
„Auf diesem Niveau werden Fehler eiskalt bestraft, das müssen wir als Learning mitnehmen. Wir hätten in der ersten Halbzeit in Führung gehen müssen und haben es über das gesamte Spiel hinweg in vergleichbaren Situationen nicht geschafft, unsere Chancen in mehr Tore umzumünzen“, sagte Pätzold: „Wir hatten auch nach dem 1:2 noch genügend Möglichkeiten, um zumindest zum Ausgleich zu kommen. Deshalb ist es sehr ärgerlich, dass sich die Mannschaft für den hohen Aufwand nicht zumindest mit einem Unentschieden belohnen konnte.“
Nach dem 2:0-Auftaktsieg bei RB Leipzig hatte der Coach zwei Veränderungen in seiner Startelf vorgenommen. Anstelle von Carlotta Wamser und Loreen Bender begannen Sommer-Zugang Paulina Platner (Startelf-Debüt) und Estrella Merino Gonzalez.
In der Anfangsphase neutralisierten sich beide Teams zunächst und mieden es, ins Risiko zu gehen. Die Werkself setzte auf frühes Pressing und gestattete den Wölfinnen offensiv kaum Räume. Bei einer Hereingabe von links durch Cora Zicai musste Rafaela Borggräfe im Leverkusener Tor erstmals zupacken (14.). Auf der Gegenseite sorgte ein Standard für Gefahr. Nach einer Ecke von Merino Gonzalez traf erst Marlene Müller per Volleyschuss die Latte, den Nachsetzer köpfte Lilla Turanyi knapp über das Tor (16.). Nur eine Minute später scheiterte Vanessa Fudalla an VfL-Torhüterin Stina Johannes. Im Gegenzug landete eine Flanke von Svenja Huth am linken Pfosten. Einem Fudalla-Distanzschuss fehlte wenig später die nötige Wucht (23.). Etwas überraschend stand es kurz darauf 0:1. Ella Peddemors tankte sich mit einem Solo-Lauf an Turanyi vorbei und traf an der chancenlosen Borggräfe vorbei ins linke Eck (24.).






Trotz des Rückstands blieben die Gastgeberinnen ruhig und arbeiteten am Ausgleich. Ähnliche Hochkaräter wie vor dem Führungstreffer gestattete der VfL der Werkself in dieser Phase aber nicht. Dafür verhinderte Borggräfe nach einem Ballverlust im Aufbauspiel im Eins-gegen-Eins gegen Zicai das 0:2 (41.). So ging es mit dem knappen Rückstand aus Leverkusener Sicht in die Kabinen.
Ein Standard bescherte der Werkself kurz nach dem Wiederanpfiff den verdienten Ausgleich. Eine Ecke von Kapitänin Carolin Simon landete von Platner verlängert bei Ostermeier, die den Ball aus kurzer Distanz ins Tor drosch (51.). Die Antwort der Wölfinnen ließ nicht lange warten. Zicai verschaffte sich im Sechzehner Platz und traf präzise ins lange Eck (59.). Pätzold reagierte mit einem Doppelwechsel. Für Fudalla und Simon kamen Paulina Tomasiak und Debütantin Justine Brandau in die Partie (62.).






Drei Minuten später verhinderten Borggräfe und Ostermeier im Verbund das 1:3. Erst bremste die Torhüterin Peddemors aus, dann klärte die Torschützin den Nachschuss auf der Linie. Kurz darauf war Borggräfe auch bei Zicais Distanzschuss auf dem Posten. Gleiches galt für den Abschluss der Offensivspielerin aus halblinker Position. Nach einem Kopfball von Camilla Küver war Borggräfe erneut aufmerksam (74.). Die Werkself wechselte erneut doppelt. In Lumbardha Misini (für Platner) kam eine weitere Debütanin, außerdem ersetzte Lobke Loonen Merino Gonzalez (75.). Drei Minuten später vergab die eingewechselte niederländische Stürmerin per Kopf die bis dato größte Gelegenheit auf den erneuten Ausgleich. In der Schlussphase rannte die Werkself weiter an, doch weil auch Müller kurz vor Schluss an Johannes scheiterte (88.), reichte es nicht mehr zum 2:2.
Weiter geht es für die Werkself am kommenden Freitag mit dem nächsten Auswärtsspiel. Um 18.30 Uhr (live bei MagentaSport und DAZN) eröffnet das Pätzold-Team bei der TSG Hoffenheim den 3. Spieltag.
Die Statistik:
Bayer 04: Borggräfe - Merino Gonzalez, Turanyi, Ostermeier, Simon (62. Brandau) - Platner (75. Misini), Zdebel - Müller, Fudalla (62. Tomasiak) - Kramer, Sternad (85. Mädl)
VfL Wolfsburg: Johannes - Bjelde, Kleinherne (60. Carleer), Küver, Linder (76. Bogaert) - Minge - Huth, Arasniewicz (76. Bogaert), Peddemors, Zicai (85. Zicai) - Kerim-Lindland (60. Prasnikar)
Tore: 0:1 Peddemors (24.), 1:1 Ostermeier (51.), 1:2 Zicai (59.)
Gelbe Karten: Pätzold, Misini, Bade (Torwarttrainer)
Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer (Viechtach)
Zuschauer: 1.184 im Ulrich-Haberland-Stadion

Werkself-TV zeigt die TV-Highlights der 1:2-Niederlage der Bayer 04-Frauen gegen den VfL Wolfsburg am 2. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2026/27.

Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele der Werkself in der Saison 2026/27.
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Bei der 2:3-Niederlage gegen Bundesliga-Aufsteiger SV 07 Elversberg fand die Werkself erst in der Schlussphase den Weg ins Tor und hätte mit ein wenig Fortune noch den Ausgleich erzielen können. „Heute war unser Spiel besonders in den Basics nicht gut genug“, bilanzierte Cheftrainer Carles Martínez. Wie er will aber auch Ibrahim Maza aus der Partie lernen und nach vorne blicken: „Nächste Woche soll man von der ersten Minute an sehen, dass wir es mehr wollen als der Gegner.“ Der Werkself Nachdreher zur Bundesliga-Premiere 2026/27.
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Nach dem 2:3 bei der SV 07 Elversberg zum Start in die neue Bundesligasaison äußerten sich Mark Flekken und Ibrahim Maza am Mikrofon von Werkself-TV...
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