
Der erste Dreier ist eingeheimst, den zweiten peilen die Werkself-Frauen am Freitagabend an. Nach dem Auswärtssieg in Freiburg geht die Mannschaft mit Rückenwind in die kommende Partie. „Es ist gut, wenn man gleich das erste Spiel gewinnt, das gibt einen positiven Push“, so Feifel, der die Freude allerdings nicht überschwänglich werden lässt: „Eine positive Stimmung ist gut, aber wir müssen auf dem Boden bleiben. Wir können schließlich nicht behaupten, alles sei super gelaufen im ersten Spiel. Wir müssen die Dinge realistisch betrachten, einige Sachen haben gegen Freiburg noch nicht funktioniert, die müssen wir verbessern.“
Duisburg ist hingegen mit einem torlosen Unentschieden gegen den Aufsteiger SV Meppen in die Saison gestartet. In der vergangenen Saison waren die MSV-Frauen, die übrigens im Sommer den ehemaligen Bayer 04-Co-Trainer Nico Schneck (2017-2018 unter Heiko Herrlich) als Assistenten für Chefcoach Thomas Gerstner verpflichtet haben, ein direkter Konkurrent der Leverkusenerinnen im Kampf gegen den Abstieg. Im direkten Duell hatte der MSV 2019/20 die Nase vorn, konnte sich in Hin- und Rückspiel durchsetzen. Auch in der neuen Spielzeit rechnet Feifel mit unangenehmen Duisburgerinnen: „Der Gegner weist nahezu die gleichen Stärken auf, wie in der vergangenen Saison. Die Mannschaft ist in ihrer Konstellation größtenteils zusammengeblieben. Sie sind defensiv unangenehm, verteidigen gut und kompakt, haben eine körperbetonte Spielweise und Spielerinnen, die die Gegner in die Zweikämpfe zwingen wollen.“
Der Fußball-Lehrer fordert: „Wir selbst müssen auf unserem Niveau maximale Leistung bringen. Wir müssen in der Bundesliga alle Spiele und jeden Gegner als große Herausforderung sehen, nur so wird jedes Spiel für uns zu bestreiten sein.“
Aus personeller Sicht steht Bayer 04 bis auf eine Änderung der gleiche Kader wie in der vergangenen Woche zur Verfügung: Milena Nikolic ersetzt Barbara Reger im Aufgebot. Pauline Wimmer (Kreuzbandriss), Verena Wieder (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Sofie Zdebel, Joyce Prabel (beide Muskelverletzungen) und Nico Banecki (fehlt krankheitsbedingt) fallen darüber hinaus aus.
Die Partie findet ohne Zuschauer im Ulrich-Haberland-Stadion statt. Das Spiel können Bayer 04-Fans allerdings von zu Hause aus verfolgen: Eurosport überträgt ab 19 Uhr im Free-TV, zusätzlich ist die Begegnung über den Bezahl-Streamingdienst MagentaSport abrufbar.

Werkself-TV zeigt nach dem 3:3-Remis beim SC Freiburg im Rahmen des 25. Bundesliga-Spieltags die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Julian Schuster und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt das 3:3-Remis beim SC Freiburg im Rahmen des 25. Bundesliga-Spieltag re-live...

Ein sportlich dürftiger Auftritt, dafür aber ein lang ersehntes Comeback: Die Bayer 04-Frauen haben in der Länderspielpause eine überraschende Testspiel-Niederlage kassiert. Beim aufstrebenden Regionalligisten Borussia Dortmund verlor die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold am Samstagnachmittag 0:1 (0:1). Vor 452 Zuschauern im Stadion Rote Erde ließ die Werkself vor allem offensiv vieles vermissen. Die schönste Nachricht des Tages war das Comeback von Shen Menglu, die nach fast einem Jahr verletzungsbedingter Pause wieder auf dem Rasen stand.
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Am 5. Spieltag in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga erkämpfte sich die U19 von Bayer 04 ein 1:1 beim Nachwuchs des 1. FC Union Berlin. Die Gastgeber waren in der 80. Minute in Führung gegangen. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Leverkusener bereits in Unterzahl, weil Ben Hawighorst die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Die dezimierten Gäste kamen aber in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch den kurz zuvor eingewechselten Andrii Hamzyk noch zum verdienten 1:1-Ausgleich.
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Durch die Niederlage bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende steht der SC Freiburg zwei Plätze und zehn Punkte hinter Bayer 04. So durchwachsen die Bilanz des Sport-Clubs in der Fremde ist, so stark präsentiert sich das Team von Trainer Julian Schuster zu Hause, wo sie 24 ihrer 33 Punkte holten. Ein möglicher Weg, um den SCF mit einem Auswärtssieg auf Abstand zu halten, könnte für die Leverkusener über die Lufthoheit führen: Kein Team ist so anfällig für Kopfball-Gegentore wie die Breisgauer – und bei der Werkself wissen einige, wie man das ausnutzen könnte. Die Kurzpässe.
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