
Den ersten Matchball hat die U19 im Kampf ums Halbfinale in der A-Junioren-Bundesliga West vergeben. Durch das 1:3 am vorletzten Spieltag in Oberhausen muss die Mannschaft von Trainer Sven Hübscher den FC Schalke 04 in der Tabelle auf Rang zwei vorbeiziehen lassen.
Während die Knappen aber beim 3:0 bei Arminia Bielefeld ihre letzte Partie schon gespielt haben, könnte der Werkself-Nachwuchs mit einem Erfolg am nächsten Samstag gegen den SC Paderborn 07 den zweiten Platz wieder zurückerobern.
Im Stadion am Niederrhein begannen die Leverkusener Gäste zunächst konzentriert und übernahmen die Spielkontrolle. Nach ersten kleineren Möglichkeiten besorgte schließlich Iker Bravo die verdiente Führung.
Als Oberhausens Schlussmann bei einem Klärungsversuch per Kopf an der Strafraumgrenze von einem Mitspieler behindert wurde, nahm Bravo den Ball mit in den Sechzehner, ließ noch einen RWO-Verteidiger aussteigen und schoss zum 1:0 ins leere Tor ein (23.).
Die Führung hielt allerdings nicht lange. Im Anschluss an einen Freistoß ging die Bayer 04-Defensive dem abgewehrten Ball nicht energisch genug nach. Oberhausen eroberte die Kugel und schloss von halbrechts im Strafraum zum 1:1 ab (28.). "Da ist die Mannschaft nicht schnell genug rausgerückt und hat den Gegner ins Spiel gebracht", stellte Leverkusens Head of Coaching, Keld Bordinggaard, im Halbzeit-Interview auf dem YouTube-Kanal der Werkself fest.
Durch den Treffer wurde die Partie offener. Die abstiegsgefährdeten Oberhausener trauten sich offensiv mehr zu und erspielten sich bis zur Pause genau so wie die Leverkusener Gäste noch zwei gute Gelegenheiten.
Auch in Durchgang zwei startete RWO mit Zug zum Tor und hatte durch einen Kopfball die erste Chance (46.). Die Werkself-Talente hielten aber zunächst konzentriert Kurs. Aaron Tshimuanga scheiterte nach einem schönen Angriff an Oberhausens Schlussmann (52.) und auch Bravo hatte aus kurzer Distanz die Möglichkeit zur erneuten Führung (63.).
Aber irgendwie fehlte den Bayer 04-Jungs insgesamt der entscheidende Zugriff auf die Partie. Oberhausen blieb dran und ging tatsächlich im Anschluss an einen Eckball durch einen Kopfball aus fünf Metern in Führung (68.).
Da auch Schalke mittlerweile in Bielefeld nach einem 0:0 zur Pause in Bielefeld in Führung lag, brauchte Leverkusen eigentlich einen Sieg, um Platz zwei vorzeitig fix zu machen. Doch der U19 fehlte an diesem Tag der entscheidende Punch und in der Schlussphase erhöhten die Gastgeber sogar noch auf 3:1 (81.).
Nach der zweiten Saison-Niederlage rangiert der Bayer 04-Nachwuchs mit 31 Punkten auf Rang drei, zwei Punkte hinter Schalke 04. Mit einem Sieg am Samstag (30.4.) gegen Paderborn kann die U19 aber noch aus eigener Kraft das Halbfinale um die deutsche A-Junioren-Meisterschaft gegen Borussia Dortmund klarmachen. Anpfiff ist um 13 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion. Der Eintritt ist frei.
Das Spiel mit Oberhausen mit allen Toren gibt es im Re-Live auf dem YouTube-Kanal von Bayer 04.
Die Statistik:
Oberhausen: Waschkau - Ferreira, Izuwa, Licina, Yalcin, Skolik, Özgen (76. Matthes), Bank (69. Mulamba), Bartu (90. Redam), Dier, Cartus (84. Harbering)
Bayer 04: Neutgens - Erken, Bravo, Tshimuanga (71. Kanga), Eze, Schwieren (86. Bancé), Köhl (71. Ecke), Barak (83. Jung), Aourir, Aksoy, N. Pesch
Tore: 0:1 Bravo (23.), 1:1 Ferreira (28.), 2:1 Skolik (68.), 3:1 Mulamba (81.)
Gelbe Karte: Barak, Aourir, Bravo - Skolik
Schiedsrichter: Pelka (Essen)

Auf hochkarätigen Turnieren in drei Ländern traten sämtliche Junioren-Teams von Bayer 04 durchaus erfolgreich gegen den Ball: Neben dem überzeugenden Turniersieg der U15 in Essen landeten auch die U17 in Stemwede, die U14 in den Niederlanden sowie die U11 in Österreich mit Rang drei auf dem Treppchen. Derweil sorgten die U16-Juniorinnen mit einem 11:1 gegen die U17 des 1. FC Köln für klare Verhältnisse im Derby. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Als Bundesliga-Dritter erwischte die Werkself nach der Winterpause einen Fehlstart ins Jahr 2026, fand im Laufe der Wochen allmählich aber zurück in die Erfolgsspur und gehörte wie im Vorjahr zu den Top 16 in Europa und den Top 4 im DFB-Pokal. In der Bundesliga blieb die Werkself zudem in Sachen Champions-League-Qualifikation bis zum Ende im Rennen. Weil sich aber zwischen gute Leistungen und „big points“ immer wieder auch Rückschläge in die Auftritte der Werkself schlichen, reichte es am Schluss nicht ganz für die Königsklasse. Eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen endete auf Rang sechs und in der Qualifikation für die UEFA Europa League. Teil II des Rückblicks auf die Saison 2025/26.
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