
„Am Anfang haben wir Wolfsburg mit unserer defensiven Ordnung Schwierigkeiten bereitet“, sagte Cheftrainer Robert de Pauw im Nachgang. „Als Spitzenmannschaft haben sie dann aber sofort den ersten Fehler bestraft. Nach dem zweiten Treffer haben wir Wolfsburg mehr Räume gelassen. Das Ergebnis geht in Ordnung.“ In den offensiven Aktionen der Leverkusenerinnen mangelte es an der nötigen Präzision. „Wir haben einige Umschaltmomente nicht gut ausgespielt“, so der Niederländer. „Da war mehr drin. Daran müssen wir arbeiten, um erfolgreich zu sein. Die Qualität dafür haben wir, es ist eine Frage der Zeit.“
Gegenüber dem 3:0-Sieg in der 2. Runde des DFB-Pokals beim SV Meppen hatte de Pauw sein Team auf zwei Positionen verändert. Im Tor ersetzte Friederike Repohl nach ihrer überstandenen Finger-Verletzung Charlotte Voll, im Sturm stand anstelle von Paulina Bartz erstmals Estrella Merino Gonzalez in der Startelf.
Die Bayer 04-Frauen standen von Beginn an kompakt und ließen die gefährliche Wölfinnen-Offensive zunächst kaum zur Entfaltung kommen. Die Gastgeberinnen wiederum bemühten sich um Sicherheit im Aufbauspiel und setzten erste offensive Akzente: Eine Direktabnahme von Lena Oberdorf landete aber weit neben dem Tor von Repohl (12.).






Kurz darauf ging es dann aus Leverkusener Sicht zu schnell: Nach einem präzisen Steilpass bediente Alexandra Popp am Fünfmeterraum die freistehende Oberdorf, die nur noch zur Führung einschieben musste (15.). Danach bemühten sich die Gäste um Entlastung, doch die Wölfinnen schlugen erneut eiskalt zu: Ein Freistoß von Felicitas Rauch fand den Kopf von Lena Lattwein, die zum 2:0 einnickte (21.). Drei Minuten später vergab Ewa Pajor die Chance auf den dritten Wolfsburger Treffer.
Auf der Gegenseite gab es für die Bayer 04-Frauen weiterhin kaum ein Durchkommen. Die VfL-Viererkette vor Torhüterin Merle Frohms ließ den Ball laufen – und erstickte die gegnerischen Angriffsbemühungen meist im Keim. Gegen Ende der ersten Hälfte fanden Kapitänin Elisa Senß und Co. dann mehr und mehr Stabilität im Spielaufbau. Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte jedoch wieder der VfL: Einen strammen Schuss von Jule Brand parierte Repohl zwar noch spektakulär im Fallen, doch im Nachsetzen war Sveindis Jonsdottir zur Stelle und staubte zum 3:0 ab (48.).

Die Wölfinnen verwalteten ihre Führung fortan geschickt, de Pauw brachte erst Synne Skinnes Hansen und Nikola Karczewska, dann Eva van Deursen und Amira Arfaoui, um für neue Impulse zu sorgen. Für Torgefahr sorgten aber weiterhin vor allem die Gastgeberinnen: Pajor und Lynn Wilms scheiterten an Repohl, in der Nachspielzeit verpasste dann die eingewechselte Svenja Huth mit einem Fallrückzieher an den Innenpfosten knapp den Schlusspunkt.
In der anstehenden Länderspielpause treffen die Leverkusenerinnen am Freitag, 22. September (Anstoß: 15.30 Uhr), in einem Testspiel am Leistungszentrum Kurtekotten auf den Zweitligisten Borussia Mönchengladbach. Danach geht es mit dem ersten Bundesliga-Heimspiel weiter. Am Samstag, 30. September, empfängt der Tabellenfünfte der vergangenen Saison den Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Anstoß der Partie im Ulrich-Haberland-Stadion ist um 12 Uhr.
Die Statistik:
Wolfsburg: Frohms – Wilms, Hendrich, Janssen, Rauch (66. Hegering) – Lattwein – Oberdorf (66. Hagel), Brand (59. Huth) – Jonsdottir (59. Endemann), Popp (78. Kalma), Pajor.
Bayer 04: Repohl – Matysik, Bragstad, Turányi, Levels – Senß, Zdebel – Johansen (65. Skinnes Hansen), Vilhjálmsdóttir (70. van Deursen), Kögel (70. Arfaoui)– Merino Gonzalez (65. Karczewska)
Tore: 1:0 Oberdorf (15.), 2:0 Lattwein (21.), 3:0 Jonsdottir (48.)
Gelbe Karten: Bragstad, Arfaoui
Schiedsrichterin: Angelika Söder (Nürnberg)
Zuschauer: 3.728 im AOK Stadion

Auch in der letzten Länderspielphase des Kalenderjahres gehen wieder mehrere Werkself-Profis für ihre jeweiligen Nationalteams an den Start. Die Übersicht zu den Leverkusener Länderspiel-Fahrern und ihren Spielterminen, die fortlaufend aktualisiert wird.
Mehr zeigen
Die Bundesliga hat die Spieltage 12 bis 18 der Saison 2026/27 zeitgenau angesetzt. Die Termine im Überblick.
Mehr zeigen
Ohne ihn hätte Bayer 04 im Jahr 1988 möglicherweise nicht den UEFA-Cup gewonnen: Falko Götz traf für die Werkself im Final-Rückspiel gegen Espanyol Barcelona mit einem Flugkopfball zum zwischenzeitlichen 2:0. Der Rest ist schwarz-rote Fußball-Geschichte. In unserer Interview-Reihe anlässlich „40 Years Across Europe“ spricht der heute 64-Jährige über das Highlight seiner Leverkusener Zeit und erinnert sich an ein unfertiges Stadion sowie an besondere Partien. Und er hat einen wichtigen Appell an alle Fans der Werkself...
Mehr zeigen
Olympique Marseille kommt in der Ligue 1 immer besser in Fahrt. Der neunmalige französische Meister hat sich nach einem durchwachsenen Saisonstart zurückgekämpft und zuletzt vier Siege in Folge eingefahren. In der UEFA Europa League hingegen steht OM noch ohne Punkte da. Am Donnerstag, 5. November (Anstoß: 21 Uhr/live bei Sky, RTL, WOW und im Werkself-Radio), wollen die Marseillais das in der BayArena ändern. Der Gegner-Check.
Mehr zeigen