
„Wir haben unsere Pflichtaufgabe souverän gelöst, auch wenn wir es uns in beiden Halbzeiten phasenweise unnötig schwer gemacht haben. Dafür haben wir uns aber auch in vielen Situationen gut in den Strafraum kombiniert, nur beim finalen Pass hat uns die nötige Fortune gefehlt. Wir hatten eine Extra-Einheit zu Standards, die sich bezahlt gemacht hat“, sagte Pätzold: „Das 3:0 hätte gerne auch früher fallen können, danach war die Erleichterung groß. Gegenüber dem Jena-Spiel war es auf jeden Fall ein Fortschritt, weil wir dominanter aufgetreten sind. Wir haben mit der bisherigen Punkteausbeute ein historisches Momentum geschaffen und uns eine sehr gute Ausgangslage für die letzten beiden Hinrunden-Spiel erspielt.“
Pätzold hatte derselben Anfangsformation das Vertrauen geschenkt, die neun Tage zuvor das Derby beim 1. FC Köln 2:1 gewonnen hatte. Wegen seiner Gelb-Roten-Karte aus der Nachspielzeit dieser Partie musste der Coach das Heimspiel außerhalb des Innenraums verfolgen. Er sah einen Traumstart seines Teams: Nach einer Ecke von Loreen Bender konnte Turbine-Torhüterin Vanessa Fischer den Ball nicht entscheidend klären, Kögel lupfte per Kopf über Fischer hinweg zur frühen Führung ein (4.). Es war bereits ihr vierter Saisontreffer. Auch danach dominierte Schwarz-Rot die Partie nach Belieben, Potsdam stand tief, um den zweiten Gegentreffer zu verhindern. Bei einem Distanzschuss von Kögel fehlte nicht viel zum 2:0 (11.). Zwei Minuten später machte es Kramer besser. Nach einem Stockfehler der Gastgeberinnen im Aufbauspiel störte Bender entscheidend und lief alleine auf Fischer zu. Die mitgelaufene Kramer musste nur noch einschieben (13.).
Die erste defensive Unsicherheit aug der Gegenseite nutzte Potsdam unmittelbar danach beinahe zum Anschlusstreffer. Caroline Krawczyk drosch eine Direktabnahme im Sechzehner knapp über das Tor von Friederike Repohl (14.). Die Gastgeberinnen blieben das dominante Team, auch wenn den Potsdamerinnen nun mehr Entlastungsangriffe gelangen. Trotzdem gehörte die nächste Großchance wieder dem Favoriten: Nach einem schnellen Umschaltspiel schickte Kögel die doppelte Vorlagengeberin Bender steil - und die 19-Jährige scheiterte an einem starken Reflex von Fischer (28.). Bis zur Pause ergaben sich vor beiden Toren keine gefährlichen Situationen mehr, nur einmal musste Repohl bei einem Fernschuss von Kim Schneider eingreifen (45.).






Ohne personelle Wechsel bei der Werkself ging es in Durchgang zwei. Eine Kögel-Ecke fand den Kopf von Kramer, deren Abschluss geblockt wurde (52.). Kurz darauf tauschten die Bayer 04-Frauen dreifach: Für Shen Menglu, Bender und Caroline Kehrer kamen Estrella Merino Gonzalez, Karolina Lea Vilhjalmsdottir und Delice Boboy ins Spiel (59.). Zwei Minuten später stand es 3:0: Diesmal schlug Janou Levels eine Ecke von rechts, dort stand Turanyi goldrichtig und tunnelte Fischer mit ihrem Kopfball (62.).
Joker Vilhjalmsdottir fehlte wenig später nicht viel zu ihrem ersten Saisontreffer. Die Direktabnahme der Isländerin nach einer Hereingabe von Kögel klatschte von Fischers Hand an den Pfosten (67.). Anschließend hatte Innenverteidigerin Selina Ostermeier ebenfalls Feierabend, für sie kam Emilie Bragstad. Auch in dieser Phase dominierten die Leverkusenerinnen nach Belieben, die in dieser Bundesliga-Saison noch torlosen Gäste wurden über weite Strecken in die Defensive gedrängt.
In der Schlussphase passierte nicht mehr viel. Die Bayer 04-Frauen verwalteten ihren deutlichen Vorsprung ohne Mühe. Für die letzten Minuten brachten die Gastgeberinnen Juliette Vidal, dafür verließ Levels den Platz (81.). Über die Flügel erarbeitete sich die Werkself noch einige Gelegenheiten auf das 4:0, ein weiterer Treffer gelang bis zum Abpfiff aber nicht mehr.
Am kommenden Samstag reist die Werkself nach Sachsen. Dort steht am Sonntag, 17. November (Anstoß: 18.30 Uhr), die Partie bei RB Leipzig an. Kurz darauf folgt am Freitag, 22. November (18 Uhr), erneut im Ulrich-Haberland-Stadion das nächste Duell mit Potsdam, diesmal im Achtelfinale des DFB-Pokals. Tickets für die Partie gibt es HIER im Online-Ticketshop von Bayer 04.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl - Menglu (59. Merino Gonzalez), Ostermeier (67. Bragstad), Turanyi, Levels (81. Vidal) - Zdebel, Piljic - Bender (59. Vilhjalmsdottir), Kögel - Kramer, Kehrer (59. Boboy)
1. FFC Turbine Potsdam: Fischer - Schmid, Lüscher (34. Dommasch), Cramer, Kuznezov (77. Grosicka), Vianden - Hahn, Ito, Krawczyk - Schneider (46. Selimhodzic), Limani (59. Grincenco)
Tore: 1:0 Kögel (4.), 2:0 Kramer (13.), 3:0 Turanyi (62.)
Gelbe Karten: Kehrer - Cramer, Vianden
Schiedsrichterin: Selina Menzel (Stutensee)
Zuschauer: 633 im Ulrich-Haberland-Stadion

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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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