
„Wir haben wenig Zeit dafür, uns mit Vergangenem zu beschäftigen“, sagt Pätzold mit Blick auf das 2:3 am vergangenen Montag gegen den Deutschen Meister. Nach der Analyse sei das Spiel auch emotional abgehakt. „Mit etwas mehr Abstand und nach dem Feedback, das wir aus unserem Umfeld bekommen haben, können wir stolz auf uns sein, auch wenn man das natürlich nicht hören will.“ Zwar stimmte wie schon beim 1:2 gegen den VfL Wolfsburg der Ertrag nicht, dennoch hält der Trainer fest. „Wir haben in beiden Heimspielen gezeigt, dass wir mit den besten Teams Deutschlands auf Augenhöhe sind. Jetzt gilt es, die Erwartungen, die wir an uns selbst haben, in den Spielen, die vor uns liegen, auf den Platz zu bringen.“
Nach sechs Punkten aus den ersten vier Spieltagen richtet Pätzold einen ersten Blick auf die Tabelle, wo Schwarz-Rot auf Platz acht rangiert. „Wenn man gegen egal wen Punkte liegen lässt, ergibt sich rein tabellarisch schon eine kleine Drucksituation. Wir müssen gegenüber den Mannschaften vor uns aufholen.“ Gleichzeitig habe die Saison bereits gezeigt, dass es einige überraschend enge Begegnungen und Punktverluste gebe. „Am Ende werden die Mannschaften oben stehen, die vor allem in den Duellen mit anderen Teams als Bayern oder Wolfsburg konstant punkten.“






Dem SC gelang zuletzt gegen Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 (3:0) der zweite Saisonsieg. „Wir können Freiburg mit gutem Positionsspiel und Risikomanagement unter Druck setzen, wollen unsere Angriffe konsequent zu Ende spielen und wenige Umschaltsituationen zulassen“, fordert Pätzold: „Auch von unserer Defensivarbeit am vergangenen Wochenende können wir viel Positives mitnehmen. In der Summe sollte dann ein Erfolg herausspringen.“
Eine wichtige Rolle könnte dabei erneut Paulina Tomasiak einnehmen. Die polnische Nationalspielerin erzielte in den vergangenen beiden Spielen drei Treffer, darunter ein Doppelpack gegen die Münchnerinnen. „Paulina ist eine große Teamplayerin mit hoher Lauf- und Einsatzbereitschaft und hat ein hohes Durchsetzungsvermögen in offensiven und defensiven Duellen“, sagt Pätzold: „Sie agiert sehr dynamisch, sprintstark, hat einen klasse Abschluss und einen großen Ehrgeiz.“ Zuletzt habe die 24-Jährige auch bewiesen, dass sie aus unterschiedlichen Situationen treffen kann. „Wir hoffen, dass sie dadurch noch mehr an Selbstbewusstsein gewinnt. Das hilft ihr enorm bei der Integration. Sie erfährt dabei aber eine große Unterstützung durch die Mannschaft und den Staff. Hoffentlich ernten wir gemeinsam als Team die Früchte davon.“
Im zentralen Mittelfeld kann Pätzold in Freiburg wieder auf Sofie Zdebel zurückgreifen. Die 22-Jährige kehrt nach ihrer abgesessenen Gelb-Rot-Sperre zurück. Carolin Simon und Valentina Mädl (muskuläre Verletzungen), Melissa Friedrich (angeschlagen) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) fehlen weiterhin. Auch Natasha Kowalski (krank) steht nicht zur Verfügung. Wer die Werkself vor Ort unterstützen möchte, erhält HIER Tickets für die Partie im Dreisamstadion.

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