
Am vergangenen Samstag kehrten die Leverkusenerinnen aus ihrem Winter-Trainingslager bei milden Temperaturen an der portugiesischen Algarve zurück. „Der Wechsel aus Portugal zurück nach Deutschland ist gut gelungen, auch wenn wir krankheitsbedingt, durch muskuläre Probleme und Belastungssteuerung in jeder Einheit personelle Änderungen hatten“, sagt Pätzold: „Losgelöst davon war es eine sehr gute Trainingswoche. Wir sind froh, dass es wieder losgeht und wir zurück in den Spiel-Rhythmus finden können.“
Bei zu erwartenden Minusgraden im Stadion An der Alten Försterei gilt es nun, die Schwerpunkte der Vorbereitung in der Bundesliga erfolgreich umzusetzen. „Der Test gegen Servette (3:0, Anm. d. Red.) hat uns in vielen Bereichen, in denen Union stark ist, gefordert. Das war eine gute Generalprobe für Spieltempo, Intensität und Zweikampfhärte. Wir müssen vor allem das, was wir uns offensiv erarbeitet haben, auf den Platz bringen, um unsere Qualität in Zählbares ummünzen zu können“, sagt Pätzold: „Wir wollen aus unseren Spielanteilen, dem Ballbesitz und der Anzahl an Situationen im letzten Drittel noch mehr Tore erzielen und dafür sorgen, dass wir weniger ausrechenbar sind.“






Die erste Chance dazu bietet sich beim Aufsteiger aus der Hauptstadt, der als Tabellenneunter mit 15 Punkten aus den ersten 14 Spielen derzeit sieben Zähler hinter der Werkself rangiert. „Union hat in der Hinrunde gezeigt, dass sie vor allem zu Hause dominant auftreten und für Überraschungen sorgen können“, sagt der Trainer: „Das Hinspiel, das uns bis zum Schluss alles abverlangt hat, sollte Warnung genug sein.“ Im vergangenen September hatten sich die Bayer 04-Frauen im ersten Heimspiel der Saison einen 3:2-Sieg erkämpft. „Sie haben eine sehr physische, laufintensive Spielweise und vom Potenzial her in einigen Bereichen individuelle Spitzenklasse“, so Pätzold weiter: „Nach den Eindrücken ihrer letzten Heimspiele gehe ich davon aus, dass sie sich nicht verstecken werden.“ Nichtsdestotrotz ist die eigene Devise klar: „Wir gehen mit großem Respekt, aber auch selbstbewusst in die Partie und wollen uns einen Sieg erarbeiten.“
Ein erfolgreicher Auftakt in die zweite Saisonhälfte könnte der Werkself im Kampf um eine Top-Platzierung frischen Schwung verleihen. „Jede Mannschaft hat das Ziel, mit einem positiven Gefühl aus der Pause zu kommen“, sagt Pätzold: „Union kann auch für all die Aufgaben, die danach auf uns zukommen, ein guter Gradmesser sein.“
Auf welches Personal er am Freitagabend zurückgreifen kann, ist indes noch offen. „Es gibt einige krankheitsbedingte und muskuläre Fragezeichen, sodass sich die Zusammensetzung des Kaders erst nach der letzten Einheit entscheidet“, sagt der Trainer. Sicher fehlen werden Vanessa Haim, die wegen einer Muskel-Sehnen-Verletzung in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung steht, sowie weiterhin Torhüterin Charlotte Voll (Schultereckgelenkssprengung) und Shen Menglu (Aufbautraining nach Kreuzbandriss).
Wer die Werkself vor Ort unterstützen will, kann HIER Tickets für den Gäste-Block im Stadion An der Alten Försterei (Sektor 5) erwerben. Infos für Auswärtsfahrer gibt es HIER.

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