
„Es war eine rundum gelungene Generalprobe gegen die Top-Mannschaft aus der Schweiz“, sagte Pätzold: „Sie haben uns sehr gefordert und wir haben viele Dinge auf den Platz gebracht, die wir auch in den kommenden Wochen benötigen werden. Es war ein sehr aggressives und physisch anspruchsvolles Spiel. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir spielerisch absolut zu überzeugen gewusst. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel ein bisschen zerfahrener.“ An seinem Fazit zum Auftritt seines Teams änderte das nichts. „Es ist klar, dass am Ende an einem Trainingslager die Müdigkeit überwiegt. Deshalb hat es in der technischen Umsetzung ein bisschen gehapert“, so der Trainer: „Wir haben uns aber gegen eine Mannschaft, die in der zweiten Hälfte besser aufgekommen ist, gut gewehrt und wenig zugelassen. Insgesamt geht das Ergebnis auch in der Höhe vollkommen in Ordnung.“
Nach den intensiven Trainingslager-Tagen verzichtete der Coach zwecks Belastungssteuerung auf den Einsatz einiger Spielerinnen, die stattdessen individuell arbeiteten. Schon nach vier Minuten belohnte sich die Werkself für ihren agilen Start in die Partie. Estrella Merino Gonzalez flankte von rechts scharf in die Mitte, im Zentrum verpasste zunächst Ruby Grant den Ball, dafür verwertete Nationalspielerin Wamser flach an Torhüterin Enith Salon Marcuello vorbei zur Führung. Auch danach gestaltete die Werkself die Anfangsphase über weite Strecken selbst.
Folgerichtig fiel kurz darauf das 2:0. Erneut war Merino Gonzalez über rechts der Ausgangspunkt. Ihren Pass leitete Valentina Mädl auf Fudalla weiter, die nur noch einschieben musste (17.). Fünf Minuten später verhinderte Salon Marcuello nach einer Direktabnahme von Bender reaktionsschnell das 3:0. Auf der Gegenseite klärte Wamser einen Kopfball nach der ersten gefährlichen Ecke der Schweizerinnen auf der Linie (26.). Nach einer halben Stunde zeigte Schiedsrichter Nuno Jesus nach einer Klärungsaktion von Selina Ostermeier auf den Punkt. Kapitänin Friederike Repohl parierte den halbhoch nach rechts geschossenen Strafstoß von Magdalena Sobal stark. Bis zur Pause blieb es beim Zwei-Tore-Vorsprung.





Nach dem Seitenwechsel scheiterte zunächst die eingewechselte Maeva Salomon mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel an der Latte (51.), zwei Minuten später erhöhte Bender für die Leverkusenerinnen auf 3:0. Der flach geschossene Freistoß der Mittelfeldspielerin schlug mittig im Tor ein. Auch danach war der Bundesligist die spielbestimmende Mannschaft, die dem vierten Treffer noch näher war als die Schweizerinnen ihrem ersten.
Bei nun strömendem Regen passierte in der Schlussphase vor den beiden Strafräumen nicht mehr allzu viel. Ein Abschluss von Lumbardha Misni an die Latte war die letzte gefährliche Aktion von Servette (86.). So blieb es beim souveränen 3:0-Erfolg der Pätzold-Elf.
Mit dem Test gegen Servette endet das Trainingslager der Werkself in Portugal. Am Samstagvormittag fliegt die Mannschaft zurück in die Heimat, wo am Montag die letzte Trainingswoche vor dem Pflichtspiel-Start beginnt. Am Freitag, 23. Januar, treten die Bayer 04-Frauen ab 18.30 Uhr (live bei MagentaSport und DAZN) zum Auftakt des 15. Spieltags beim Aufsteiger 1. FC Union Berlin an. Acht Tage später folgt am Samstag, 31. Januar (12 Uhr, MagentaSport und DAZN) das erste Heimspiel des Jahres gegen den zweiten Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Tickets für die Partie gibt es HIER im Online-Shop von Bayer 04.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl - Merino Gonzalez, Wenger (61. Vidal), Ostermeier (31. Turanyi), Wamser (61. Mickenhagen) - Piljic (82. Lindner), Vidal (31. Friedrich) - Bender (61. Coskun), Grant - Mädl (82. Sinani), Fudalla (46. Wrigge)
Startelf Servette FCCF: Salon Marcuello - Simon, Gimenez, Felber, Bourma - Sergeanthuet, Nakkach - Simonsson, Tufo, Marinelli - Sobal
Tore: 1:0 Wamser (4.), 2:0 Fudalla (18.), 3:0 Bender (53.)
Besonderes Vorkommnis: Repohl pariert Foulelfmeter von Sobal (30.)
Schiedsrichter: Nuno Jesus

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