Frauen: Marti und Schweiz nach Rekordsieg in WM-Playoffs

Gleich fünf Spielerinnen der Bayer 04-Frauen waren in den vergangenen Tagen auf Länderspielreise. Sie alle bestritten mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften die letzten Gruppenspiele in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland. Eine Akteurin aus dem schwarz-roten Quintett sicherte sich mit ihren Teamkolleginnen die Teilnahme an den Playoffs.
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Lara Marti und die Schweiz ließen sich im Endspurt der Qualifikation ihren zweiten Rang der Gruppe G nicht mehr nehmen, auf einen 2:0-Erfolg gegen Kroatien ließ die Nati einen 15:0-Sieg gegen Moldawien folgen – ihren Rekordsieg in einer WM-Qualifikation. Die Leverkusener Defensivspielerin, die in diesem Sommer auch im EM-Aufgebot gestanden hatte, kam dieses Mal nicht zum Einsatz.

Da der Spitzenreiter Italien im Fernduell um die direkte Teilnahme an der WM-Endrunde nichts anbrennen ließ und zum Abschluss Rumänien mit 2:0 bezwang, müssen Marti und Co. nun den Umweg über die Play-offs gehen. Immerhin: Die Schweizerinnen genießen als bester Gruppenzweiter in der 1. Runde ein Freilos. Gewinnen sie danach ihr Duell am 11. Oktober, haben sie das WM-Ticket sicher, ohne einen weiteren Umweg über das interkontinentale Play-off im Februar in Neuseeland machen zu müssen.

Trio verpasst WM-Endrunde

Anders als Marti werden ihre Leverkusener Teamkolleginnen Sylwia Matysik (Polen) und Dina Blagojević (Serbien) nicht in Australien und Neuseeland antreten. Matysik und Co. siegten zum Abschluss der Qualifikation zwar jeweils gegen Albanien (2:1) und den Kosovo (7:0), über Rang drei der Gruppe F kamen die Polinnen aber nicht hinaus. Matysik absolvierte beide Begegnungen über die volle Distanz.

Die Serbinnen verpassten in der Gruppe H um Primus Deutschland ebenfalls knapp die Teilnahme an den Play-offs – sie blieben hinter dem Zweiten Portugal, da dem abschließenden 2:0-Sieg gegen Israel eine 1:2-Niederlage gegen die Portugiesinnen vorausgegangen war. Blagojević stand in beiden Partien auf dem Rasen.

Und auch Lilla Turányi wird nicht an der Endrunde teilnehmen. Die Ungarin und ihre Teamkolleginnen unterlagen dem ungeschlagen und ohne Gegentor gebliebenen Gruppensieger Spanien mit 0:3. Die Leverkusenerin stand 90 Minuten auf dem Platz. Das folgende Testspiel gegen Gibraltar (12:0) absolvierte Turányi ebenso über die volle Distanz, sie traf zudem zum zwischenzeitlichen 3:0.

Nikolić kehrt angeschlagen zurück

Beim abschließenden Qualifikationsspiel der Gruppe E zwischen Bosnien und Herzegowina und Aserbaidschan, das mit einem 1:1-Unentschieden endete, wirkte Milena Nikolić nicht mit. Die Stürmerin hatte sich im Lehrgang zuvor einen Anriss der Rektusssehne im Knie zugezogen und wird circa sechs Wochen pausieren müssen. Nikolić begann am vergangenen Freitag mit ihrer Reha in der Werkstatt in der BayArena. Zu früh werden dann vermutlich die Play-offs für die 30-Jährige kommen, für die sich Bosnien und Herzegowina als Tabellenzweiter der Gruppe E qualifiziert hat.

So funktioniert die Qualifikation für die Frauen-WM:

  • Die Sieger der neun Qualifikationsgruppen qualifizieren sich direkt für die Endrunde in Australien und Neuseeland, die vom 20. Juli bis 20. August 2023 ausgetragen wird.
  • Die Gruppenzweiten nehmen an den UEFA-Play-offs am 6. und 11. Oktober 2022 teil.
  • In den Play-offs werden die besten drei Gruppenzweiten der Qualifikation direkt für die zweite Runde gesetzt. Die sechs restlichen Gruppenzweiten bestreiten in der ersten Runde drei Play-offs mit nur einer Partie.
  • Die drei Sieger der ersten Runde und die drei Teams mit Freilos für die zweite Runde kommen dann in eine Auslosung. Die zweite Runde wird ebenfalls in nur einer Partie entschieden.
  • Die zwei Play-offs-Gewinner mit dem höchsten Ranking (basierend auf den Ergebnissen in der Qualifikation und der 2. Runde der Play-offs) qualifizieren sich für die Endrunde.
  • Der verbliebene Teilnehmer wird in den Play-offs gegen die Vertreter anderer Kontinentalverbände mitwirken, zwischen dem 17. und 23. Februar 2023 in Neuseeland.

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