
Cheftrainer Sergi Runge setzte im Duell mit der Viktoria auf die Startelf, die im vergangenen Liga-Spiel beim FC Schalke 04 (3:2) die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft perfekt gemacht hatte. Und seine Mannschaft erwischte im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion einen Start nach Maß: Gerade einmal 70 Sekunden waren gespielt, da netzte Artem Stepanov in Folge eines Kölner Abspielfehlers aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Werkself ein. Und die Gastgeber machten sofort weiter Druck, agierten mit viel Ballbesitz und schnellen Passkombinationen.
Kerim Alajbegovic verfehlte mit seinem Distanzschuss nach etwas mehr als einer Viertelstunde noch das Ziel denkbar knapp, um dann nach 19 Minuten bedacht ins rechte untere Eck zum 2:0 für Schwarz-Rot einzuschieben. Defensiv stabil, im Mittelfeld dominant und offensiv kreativ - der Bayer 04-Nachwuchs spielte im Stile eines Spitzenteams. Die nächste Gelegenheit bot sich Jeremiah Mensah, der seinen wuchtigen Fernschuss an die Latte setzte. Den Abpraller verwertete Stepanov zwar, hatte zuvor jedoch im Abseits gestanden (35.). Drei Minuten später netzte Stepanov dann per Kopf ein - dieses Mal zählte der Treffer. Kurz vor dem Pausenpfiff verhinderte der Pfosten Stepanovs Dreierpack (45.). So blieb es beim Drei-Tore-Vorsprung.
Zum Wiederanpfiff übernahm bei den Gastgebern Julian Weitz für Moritz Schrief, der in Hälfte eins ohne Aufgabe geblieben war, den Platz zwischen den Pfosten. „Moritz hat sehr gut gespielt in den letzten Wochen, aber wir wollten auch Julian Spielminuten geben. Die hat er sich verdient“, sollte Coach Runge im Nachgang erklären. Der erste Abschluss der zweiten Hälfte gehörte Alajbegovic (48.), Francesco Buono verfehlte das Tor eine Minute später ebenfalls knapp. Und was Stepanov mit seinem Pfostenschuss kurz vor der Halbzeitpause noch verwehrt geblieben war, gelang ihm in Minute 67: Überlegt schob der ukrainische Mittelstürmer zum 4:0 ein - der Hattrick! Nils Gernhardt traf seinerseits noch den Innenpfosten, mehr passierte in der Schlussphase nicht mehr. Und so verteidigt die Leverkusener U17 ihre Spitzenposition unabhängig vom Ergebnis des direkten Verfolgers Borussia Dortmund.
Und so zog Runge kurz und knapp folgendes Fazit: „Das frühe Tor hatte einen großen Einfluss auf den Spielverlauf, generell war die erste Hälfte sehr gut. Man hat den Willen der Mannschaft gesehen.“ Über die bevorstehenden Wochen sagte der Spanier: „Unser Ziel ist, Deutscher Meister zu werden. Wenn man so nah dran ist, will man es auch schaffen. Aber die Gegner aus den anderen Staffeln sind auch richtig stark, es wird nicht einfach.“
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Das letzte Saisonspiel in der B-Junioren-Bundesliga West bestreitet die Leverkusener U17 am kommenden Samstag, 27. April (Anstoß: 13 Uhr), bei Rot-Weiss Essen. Außerdem warten in den nächsten Wochen weitere Duelle in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und im Verbands-Pokal.
Die Statistik:
Bayer 04: Schrief (46. Weitz) - Gernhardt (82. Becher), Pohl, Buono (60. Meurer), Culbreath, N. Mensah (70. Ukpeigbe), Stepanov, Alajbegovic, J. Mensah (70. da Silva Fernandes), Hawighorst, Domnic
Viktoria Köln: Mozghovyi - Albers, Friedrichs, Zeder (60. Popovych), Greis, Abessouguie (46. Silik, 82. Sarpong), Gumilar (55. Coric), Bungart (55. Rakowiecki), Fricke, Jolic, Pato Rivas
Tore: 1:0 Stepanov (2.), 2:0 Alajbegovic (19.), 3:0 Stepanov (38.), 4:0 Stepanov (67.)
Gelbe Karte: Alajbegovic
Schiedsrichter: Niklas Erkeling (Hamm)
Zuschauer: 160 im Ulrich-Haberland-Stadion

Bayer 04 Leverkusen ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens von Teilen seines Anhangs während der Bundesliga-Auftaktpartie bei der SV 07 Elversberg sowie im Rahmen des Heimspiels gegen den 1. FC Union Berlin zu Geldstrafen von insgesamt 12.000 Euro verurteilt worden. Bis zu 4.800 Euro der Summe kann der Werksklub für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen aufwenden.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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Besondere Gäste im Rahmen einer besonderen Maßnahme: Der Nachwuchsbereich von Bayer 04 begrüßte Anfang der Woche ein U17-Auswahlteam der J.LEAGUE, der höchsten japanischen Fußball-Liga. Neben den Spielern sowie dem Trainerteam und Staff reiste auch der frühere Werkself-Cheftrainer Roger Schmidt, heute Global Sports Director der J.LEAGUE, nach Leverkusen. Vor Ort standen unter anderem ein gemeinsames Training mit sowie ein Testspiel gegen die U17 von Bayer 04 auf dem Programm.
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