
„Die Tatsache, dass wir nicht mehr alles in der eigenen Hand haben, kann auch befreiend wirken“, sagt Pätzold: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass es jetzt darum geht, Rekorde zu brechen – bezogen auf Punkte, Siege, Tore, Zu-Null-Spiele. Der Anspruch bleibt hoch.“ Zwei dieser Marken, nämlich die Punkte (37) und Siege (elf) haben die Leverkusenerinnen bereits geknackt und können sie in Potsdam, gegen RB Leipzig und beim VfL Wolfsburg weiter ausbauen. Zum Tor-Rekord aus der Saison 2013/14 (44) fehlen noch elf Treffer, zum Rekord an Zu-Null-Spielen aus der Spielzeit 2022/23 (10) fehlen zwei Partien.
Noch wertvoller als all diese Marken wäre der nach wie vor mögliche Sprung auf Platz drei. Die Wolfsburgerinnen, bei denen die Bayer 04-Frauen am letzten Spieltag antreten, haben 42 Punkte auf dem Konto, Eintracht Frankfurt 41. „Jetzt können wir vorlegen und schauen, was das mit der Konkurrenz macht. Aber entscheidend ist, dass wir effektiver spielen und den nötigen Killerinstinkt zeigen“, sagt Pätzold: „Wir glauben daran, dass wir ein Tor machen, aus dem Spiel heraus oder per Standard. Wenn der Bann gebrochen ist, kann es ein deutliches Ergebnis werden. Aber wir nehmen auch ein 1:0.“






Potsdam, mit nur einem Zähler abgeschlagen Tabellenletzter, wäre derweil bereits am 20. Spieltag vorzeitig abgestiegen, sollte auch gegen die Werkself nicht der ersehnte erste Saisonsieg gelingen. „Sie werden sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, ähnlich wie es ihnen schon in vielen Spielen gelungen ist“, sagt der 45-Jährige: „Sie verteidigen kompakt und machen es dem Gegner damit schwer. Das haben wir in dieser Saison schon zweimal selbst erlebt.“ Beim 3:0-Sieg in der Hinrunde spielte seinem Team ein früher Treffer in die Karten, beim 1:0 im DFB-Pokal-Achtelfinale fiel der Siegtreffer spät. „Es gab nur sehr wenige Spiele, in denen sie wirklich untergegangen sind“, sagt Pätzold: „Selbst gegen Top-Teams haben sie lange mitgehalten. Sie werden alles daransetzen, nicht zuhause abzusteigen. Wir müssen mit 100 Prozent Mentalität und Fokus in die Partie gehen – und mit Respekt vor einer Mannschaft, die sich trotz vieler Rückschläge immer wieder aufgerafft hat.“
Bei diesem Vorhaben wird ihm Innenverteidigerin Lilla Turanyi nach überstandener Krankheit wieder zur Verfügung stehen. Die Innenverteidigerin kehrt in den Kader zurück. Fraglich ist dagegen der Einsatz von Ida Daedelow (angeschlagen). Vanessa Haim (Muskelverletzung), Paulina Bartz (krank), sowie die Langzeitverletzten Shen Menglu und Sofia Cava Marin (beide Kreuzbandriss) fallen aus. Fans, die die Leverkusenerinnen in Potsdam vor Ort unterstützen möchten, können HIER vorab ab 12,10 € oder am Spieltag an der Tageskasse Tickets erwerben.

Werkself-TV zeigt die TV-Highlights des 2:0-Siegs der Bayer 04-Frauen nach Verlängerung beim FC Viktoria Berlin in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2026/27.
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Im Gedenken an Peter Hermann, der am 19. September verstorben ist, blicken wir auf sein Wirken in Leverkusen in den vergangenen 50 Jahren zurück. Im Jahr 1976 wechselte der einstige Mittelfeldmann als Spieler zu Bayer 04 – und schrieb fortan Geschichte: Aufstiegsheld, erste Bundesliga-Einsätze, wichtige Treffer zum Klassenerhalt. 216 Spiele und 32 Tore stehen für ihn in acht Jahren Werkself zu Buche. Wöchentlich blicken wir in unserer fünfteiligen Serie „in memoriam Peter Hermann“ auf Karriere und Lebenswerk einer großen Persönlichkeit, eines besonderen Menschen. Peter bleibt unvergessen.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele der Werkself in der Saison 2026/27.
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