
Während sich die ersten beiden Module (in Rumänien und online) auf altersgerechte und strukturierte Trainingseinheiten, Kinderschutz und Lernspiele fokussierten, lag der thematische Schwerpunkt dieses dritten Moduls auf der Gestaltung eines inklusiven Fußballs: Die FCSA-Instruktorinnen und -Instruktoren lehrten die Young Coaches, wie sie durch spezifische Trainingsmethoden Übungen und Spiele an verschiedene Fähigkeitsniveaus anpassen und dadurch alle Kinder, auch Kinder mit einer Behinderung, in ihre Aktivitäten integrieren können.
Das neu erlernte Wissen konnten die Young Coaches dann auch direkt mit 20 Kindern mit einer Behinderung in einem „Fußball-Festival“ sowie in einem Turnier für 100 Kinder aus Warschau anwenden. Zudem erhielten die Young Coaches neben einem Erste-Hilfe-Kurs auch ein „Psychological First Aid“-Training in Zusammenarbeit mit der Olympic Refuge Foundation. Sie lernten, wie sie traumatisierten Kindern psychologische Erste Hilfe leisten und den Sport zur Förderung ihrer eigenen, wie auch der mentalen Gesundheit der Kinder nutzen können.




Thorsten Judt, FCSA-Instruktor von Bayer 04, sagte nach den Tagen in Warschau: „Wir haben hier 34 Young Coaches aus vier verschiedenen Ländern. Es ist beeindruckend, wie viele Sprachen und Nationalitäten aufeinandertreffen. Trotzdem ist unsere Gruppe sehr zusammengewachsen und man spürt eine Power und gegenseitige Unterstützung, die alle sprachlichen Barrieren überwindet. Ich lerne bei jedem Projekt dazu, vor allem, wenn ich die bewegenden Geschichten und Hintergründe der Young Coaches höre – ihre Erfahrungen in der Ukraine und in anderen Ländern, wo sie teilweise ihre Familien zurücklassen mussten. Diese Geschichten berühren mich und zeigen mir die Bedeutung dieser Projekte auf.“
Das dritte Modul der Young Coaches-Ausbildung wurde von der Scort Foundation und den FCSA-Klubs in enger Zusammenarbeit mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und dem lokalen Implementierungspartner der Legia Foundation durchgeführt und von der Fondation Botnar unterstützt.
Zur Situation in der Ukraine:
Der Krieg in der Ukraine hat zur Vertreibung von rund einem Drittel der ukrainischen Gesamtbevölkerung geführt – sowohl über internationale Grenzen hinweg als auch innerhalb des Landes. Knapp 90% der Schutzsuchenden sind Frauen und Kinder, da ein Großteil der Männer an das Kriegsrecht gebunden ist und das Land nicht verlassen können. Besonders Kinder leiden unter den Folgen des Krieges: Sie werden aus ihren gewohnten Strukturen gerissen und oft von ihren Familienangehörigen getrennt. Dies hinterlässt nicht nur tiefe emotionale Wunden, sondern macht sie auch anfällig für Kinderhandel, sexueller Ausbeutung und Missbrauch.

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