Culbreath, Alajbegovic (109. Szep), Hawighorst (109. Kurowski), Ndi, Onyeka, Kister (91. Owen), J. Mensah
Tore im Elfmeterschießen: 0:1 Onyeka, 1:1 Vozar, 1:2 Kurowski, 2:2 Ayhan, 2:3 Szep
Gelbe Karten: Vozar, Zgorecki, Khadr - Onyeka, Kurowski
Schiedsrichter: Tom-Leon Bender (Schortens)

Werkself-TV zeigt die TV-Highlights des 1:0-Heimsiegs der Bayer 04-Frauen gegen den FC Carl Zeiss Jena am 21. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2025/26.
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Drei Tore reichten der Werkself beim 3:3 gegen den 1. FC Heidenheim 1846 nicht zum Sieg, für Bayer 04 ist es das dritte Bundesliga-Remis in Folge. Nach einer souverän geführten ersten Hälfte und mit einer 2:0-Führung im Rücken „sind wir nicht mehr in unser Spiel gekommen“, resümierte Mark Flekken, der erstmals seit zwei Monaten wieder im Leverkusener Tor gestanden hatte. Treffsicher zeigte sich auf der Ostalb einmal mehr Patrik Schick, der nach seinem Doppelpack nun der drittbeste Bundesliga-Torschütze der Klub-Historie ist. Und Cheftrainer Kasper Hjulmand ist trotz des ausgebliebenen Dreiers mit Blick auf den Saisonendspurt überzeugt: „Wir sind bereit, diese Situation zu meistern.“ Der Werkself Nachdreher.
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Den Sprung ins Endspiel knapp verpasst: Beim Finalevent um den DFB-ePokal 2026 bezwangen Marc und Sean Landwehr zwar im Viertelfinale den Vorjahressieger FOKUS, unterlagen dann jedoch im Halbfinale RBLZ Gaming. Neuer ePokalsieger ist Borussia Mönchengladbach. Ende April wartet auf die Leverkusener mit dem VBL Grand Final, der Deutschen Einzel-Meisterschaft, eine weitere Chance auf einen Titel.
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Nach dem 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags äußerten sich Mark Flekken und Malik Tillman am Mikrofon von Werkself-TV...
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