
Nach dem 3:0-Auftaktsieg beim SV Wehen Wiesbaden hatte U19-Cheftrainer Sergi Runge die Mentalität seines Teams gelobt, spielerisch aber noch Luft nach oben gesehen. Für das Duell gegen Rot-Weiss Essen im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion veränderte der Spanier seine Startelf auf zwei Positionen: Für Marton Szep, den Torschützen zum 1:0 in Wiesbaden, begann Kapitän Francesco Buono, Nebe Domnic wurde von Ben Hawighorst ersetzt.
Vom Anpfiff weg übernahm die Werkself vor 215 Zuschauern die Kontrolle und schaffte es früh, die Dominanz in Zählbares umzuwandeln. Schon in Minute sieben schickte Hawighorst seinen Teamkollegen Berghoff über halblinks. Der profitierte davon, dass sich der Essener Verteidiger verschätze und schob zur Führung ein. Vom frühen Treffer beflügelt, setzte sich Bayer 04 nun am und im RWE-Strafraum fest. Nur drei Minuten nach dem 1:0 fand Neuzugang Dustin Buck am zweiten Pfosten Chigozie Owen, dieses Mal sprang der Essener Torhüter unter der Flanke hindurch und Chigozie Owen musste nur noch ins leere Tor köpfen.
Und der schwarz-rote Sturmlauf ging weiter: Nach einer Essener Ecke konterten Buono, Izekor und Hawighorst wie aus dem Lehrbuch, Letzterer konnte vor der Strafraumgrenze nur mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß schweißte erneut Berghoff zum 3:0 ins Torwarteck. Kurz darauf durfte der überragende Berghoff erneut jubeln: Nach einer Flanke von links stieg der 17-Jährige am höchsten und schnürte per Kopf den Dreierpack. In einem einseitigen Spiel ließ die starke Werkself-Defensive nur wenig zu. Insbesondere über die linke Seite von Osman Turay und Chigozie Owen wurde Bayer 04 immer wieder gefährlich. Einzig nach einem Fehler von Innenverteidiger Ferdinand Pohl lief RWE-Stürmer Ferati allein in Richtung Tor, doch der schnelle Pohl stürmte hinterher und störte im letzten Moment noch entscheidend.
Danach übernahm wieder die Werkself - und wie! Erst scheiterte Buck noch per Kopf nach einer Ecke, dann klingelte es wieder im RWE-Gehäuse. Der auffällige Chigozie Owen hatte sich ein Herz genommen, war an vier Gegenspielern vorbei in den Strafraum getanzt und vor Essen-Torhüter Gerres eiskalt geblieben. 5:0 nach 25 Minuten. Die Pausenführung der Werkself hätte noch höher ausfallen können, doch Buono (32.), Izekor (40.) und Kurowski (43.) wurden jeweils im letzten Moment geblockt, wieder Izekor zielte per Freistoß eine Minute vor der Pause knapp zu hoch.






RWE hatte zum Wiederanpfiff dreifach gewechselt und der zweite Durchgang begann deutlich ruhiger als der erste. Wieder war es die Werkself, die die ersten Ausrufezeichen setzte: Izekor köpfte nach einer Buono-Flanke in Minute 54 knapp drüber, ebenso wie sechs Minuten später Pohl nach einer Ecke. Wieder fünf Zeigerumdrehungen danach gab es dann Strafstoß für Bayer 04. Izekor war in die Tiefe geschickt und vom RWE-Keeper abgeräumt worden. Der Gefoulte trat selbst an, schoss die Kugel jedoch über den Kasten. Im Anschluss hatte der unermüdliche Werkself-Stürmer zwei weitere große Chancen zum 6:0, schob jedoch freistehend vor dem Essener Gehäuse erst rechts vorbei und scheiterte wenig später aus ähnlicher Position am stark reagierenden RWE-Schlussmann.
Auch Runge hatte mittlerweile mehrfach gewechselt, unter anderem mischten Szep, Domnic und Burak Kir jetzt mit. Dadurch war Bayer 04 zwar noch immer dominant, jedoch nicht mehr so drückend wie noch in Durchgang eins. Der bis dahin wenig beschäftigte Simeon Rapsch reagierte in Minute 80 stark. Die technisch und taktisch überlegene Defensive der Werkself ließ jedoch nichts mehr zu. Stattdessen konterte Schwarz-Rot gegen die aufgerückten Essener ein ums andere Mal gefährlich. Weil Szeps Abschluss in der Nachspielzeit aber erneut gut pariert wurde, sprang dabei nichts Zählbares mehr heraus.
Coach Runge war nach dem überzeugenden Auftritt seines Teams zufrieden, besonders mit Blick auf Durchgang eins: „Wir sind sehr gut reingekommen, mit viel Energie, aber auch mit hoher Präzision im letzten Drittel. Aus der ersten Halbzeit können wir wirklich sehr viel Positives mitnehmen.“ Eine solche Dominanz hätte sich der Spanier jedoch auch in Abschnitt zwei gewünscht: „Wir sind in der zweiten Halbzeit nach zehn Minuten etwas schwächer geworden. Diese kleinen Fehler müssen wir in der Trainingswoche korrigieren, um auch das eben noch besser zu machen.“
Weiter geht es für die Leverkusener U19 am kommenden Samstag, 16. August, mit dem Erstrunden-Duell im DFB-Pokal der Junioren. Der Anpfiff gegen die SV 07 Elversberg erfolgt um 11 Uhr am Leistungszentrum Kurtekotten. Bereits vier Tage später am Mittwoch, 20. August (Anstoß: 13 Uhr), gastiert dann Borussia Dortmund zum Liga-Topspiel im Ulrich-Haberland-Stadion.
Die Highlights:
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Die Statistik:
Bayer 04: Rapsch - Turay, Pohl (67. Djedovic), Buono (57. Szep) , Izekor, Chigozie Owen (57. Domnic), Kurowski (73. Mensah), Eichie, Buck, Berghoff (67. Ermec), Hawighorst (57. Kir)
Essen: Gerres - Nwofor, Gehrmann, Mahmoud, Özbek, Vasic (76. Isljami), Nagel (46. Charkaoui), Ferati (46. Eren), Hardi (46. Bittner), Henze, Opoku-Mensah
Tore: 1:0 Berghoff (7.), 2:0 Chigozie Owen (10.), 3:0 Berghoff (15.), 4:0 Berghoff (20.), 5:0 Chigozie Owen (25.)
Gelbe Karten: Ermec - Nwofor, Gehrmann, Özbek, Charkaoui
Schiedsrichter: Marlon Manderfeld (Birgel)

Werkself-TV zeigt die TV-Highlights des 4:0-Erfolgs der Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen am 24. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2025/26.
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Die U19 von Bayer 04 ist im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft der A-Junioren ausgeschieden. Beim 1. FC Heidenheim 1846 unterlag das Team von Trainer Kevin Brok nach großem Kampf 1:3 (0:0, 1:1) nach Verlängerung. Jeremiah Mensah hatte in der Nachspielzeit zum 1:1 getroffen, am Ende schlug Heidenheim aber noch zweimal zu und sicherte sich den Einzug ins Viertelfinale.
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Im Rahmen des 33. und damit vorletzten Bundesliga-Spieltags 2025/26 gastiert Bayer 04 beim VfB Stuttgart. Die Partie steigt am Samstag, 9. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), in der MHP Arena. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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