2:2 - U19 verpasst das DM-Halbfinale hauchdünn

Es hat nicht gereicht. Durch ein 2:2 (1:0) gegen den SC Paderborn 07 am letzten Spieltag der A-Junioren-Bundesliga West bleibt die U19 von Bayer 04 auf Rang drei und schafft nicht mehr den Sprung ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft.
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Am Ende fehlte ein Treffer. Im letzten Spiel einer besonderen Saison hat die U19 von Bayer 04 Platz zwei nicht mehr holen können. Das 2:2 (1:0) vom Samstag, 30. April, gegen den SC Paderborn reichte nicht, um den FC Schalke 04 noch von Platz zwei zu verdrängen. Die „Knappen“ spielen nun im Halbfinale um die deutsche A-Junioren-Meisterschaft gegen Borussia Dortmund.

„Wir haben unsere Chancen vor allem in der ersten Halbzeit nicht genutzt“, legte Trainer Sven Hübscher nach der Partie den Finger in die Wunde: „Und in der zweiten Hälfte fehlte uns einfach die  Durchschlagskraft.“

VoM Anpfiff Weg da

Nach dem 1:3 am vergangenen Spieltag bei RW Oberhausen brauchten die Leverkusener Jungs unbedingt einen Sieg, um die zwei Punkte besseren Schalker noch zu verdrängen. Und die Gastgeber nahmen die Aufgabe im Ulrich-Haberland-Stadion zunächst stark an. Auch ohne die gelb-gesperrten Iker Bravo, Ali Barak und Ayman Aourir sowie weitere verletzte Spieler übernahm Bayer 04 schnell das Kommando.

Ingyom Jung hatte die erste gute Gelegenheit, kam aber auf einen Pass in die Schnittstelle der Gästeabwehr nicht ganz durch. Dafür aber etwas später Sadik Fofana: Im Anschluss an einen Eckball bekamen die Paderborner den Ball nicht geklärt und der Bayer 04-Abwehrmann schaltete aus drei Metern am schnellsten (4.).

zunächst Reichlich Chancen

Mit dem 1:0 im Rücken legte die U19 eine richtig gute Phase hin und hätte den Vorsprung bis zur Pause ausbauen müssen. Aber bei einem Jung-Kopfball und einem Solo von Can Moustfa stand Paderborns Schlussmann im Weg. Und auch ein freier Schuss von Jardell Kanga halblinks im Strafraum fand das Ziel.

Die Gäste zeigten nach vorne kaum etwas, blieben aber durch den knappen Spielstand in der Partie. Das schien auch den Bayer 04-Jungs im zweiten Durchgang im Kopf zu spuken. Das Spiel wirkte nicht mehr ganz so griffig.

Zwei Paderborner Treffer ins Herz

Und so kam Paderborn tatsächlich zurück in die Begegnung. Nach einem Einwurf wurde der Ball in die Mitte verlängert und mit dem Rücken zum Tor brachten die Gäste den Ball zum 1:1 unter (65.). Damit war der ultimative Druck da.

Die Werkself-Jungs kämpften um das entscheidende Tor. Der eingewechselte Aaron Tshimuanga hatte gleich zwei Mal die erneute Führung auf dem Fuß oder Kopf, ehe dann der nächste Schock kam: Nach einem Foul im Leverkusener Strafraum ging Paderborn durch den anschließenden Elfmeter in Führung (85.).

Spannung bis zum Schluss

Bayer 04 brauchte nun zwei Tore für das große Ziel. Aber es kam nochmal Hoffnung auf, als im Gegenzug Tshimuanga aus kurzer Distanz das 2:2 gelang (86.). Jetzt ging es nur noch nach vorne für die Schwarz-Roten. In der Schlussminute hatte Tshimuanga tatsächlich das 3:2 auf dem Fuß, aber erneut war Paderborns Schlussmann im Weg - und mit Abpfiff die Enttäuschung riesengroß.

„Wir hatten zwei Matchbälle und haben sie liegen lassen. Das tut natürlich weh und es ist schade, dass wir so aus der Saison rausgehen“, sagte ein enttäuschter Trainer Hübscher.

Die Partie mit der dramatischen Schlussphase gibt es als Re-live auf dem YouTube-Kanal der Werkself.

Die Statistik:

Bayer 04: Neutgens - Fofana, Erken, Eze (89. Köhl), Schwieren, Moustfa (67. Tshimuanga), Aksoy, N. Pesch, Ecke (81. Biniazz), Jung (72. Zirkzee), Kanga

Paderborn: Laarmann - Horey (63. Sayin), Floerke, Brauckmann, Kojic, Krumme, Plavcic (63. Dag), Ermolaev, Koz (63. Vega), Pollio, Biondic (88. Westheide)

Tore: 1:0 Fofana (4.), 1:1 Vega (65.), 1:2 Brauckmann (85./Foulelfmeter), 2:2 Tshimuanga (86.)

Gelbe Karten: Eze, Biniazz - Kojic

Schiedsrichter: Grund (Wallersdorf)

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