
„Ich habe den Spielerinnen schon in der Halbzeit gesagt: Wenn man nach der Gier, der Zweikampfführung und nach dem, wie wir uns auf zweite Bälle stürzen, geht, dann könnte man denken, dass wir die Mannschaft sind, die um den Abstieg kämpft. Auch von der Einstellung her ein Riesen-Kompliment an die Mannschaft. Fußballerisch haben wir fast alles ans Tableau gebracht und richtig tolle Angriffe vorgetragen“, sagte Pätzold: „Vor allem im Vergleich zum Hinspiel hatten wir deutlich mehr Kontrolle. Wir wussten, um was es für beide Mannschaften geht. Eine richtige Großchance hatte Essen nicht. Wir haben das sehr, sehr souverän und reif heruntergespielt. Der Sieg ist auch in dieser Höhe absolut verdient. Jetzt fahren wir mit breiter Brust nach Leipzig.“ Besonders positiv fiel dem Trainer der lautstarke Gästeblock im Stadion an der Hafenstraße auf. „Die Unterstützung durch die mitgereisten Fans war heute brutal. Irgendwann hat man nur noch unseren Block gehört“, sagte er: „Ich glaube, wir haben ihnen auch einiges geboten, sodass es sich gelohnt hat, heute herzukommen. Es war ein rundum perfekter Nachmittag für Bayer 04.
Pätzold hatte auf die gleiche Startelf wie beim 4:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg gesetzt. Dafür gab es zwei neue Gesichter auf der Bank, die zuvor lange verletzungsbedingt gefehlt hatten: Kapitänin Friederike Repohl kehrte nach ihrem Anfang Februar erlittenen Innenband-Teilriss erstmals in den Kader zurück, Defensivspielerin Shen Menglu war erstmals seit dem 6:0 gegen den SV Werder Bremen im März 2025, als sie sich einen Kreuzbandriss zuzog, wieder Teil des Mannschaftsaufgebots.
Die Werkself legte einen Traumstart hin. Nach einem Eckball setzte Kögel erfolgreich nach und fand mit ihrer Flanke aus dem Halbfeld den Kopf von Bender, die im Zentrum per Kopf ihren fünften Saisontreffer erzielte (4.). Mit der Führung im Rücken dominierten die Gäste die Partie klar, neun Minuten später verpasste Bender nach einer Einzelaktion von Torjägerin Vanessa Fudalla aus spitzem Winkel im Duell mit Torhüterin Kim Sindermann das 2:0. Wiederum nur zwei Minuten danach setzte Fudalla selbst den Ball von halblinks nur knapp rechts neben den Pfosten.






Offensiv blieb auch in der Folge nur ein Team am Drücker. Nach einem Essener Querschläger lief Bender frei auf Sindermann zu und traf frei vor Sindermann das Außennetz (25.), anschließend setzte die 1:0-Torschützin einen Freistoß aus spitzem Winkel von links an den Pfosten (29.). Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 40. Minute, ehe Werkself-Keeperin Rafaela Borggräfe bei einem Konter-Abschluss von Jacqueline Meißner erstmals eingreifen musste. Im direkten Gegenzug belohnten sich die Bayer 04-Frauen für ihre Überlegenheit. Die SGS konnte einen langen Schlag im Fünfmeterraum nicht entscheidend klären, Kramer kam per Kopf an den Ball und Kögel nutzte die Verwirrung in der Defensive, um aus kurzer Distanz ins leere Tor einzuschieben (41.). Mit dem 2:0-Zwischenstand ging es in die Pause.
Die Essenerinnen wechselten zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich dreimal, an der Statik der Partie änderte das zunächst aber wenig. Die Leverkusenerinnen ließen es etwas ruhiger angehen, kontrollierten das Spielgeschehen aber dennoch mühelos. Für Aufsehen sorgten in dieser Phase vor allem die rund 100 mitgereisten Gäste-Fans, die ihr Team über die gesamten 90 Minuten hinweg lautstark unterstützten. Die Gäste gestatteten der abstiegsbedrohten SGS nun zwar einige Abschlüsse, Gefahr entstand daraus allerdings nicht. Stattdessen erhöhte die Werkself mit der ersten echten Chance in Halbzeit zwei auf 3:0. Sofie Zdebel fand mit einem Pass in die Schnittstelle der Abwehr die einlaufende Kögel, die vor Sindermann cool blieb und ihren ersten Doppelpack der Saison erzielte (68.). Direkt im Anschluss wechselte Pätzold erstmals, für Fudalla kam Vanessa Haim in die Partie.






Wenig später kamen auch Lilla Turanyi (für Claudia Wenger) und Ruby Grant (für Kögel) ins Spiel. Die Bayer 04-Frauen verwalteten ihren deutlichen Vorsprung, ohne ins letzte Risiko zu gehen, Essen kam auch in der Schlussphase offensiv nicht mehr entscheidend zur Geltung. Zehn Minuten vor dem Ende vergab die eingewechselte Haim nach Vorarbeit von Carlotta Wamser den vierten Treffer. Zwei Minuten vor dem Abpfiff kam auch Menglu aufs Feld und feierte damit ihr lang ersehntes Comeback nach mehr als einjähriger Verletzungspause. Direkt im Anschluss setzte Kramer den wunderschönen Schlusspunkt: Die dänische Nationalspielerin verwandelte einen Freistoß von halblinks ins rechte Kreuzeck (88.). Ihr zweiter Saisontreffer war gleichbedeutend mit dem 4:0-Endstand aus Sicht der Werkself.
In acht Tagen geht es für die Leverkusenerinnen mit dem nächsten und zugleich letzten Auswärtsspiel der Saison weiter. Zum Abschluss des 25. Spieltags ist die Pätzold-Mannschaft am Montag, 11. Mai (18 Uhr), bei RB Leipzig zu Gast.
Die Highlights:
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Die Statistik:
SGS Essen: Sindermann - L. Ostermeier, Debitzki (46. Bäcker), Fürst - Sterner (74. Berentzen), Platner (46. Terlinden), Kowalski, Flach - Meißner (46. Maier), Köpp, Touon (74. Potsi)
Bayer 04: Borggräfe - Merino Gonzalez, Wenger (74. Turanyi), S. Ostermeier, Wamser - Piljic (88. Shen), Zdebel - Bender (88. Mädl), Kögel (74. Grant)- Fudalla (69. Haim), Kramer
Tore: 0:1 Bender (4.), 0:2 Kögel (41.), 0:3 Kögel (68.), 0:4 Kramer (88.)
Gelbe Karte: Terlinden
Schiedsrichterin: Davina Lutz (Poppenhausen)
Zuschauer: 1614 im Stadion an der Hafenstraße

Niederlage im Verbandspokal: Die U17 von Bayer 04 hat das Halbfinale gegen den FC Hennef 05 mit 1:2 verloren. Max Wrobel brachte Schwarz-Rot kurz nach Spielbeginn in Führung (5.). In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit erzielten die Gäste kurz vor der Halbzeitpause den Ausgleich (39.) und im zweiten Abschnitt nach einem Konter den Siegtreffer (64.).
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