
Für Pätzold und seine Mannschaft gilt es, einen gesunden Mix aus Vorfreude auf die Kulisse und sportlichem Fokus zu finden. „Wir sind alle sehr neugierig und gespannt, haben uns aber in der kurzen Trainingswoche mehr inhaltlich mit dem Gegner als mit der Kulisse beschäftigt“, sagt der Coach: „Es ist ein besonderes Spiel. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Spielerinnen abgelenkt sind, sie wirken sehr fokussiert. Wir machen das Thema nicht zu groß, auch wenn es emotional und cool ist, vor so einer Kulisse Fußball zu spielen. Noch schöner ist es vor allem dann, wenn wir als Sieger vom Platz gehen sollten.“
Nervosität erwartet der 45-Jährige weder von seiner Mannschaft noch von den Bremerinnen, die zuletzt drei Niederlagen in Folge kassierten. „Ich glaube nicht, dass der tabellarische Druck so groß ist“, so Pätzold: „Deshalb sollten alle den Spieltag und die Kulisse genießen, Werbung für den Frauenfußball machen und dafür sorgen, dass viele derjenigen, die sich zum ersten Mal ein Spiel live im Stadion anschauen, in Zukunft häufiger kommen werden.“ Gerade das ist ihm besonders wichtig, denn: „Die Spielerinnen verdienen mit ihrer Leistungsbereitschaft Woche für Woche diese Aufmerksamkeit.“





Sportlich taten die Leverkusenerinnen in den vergangenen Wochen dafür einiges. Mit 13 Punkten aus den ersten fünf Bundesliga-Spielen gelang ein Start nach Maß. „Das gibt uns viel Vertrauen in die eigene Stärke, auch psychisch mit Blick auf die unterschiedlichen Spielverläufe, die wir gemeistert haben“, sagt Pätzold: „Wir wissen, dass wir uns alles hart erarbeitet haben und dass es keinen Grund gibt, an irgendeiner Stelle weniger zu machen. Wir müssen viel investieren, um die Serie so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.“
Weniger erfolgreich liefen die vergangenen Partien bei Werder, wo in Amira Arfaoui, Caroline Siems, Juliane Wirtz und der derzeit verletzten Verena Wieder gleich vier ehemalige Werkself-Profis spielen. „Die Niederlagen waren gegen individuell starke Mannschaften, gegen die sie sich teuer verkauft und insgesamt wenig zugelassen haben. Sie haben sich etwas schwergetan, klare Chancen zu erspielen und sich aufs Konterspiel fokussiert“, analysiert der Bayer 04-Coach: „Sie haben einige Spielerinnen, die mit Tempo in die Tiefe gehen können und haben auf diese Art und Weise schon einige Punkte geholt.“ Mit vier Zählern ist der SVW aktuell Tabellenneunter, während die Werkself auf Platz drei rangiert.
Synne Skinnes Hansen wird wegen eines beim 1:0-Heimsieg gegen Jena erlittenen Teilsehnenrisses im Oberschenkel in den kommenden Wochen fehlen. „Jeder Ausfall schmerzt uns“, betont Pätzold: „Aber wir haben es gegen Jena auch in der zweiten Halbzeit mit Janou Levels rechts und Juliette Vidal links gut gemacht. Wir haben verschiedene Möglichkeiten und an unserer Herangehensweise und den Spielprinzipien wird sich nichts ändern.“ Auch Loreen Bender (Schambeinreizung), Melissa Friedrich (Aufbautraining) und Paulina Bartz (krank) fallen weiterhin aus.
Für Kurzentschlossene, die die Bayer 04-Frauen beim Highlight-Spiel im Weserstadion vor Ort unterstützten möchten, gibt es HIER oder an der Tageskasse Karten, für Gäste-Fans ist Block 20 vorgesehen. HIER geht’s zu den Fanhinweisen. Die beiden kostenpflichtigen Streaming-Anbieter MagentaSport und DAZN übertragen die Partie live.

Erster Härtetest für das älteste Leverkusener Nachwuchs-Team: Beim Indeland-U19-Elite-Cup in Eschweiler trifft die U19 in ihren ersten Partien unter Neu-Chefcoach Patrick Greveraars gleich auf die besten Junioren-Teams der Region. Den ersten Test absolviert auch die U17 gegen den VfL Wolfsburg. Und an den neu eröffneten Future-Kids-Standorten Büderich und Wuppertal feiern die jüngsten Bayer 04-Kicker Premiere. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Bayer 04 Leverkusen wegen des Abbrennens pyrotechnischer Gegenstände durch Zuschauer bei insgesamt fünf Pflichtspielen mit einer Geldstrafe in Höhe von 185.000 Euro belegt. Betroffen sind vier Bundesliga-Partien sowie das DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern München. Die höchste Einzelstrafe entfällt auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln Ende April.
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Mit großen Ambitionen wechselt Mittelfeldspielerin Lumbardha Misini vom Schweizer Meister Servette FCCF zur Werkself. In ihrem ersten Interview in Leverkusen spricht die 23-Jährige unter anderem über ihre Sprachkenntnisse, die Ziele mit ihrem neuen Klub und erklärt, warum sie sich ausgerechnet für Bayer 04 entschieden hat.
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Verstärkung für das zentrale Mittelfeld der Bayer 04-Frauen: Vom Schweizer Meister Servette FCCF wechselt die kosovarische Nationalspielerin Lumbardha Misini zur Werkself. Die 23-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.
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