
„Ich freue mich sehr für Pukki (Wieder, Anm. d. Red.), die hart daran gearbeitet hat, sich zurückzukämpfen. Dass sie das Tor schießt, ist sehr schön“, sagte Robert de Pauw. Weniger glücklich war der Leverkusener Cheftrainer mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit zu selten die richtigen Lösungen gefunden, obwohl Leipzig nicht immer kompakt stand“, sagte er: „In der zweiten Hälfte hatten wir mehr Spielkontrolle, RB hat direkt die erste Chance genutzt. Kompliment an meine Spielerinnen, dass sie wie schon in Frankfurt wie eine Mannschaft gekämpft haben. Das sagt viel über den Teamgeist aus.“
Nach dem spät erkämpften 2:2 bei Eintracht Frankfurt hatte de Pauw erneut keine Wechsel in seiner Anfangsformation vorgenommen. Seine Mannschaft war in den ersten Minuten besonders in der Defensive gefordert. Die Leipzigerinnen liefen ihre Gegenspielerinnen früh an, nach einer ersten Ecke klärte Torhüterin Friederike Repohl sicher mit der Faust (4.). Vier Minuten später war sie vor der heranstürmenden Lydia Andrade erneut zur Stelle.
Auf der Gegenseite spielte sich die Werkself nach und nach etwas mehr in der Hälfte der Gäste fest, zwingende Torchancen sprangen dabei aber vorerst nicht heraus. Nach einer Ecke kam schließlich Emilie Bragstad an den Ball, wurde bei ihrem Abschluss aber von mehreren Gegenspielerinnen geblockt (19.). Die RB-Defensive blieb auch danach gut sortiert und ließ kaum gefährliche Aktionen zu.
Die bis dato größte Möglichkeit zur Führung gehörte den Gästen: Marlene Müller behauptete im Strafraum den Ball und legte auf Lydia Andrade ab. Deren Schuss klärte Bragstad für ihre bereits geschlagene Torhüterin auf der Linie (29.). Der Nachschuss von Korina Janez landete am Außennetz. Die Leverkusenerinnen erzeugten meist nur bei Standards Gefahr, sodass es mit dem leistungsgerechten 0:0 in die Kabine ging.




Die Bayer 04-Frauen kamen mit Schwung aus der Pause. Über die Außenbahnen spielte sich das Team von de Pauw immer wieder mit Tempo vor das Tor, die Flanken fanden allerdings vorerst keine Abnehmerinnen. Immer wieder setzten die kompakt stehenden Leipzigerinnen kleine Nadelstiche, sodass auch die Leverkusener Abwehr ständig gefordert war.
De Pauw reagierte nach 65 Minuten mit dem ersten Wechsel der Partie. Für Nikola Karczewska kam an ihrem 17. Geburtstag Estrella Merino Gonzalez neu ins Spiel. Schwarz-Rot kontrollierte nun zunehmend das Spielgeschehen, musste aber weiterhin viel Geduld beweisen. Zur Stärkung der Offensive wechselte der Bayer 04-Coach auch Amira Arfaoui und Wieder ein. Ein Sonntagsschuss von Vanessa Fudalla aus der Distanz brachte die Gäste kurz vor Beginn der Schlussphase in Führung. Der Ball senkte sich über Repohl hinweg ins Tor (78.).
Als die Leverkusenerinnen bereits kurz vor der ersten Pleite nach sechs ungeschlagenen Ligaspielen in Folge standen, schlug Wieder sehenswert zu. Die erst Sekunden vorher gemeinsam mit Melissa Friedrich eingewechselte Cecilie Johansen spitzelte einen weiten Ball zu der Stürmerin, die mit dem Rücken zum Tor aus kurzer Distanz zum Fallrückzieher ansetzte - und traf (90.+3). Sekunden vor dem Abpfiff stand Merino Gonzalez am zweiten Pfosten frei, doch RB-Verteidigerin Frederike Kempe köpfte ihren Abschluss über die Latte. Damit blieb es beim 1:1.
Die Google Pixel Frauen-Bundesliga pausiert am kommenden Wochenende. Stattdessen reisen die Bayer 04-Frauen in den hohen Norden. Am Samstag, 25. November, geht es beim Zweitligisten Hamburger SV um den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Anstoß der Partie im Eimsbütteler Sportpark ist um 14 Uhr. Bayer 04 wird das DFB-Pokalspiel bei YouTube, auf Werkself-TV und in der Bayer 04-App live streamen. Das nächste Liga-Spiel folgt dann nach der Länderspielpause am Montag, 11. Dezember (Anstoß: 19.30 Uhr/live bei SPORT1, MagentaSport und DAZN), zum Abschluss des 9. Spieltags beim FC Bayern München.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl – Matysik, Bragstad, Turányi - Skinnes Hansen (90.+2 Johansen), Senß, Levels - Vilhjálmsdóttir (90.+2 Friedrich), Zdebel (74. Arfaoui) - Karczewska (65. Merino Gonzalez), Kögel (74. Wieder)
RB Leipzig: Herzog - Kempe, Räcke, Krug, Pollak (85. Croatto) - Fudalla (90.+2 Schaller), Hipp, Janez (65. Graf), Müller - Starke, Andrade (65. Spitzner)
Tore: 0:1 Fudalla (78.), 1:1 Wieder (90.+3)
Gelbe Karten: Matysik - Janez, Pollak
Schiedsrichterin: Anna-Lena Heidenreich (Bad Schwartau)
Zuschauer: 594 im Ulrich-Haberland-Stadion

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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