
Im Vergleich zum 3:0-Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen am vergangenen Wochenende rotierte Cheftrainer Sergi Runge für das Auswärtsduell beim FC Hennef 05 auf drei Positionen: In der Viererkette startete Akim Kister für Boran Yörük, zudem begannen San-Luca Spitali und Kerim Alajbegovic für Karim Dhouib sowie Salim Hadouchi.
In der Anfangsviertelstunde schlichen sich einige Unaufmerksamkeiten in das Aufbauspiel der Gäste aus Leverkusen. So etwa nach knapp fünf Minuten: Hennefs Artem Belousov fing einen zu kurz geratenen Pass des Bayer 04-Torhüters Jesper Schlich ab und stand frei vor dem Schlussmann, der Abschluss des gegnerischen Offensivakteurs war allerdings zu zentral platziert (6.). In der elften Minute kam der Werkself-Nachwuchs selbst zu seiner ersten Großchance: Nach einer abgefälschten Hereingabe von der linken Seite kam Kapitän Zaid Amaussau-Tchibara an die Kugel, setzte den Ball jedoch an das Hennefer Torgehäuse. Knappe zehn Minuten später probierte sich aus rechter Position wieder Tchibara, der traf allerdings erneut nur das Aluminium.

Der erste Treffer des Tages gehörte den Hennefern: Nach einem guten Zusammenspiel der Hausherren an der Leverkusener Strafraumkante zirkelte Belousov die Kugel aus 16 Metern in den Winkel (30.). Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten, in der 33. Minute kam der Werkself-Nachwuchs zu einer dreifachen Großchance: Erst köpfte Ferdinand Pohl nach einer Flanke aufs Tor, danach probierte es Ken Izekor mit einem strammen Schuss - beide Versuche waren zu unplatziert. Im dritten Anlauf dann der Erfolg: Nach einer erneuten Hereingabe stand Artem Stepanov gut positioniert und köpfte den Ball auf den Kasten, Hennefs Torhüter Moritz Hellwig war mit den Fingerspitzen noch an der Kugel, konnte den schnellen Anschlusstreffer der Leverkusener aber nicht mehr verhindern. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte dann Schwarz-Rot, es ging dennoch mit dem leistungsgerechten 1:1 in die Kabinen.
Den Schwung aus den letzten Minuten des ersten Abschnitts nahmen die Gäste mit in die zweite Halbzeit und kamen entsprechend mit viel Zug nach vorne aus der Kabine. Für die starke Anfangsphase belohnten sich die Gäste auch sogleich: Stepanov setzte sich auf der linken Seite gegen den Hennefer Verteidiger durch und brachte den Ball flach in den Strafraum herein, Tchibara stand genau richtig und musste nur zum 2:1 einschieben (52.) - der sechste Saisontreffer für den Kapitän. Der Bann schien jetzt gebrochen: Wenige Sekunden nach dem 2:1 zeigte der Unparteiische nach einem Foul an Izekor im Hennefer Strafraum auf den Punkt, der Gefoulte trat selbst an, verwandelte sicher zum 3:1 aus Leverkusener Sicht (54.) und verbuchte damit seinen zwölften Saisontreffer. Nach knapp einer Stunde brachte Stepanov dann die Entscheidung: Ein Steckpass durch die Hennefer Abwehrreihe fand seinen Weg zum Ukrainer, der netzte ins lange Eck zum 4:1 ein (60.). Und Stepanov durfte nochmal jubeln: Nach einer Flanke von Tchibara köpfte der Ukrainer die Hereingabe druckvoll zum 5:1 ein (75.) - der Hattrick für den Stürmer, der zudem das 2:1 vorlegte.
In der Schlussphase der nun entschiedenen Partie spielte ausschließlich der Werkself-Nachwuchs. Der zuvor eingewechselte Francis Onyeka kam sogar fast noch zum 6:1. Es blieb jedoch beim 5:1-Auswärtssieg, der dank einer starken zweiten Hälfte den vierten Sieg in Folge für die Leverkusener bedeutet.
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Weiter geht es für die Runge-Elf am kommenden Wochenende mit dem 11. Spieltag: Dann geht es für den Werkself-Nachwuchs im Auswärtsderby beim Tabellenvierten, dem 1. FC Köln zur Sache. Das Duell beim Domstädter Unterbau steigt am Samstag, 12. November, um 13 Uhr.
Die Statistik:
FC Hennef 05: Hellwig - Bouakran, Cornelius (67. Tuysuz), Demir, Fuhrmann (57. Miermann), Jashari, Music (57. Roszkowski), Belousov (67. Tazit), Dittrich, Murach, Vicente (57. Schmitz)
Bayer 04: Schlich - Camara (86. Yörük), Pohl, Kister (72. Dhouib), Häb, Mensah (61. Buono), Spitali (72. Djedovic), Amaussau-Tchibara, Alajbegovic (61. Onyeka), Izekor, Stepanov
Tore: 1:0 Belousov (30.), 1:1 Stepanov (33.), 1:2 Tchibara (52.), 1:3 Izekor (54./FE), 1:4 Stepanov (60.), 1:5 Stepanov (75.)
Gelbe Karten: Dittrich
Schiedsrichter: Jan Peter Weßels (SV Scherpenberg)

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