
Cheftrainer Sergi Runge rotierte seine Startelf im Vergleich zur dramatischen 4:5-Finalniederlage um die Deutschen Meisterschaft auf acht Positionen. Lediglich Bradley Ndi, Othniel Raterink und Akim Kister blieben in der Anfangsformation. Das Tor hütete Moritz Schrief, im Sturm gab Ken Izekor nach langer Verletzungspause sein Startelf-Comeback. Bayer 04 startete druckvoll in die Partie, Emmanuel Owen prüfte mit einem wuchtigen Fernschuss den Bonner Keeper, der stark parierte.
Ein weiterer Abschluss von Marton Szep strich nach 14 Minuten knapp am Tor der Gastgeber vorbei. In der Folge begann der Bonner SC, aus einer tiefstehenden Formation Konter zu fahren. Ndi unterband jedoch zwei Versuche durch cleveres Stellungsspiel. BSC-Keeper Luke Schäfer zeigte in der 30. Minute eine starke Parade gegen den durchgestarteten Owen. Die Werkself suchte weiterhin die Lücke, fand diese allerdings nicht – und musste kurz vor der Pause einen Nackenschlag verdauen: Die Gastgeber trafen nach einem Konter durch Stürmer Sahin Sahinbay (43.). Mit diesem knappen Rückstand aus Sicht von Schwarz-Rot ging es in die Pause.
Runge musste in der Halbzeit einmal tauschen: Schrief blieb nach einem Kopftreffer in der Kabine und wurde durch Jesper Schlich ersetzt. Die Leverkusener erwischten einen Start nach Maß: Seldin Djedovic traf kurz nach Wiederanpfiff per abgefälschtem Freistoß zum Ausgleich (48.). In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel, der gastgebende Tabellenzweite der B-Junioren-Mittelrheinliga versteckte sich nicht. Nach einer Stunde brachte Runge die Offensivkräfte Kerim Alajbegovic und Montrell Culbreath. Das brachte sofort neuen Schwung: Culbreath scheiterte nach einem stark ausgespielten Konter am Bonner Keeper, auch Marton Szep vergab wenig später eine Großchance.
Schwarz-Rot entfachte nun immer mehr Druck, belohnte sich jedoch zunächst nicht. Eine tolle Kombination erlöste Bayer 04 dann: Alajbegovic steckte auf Stepanov durch, der den Keeper umkurvte und ins Tor einschob (88.). In der Folge verteidigte die Werkself den knappen Vorsprung, kurz vor Abpfiff sorgte Isaiah Eichie per Flachschuss für die Entscheidung (90.+1).
Im Finale des Verbands-Pokals (FVM) am kommenden Mittwoch, 28. Mai (Anstoß: 19 Uhr im Kurt-Bornhoff-Sportpark in Frechen), trifft die U19 von Bayer 04 auf Alemannia Aachen. Der Eintrittspreis beträgt zwischen drei und fünf Euro.
Die Statistik:
Bonner SC: Schäfer - Konna, Dittrich, Kaik, Tazit (89. Öksuz), Seeliger (86. Mertens), Sicinski (75. Bartsch), Oelbaum, Bodemann, Bungart (70. Harbauer Brena), Sahinbay
Bayer 04: Schrief (46. Schlich) - Raterink, Gernhardt, Izekor (61. Alajbegovic), Ndi, Szep (73. Stepanov), Heard, Eichie, Kister (61. Culbreath), Djedovic, Owen
Tore: 1:0 Sahinbay (43.), 1:1 Djedovic (48.), 1:2 Stepanov (88.), 1:3 Eichie (90.+1)
Gelbe Karten: Dittrich, Kaik, Bungart, Sicinski - Gernhardt
Schiedsrichter: Lennart Hensen (Hürth)

Der Name verpflichtet, könnte man meinen. „Haberlands Erben“ – das hört sich nach Traditionspflege an, nach Heimatverbundenheit, Lokalpatriotismus. Und von all dem ist auch etwas drin, in diesem umtriebigen Bayer 04-Fanclub. Einige der Gründungsmitglieder sind in Manfort aufgewachsen, wohnten einen Steinwurf entfernt vom Ulrich-Haberland-Stadion. Katrin Duven zum Beispiel, die 1. Vorsitzende. Schon ihr Vater ging regelmäßig „zum Bayer“. Und mit ihm bald auch seine Tochter.
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