
Unterschiedlicher könnten die Ansprüche derzeit kaum sein: Während beim Topteam aus Wolfsburg (Platz zwei) jeder Punkt im Kampf um die Deutsche Meisterschaft gebraucht wird, benötigen die elftplatzierten Werkself-Frauen dringend jeden Zähler, um das rettende Ufer der Allianz Frauen-Bundesliga zu erreichen.
Beherzter Auftritt in Jena macht Mut
Am vergangenen Sonntag zeigten die Leverkusenerinnen, wie es gehen kann: Beim USV Jena, direkter Konkurrent um den Klassenerhalt, gegen den Bayer 04 zum Hinrundenauftakt noch eine bitte 0:2-Niederlage hinnehmen musste, drückten, pressten und kämpften die Leverkusenerinnen bis zum Schluss mit riesiger Leidenschaft um die drei wichtigen Punkte. Den unglücklichen frühen Rückstand aus der 12. Minute glich Merle Barth schließlich verdientermaßen vom Strafstoßpunkt aus (76.).
Die Werkself-Frauen waren vor allem im zweiten Durchgang das klar bessere Team. Umso bitterer, dass trotz dieses enorm beherzten Auftritts am Ende nur ein 1:1-Unentschieden heraus sprang. „Wenn man sich das Spiel noch einmal anschaut, muss man sagen, dass wir auf jeden Fall der verdiente Sieger gewesen wären“, blickt Trainer Thomas Obliers zurück.
Obliers: „Aber es hilft nichts, meine Mannschaft hat einmal mehr ihren großartigen Charakter unter Beweis gestellt, und nur so können wir in unserer Situation erfolgreich sein. Gegen Wolfsburg wird ein Punkterfolg am Sonntag kein leichtes Unterfangen, aber wenn wir erneut alles reinhauen, was wir haben, muss man uns erstmal schlagen!“
Wölfinnen schon voll im Rhythmus
Wolfsburg ist 2017 bereits voll im Soll. Zunächst gewann der VfL das Nachholspiel gegen Jena vor zwei Wochen mit 2:1, eine Woche später folgte ein 4:1-Erfolg beim unbequemen SC Sand. Wölfe-Coach Ralf Kellermann: "Wir haben über weite Strecken ein klasse Spiel gemacht, viele gute Kombinationen gehabt und einen sehr guten Angriffsfußball gespielt. Das sind wichtige drei Punkte. Wir sind auf einem guten Weg und freuen uns, dass wir den zweiten Tabellenplatz etwas mehr gefestigt haben."
Personell wird Bayer 04-Cheftrainer Thomas Obliers gegen des Topteam wohl im großen und ganzen derselbe Kader wie in Jena zur Verfügung stehen. Francesca Weber (nach auskurierter Grippe), Annike Krahn (Trainingsrückstand) und Ana Cristina Oliveira Leite sind zudem wieder im Teamtraining. Beim VfL fehlt Star-Mittelfeldregisseurin Lena Goeßling (Reha nach Fuß-Op).


Bei Turnieren in gleich vier europäischen Ländern messen sich die Leverkusener Junioren-Teams von U17 bis U8 mit dem Nachwuchs der Top-Teams des Kontinents. Derweil bestreitet die U16 gegen den direkten Konkurrenten Borussia Dortmund ein wichtiges Ligaspiel. Ebenfalls in der Liga wollen die U16-Juniorinnen im Duell mit dem 1. FC Köln den Derbysieg nach Leverkusen holen. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Zum Ende der Saison 2025/26 kann auch bei einem besonderen Projekt im Bereich der Nachwuchs- und Gesundheitsförderung von Bayer 04 auf eine rundum gelungene Veranstaltungsserie zurückgeblickt werden: Mit dem jüngsten Termin ist „Werkself hautnah – gesund erleben“ für diese Spielzeit erfolgreich zu Ende gegangen.
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6. Platz in der Bundesliga, Halbfinale im DFB-Pokal und Achtelfinale in der UEFA Champions League: In allen Wettbewerben schoss die Werkself in der Saison 2025/26 zusammengerechnet 96 Tore. Martin Terrier wurde mit seinem Scorpion Kick im Derby gegen Köln zum „Goal of the Season“ nominiert. Alejandro Grimaldo machte seinem Status als einer der besten Freistoß-Schützen Europas einmal mehr alle Ehre und traf wettbewerbsübergreifend fünfmal per direktem Freistoß. Montrell Culbreath und Arthur feierten jeweils ihr erstes Bundesliga-Tor. Edmond Tapsoba gehört mit fünf Treffern zu den torgefährlichsten Verteidigern der Bundesliga. Und Patrik Schick bewies mit 22 Toren, unter anderem gegen Manchester City, RB Leipzig oder Benfica Lissabon, abermals, warum er zu den besten Stürmern zählt. Alle Tore von Bayer 04 in der Saison 2025/26...
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