„Geduld und ein gutes Positionsspiel“: Frauen empfangen starken Aufsteiger Nürnberg

Auf den emotionalen Last-Minute-Sieg in Unterzahl beim 1. FC Union Berlin folgt für die Bayer 04-Frauen das nächste Duell mit einem Aufsteiger: Am Samstag, 31. Januar (12 Uhr), empfängt die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold im ersten Heimspiel des neuen Jahres den 1. FC Nürnberg im Ulrich-Haberland-Stadion. In ihrer zweiten Bundesligasaison überzeugen die Fränkinnen und sammelten an den ersten 15 Spieltagen 16 Punkte.
Melissa Friedrich und Co.

Für die Werkself bedeutete der 2:1-Sieg bei Union Berlin am vergangenen Freitag weit mehr als nur drei Punkte. Trotz insgesamt zehn Ausfällen im Vorfeld und obendrein noch nach der Gelb-Roten Karte für Ruby Grant fast eine halbe Stunde lang zu zehnt drehten die Leverkusenerinnen einen Rückstand. „Es war sehr wichtig, nach der Pause mit einem positiven Erlebnis zu starten. Das gibt uns Antrieb, Motivation und Selbstbewusstsein, gerade mit Blick auf die personelle Situation vor dem Spiel“, so Pätzold: „Nach dem Spielverlauf ist der Sieg umso höher einzuschätzen. Wir haben eine riesige Energieleistung gezeigt, waren trotz Unterzahl im Pressing mutig, haben vorne attackiert und den Gegner vor Probleme gestellt.“ Gerade mit Blick auf die mentale Stärke seines Teams machte ihm der Auftritt in Köpenick Mut. „Wir können stolz sein, den Umständen so getrotzt zu haben“, sagt der Trainer.

Grant und Wamser fehlen gesperrt

Durch die Sperren von Grant und der deutschen Nationalspielerin Carlotta Wamser (5. Gelbe Karte) verschärft sich die personelle Lage vor dem Heimspiel gegen Nürnberg zusätzlich. Sofie Zdebel, Ida Daedelow, Amy Wrigge (alle krank), Vanessa Haim (Muskel-Sehnen-Verletzung), Charlotte Voll (Schultereckgelenkssprengung) und Shen Menglu (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) fehlen weiterhin. Hinzu kommt Lilla Turanyi (krank). Offen sind die Einsätze der in Berlin fehlenden Friederike Repohl, Cornelia Kramer (beide nach muskulären Problemen), Loreen Bender, Valentina Mädl (nach Krankheit), die zumindest wieder ins Training zurückgekehrt sind.

Roberto Pätzold

Die Gäste aus Bayern glänzen in dieser Spielzeit vor allem gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte immer wieder. „Sie haben ein sehr großes Laufpensum, sind defensiv geschlossen und stark im Umschalten“, sagt Pätzold: „Das haben wir im Hinspiel am eigenen Leib erfahren. Sie machen die Räume eng, sind sehr leidenschaftlich in der Defensive und haben insgesamt sogar mehr Punkte als Union.“ Nichtsdestotrotz glaubt der Coach an sein Team. „Das Hinspiel hat gezeigt, dass wir uns einige Chancen erspielen können. Wir haben durch viele Spiele gegen tiefstehende Gegner Erfahrung und Qualität hinzugewonnen. Wir brauchen Geduld und ein gutes Positionsspiel, müssen zielstrebig und mit hoher Frequenz die torgefährlichen Räume bespielen.“ Auch Standards, glaubt der 46-Jährige, können dabei zum Faktor werden. „Wir wollen uns mit aller Macht durchsetzen, um mit zwei positiven Ergebnissen in die direkten Duelle gegen Teams von oben hineinzugehen.“

Wer die Werkself am Samstagmittag im Stadion unterstützen will, kann HIER im Online-Shop oder am Spieltag ab 11 Uhr an der Tageskasse Tickets erwerben.

Das Werkself-Live zum Spieltag gibt es hier:

Werkself-Live #B04FCN

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