
„Der Punkt war das Maximum, was für uns drin war“, sagte Cheftrainer Robert de Pauw: „Uns hat von Beginn an die Genauigkeit im Passspiel gefehlt, dazu kamen nach der Pause zu viele technische Fehler. Der Gegner hat uns durch die vergebenen Chancen am Leben gelassen.“ Dementsprechend kritisch fiel das Fazit des Niederländers aus. „Das war unter unserem gewohnten Niveau und ist nicht unser Anspruch“, sagte er: „Jetzt müssen wir uns wieder auf das fokussieren, was in den vergangenen Wochen sehr gut lief.“
Im Vergleich zum 1:0-Sieg im Derby beim 1. FC Köln waren nach der Länderspielpause Kapitänin Elisa Senß, Nikola Karczewska und Lilla Turányi in die Startelf zurückgekehrt. Für das Trio mussten Estrella Merino Gonzalez, Eva van Deursen und Melissa Friedrich weichen. Beide Teams starteten bei strömendem Regen abwartend in die Partie. Das Geschehen spielte sich zunächst meist im Mittelfeld ab, Zweikämpfe statt Torchancen prägten die Partie.
Nach einer knappen halben Stunde erspielte sich Schwarz-Rot die bis dato größte Chance des Spiels: Rechtsaußen startete Synne Skinnes Hansen durch und lief frei auf das Tor zu. Ihren etwas zu mittigen Abschluss entschärfte SGS-Keeperin Sophia Winkler stark. Auf der Gegenseite musste kurz darauf auf Friederike Repohl erstmals entscheidend eingreifen. Die Torhüterin blieb beim Abschluss von Laureta Elmazi cool und verhinderte so den Rückstand.
Bayer 04 übernahm in der Folge mehr und mehr die Spielkontrolle und näherte sich immer häufiger dem gegnerischen Strafraum. Bis zum Seitenwechsel hielt die Essener Defensive aufmerksam dagegen und ließ weiterhin kaum Pässe in die Schnittstellen der Abwehr zu. Mit einem Schlenzer aus der zweiten Reihe sorgte Karólína Lea Vilhjálmsdóttir kurz vor der Pause noch einmal für Gefahr, Winkler war aber erneut zur Stelle.






Die Anfangsphase in in Halbzeit zwei gehörte Essen: Annalena Rieke traf mit einem wuchtigen Schuss die Latte (47.). Vier Minuten später sorgte von halblinks Ramona Maier im Strafraum für Gefahr. Die Gäste blieben am Drücker, Sylwia Matysik blockte im Sechzehner einen weiteren gefährlichen Schuss.
De Pauw reagierte mit einem Doppelwechsel. Für Kristin Kögel und Vilhjálmsdóttir kamen Merino Gonzalez und Paulina Bartz ins Spiel (60.). Die nächste Offensivaktion erspielte sich aber erneut die SGS: Innenverteidigerin Emilie Bragstad blockte gerade rechtzeitig Maier. Die Leverkusenerinnen befreiten sich nur langsam aus der Essener Drangphase. In Cecilie Johansen und Amira Arfaoui brachte der Coach zwei weitere frische Offensivkräfte, doch die zweikampfstarken Gäste blieben das aktivere Team. Zur Absicherung wechselte de Pauw in der Schlussphase auch noch Melissa Friedrich ein, die mithalf, das 0:0 zu verteidigen.
Als nächster Gegner wartet der Tabellendritte der vergangenen Spielzeit auf die Bayer 04-Frauen. Am Freitag, 10. November (Anstoß: 18.30 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) gastiert Schwarz-Rot bei Eintracht Frankfurt. Das nächste Heimspiel folgt eine Woche später am Samstag, 18. November (Anstoß: 14 Uhr) im Ulrich-Haberland-Stadion gegen Aufsteiger RB Leipzig.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl – Matysik, Bragstad, Turányi, Levels - Senß, Zdebel (82. Friedrich) - Skinnes Hansen (73. Johansen), Vilhjálmsdóttir (60. Bartz), Kögel (60. Merino Gonzalez) - Karczewska (73. Arfaoui)
SGS Essen: Winkler - Sterner, Meißner, Pucks, Ostermeier, Purtscheller (90.+2), Rieke, Kowalski, Piljic, Elmazi (77. Berentzen) - Maier (90.+2 Edwards)
Tore: keine
Gelbe Karten: Arfaoui / Elmazi, Pucks
Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer (Lübeck)
Zuschauer: 498 im Ulrich-Haberland-Stadion

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