
„Wir haben heute einfach mal unsere Torchancen genutzt und man hat gespürt, für wen es hier noch um etwas geht und wer etwas erreichen will. Unterm Strich war das ein vollkommen verdienter Sieg. Wir haben mit dem dritten Sieg in Folge ein gutes Statement gesetzt und an die Offensivleistung aus dem Spiel in Hamburg angeknüpft“, sagte Pätzold: „Freiburg war zunächst sehr passiv. Wir haben sehr viel Energie auf den Platz gebracht, sehr viel investiert und sind folgerichtig auch in Führung gegangen. Wir hatten viele Balleroberungen und immer wieder Strafraum-Szenen und Abschlusssituationen. So ein tolles Traumtor in der Anfangsphase euphorisiert zusätzlich.“ Anschließend habe der Gegner seinem Team „komplett die Kontrolle überlassen und das haben wir gut genutzt“. Auch der Auftritt nach dem 3:0 stimmte ihn positiv. „In der zweiten Halbzeit waren wir nochmal deutlich kontrollierter, reifer und hatten die ein oder andere Möglichkeit, das Ergebnis höher zu gestalten“, so Pätzold: „Die Einwechselspielerinnen haben nochmal zusätzliche Energie gebracht.“
Im Vergleich zum 3:1-Sieg beim Hamburger SV hatte Pätzold eine Änderung in der Startelf vorgenommen. Statt Ruby Grant begann Kristin Kögel, die auch direkt die Kapitänsbinde übernahm. Da einige Spielerinnen angeschlagen fehlten, rückten Sana Coskun und Jana Lindner aus der U23 ins Aufgebot.
Mit dem ersten Abschluss der Partie stand es prompt 1:0 für die Gastgeberinnen. Nachdem der SC eine Ecke nicht entscheidend klären konnte, nahm Piljic Maß und schlenzte den Ball aus 17 Metern mit rechts unhaltbar für Keeperin Rebecca Adamczyk in den Winkel (4.) - bereits der vierte Saisontreffer für die Mittelfeldspieler. Genauso effizient ging es weiter. Vanessa Fudalla startete über links durch und gab den Ball flach in die Mitte herein. Dort stand Merino Gonzalez, die am vergangenen Montag ihren Vertrag bis 2028 verlängert hatte, am zweiten Pfosten goldrichtig und schob zum 2:0 ein (9.). Mit dem Vorsprung im Rücken dominierte die Werkself die Partie nach Belieben, die Gäste liefen zunächst nur hinterher. Beim dritten Torschuss war Adamczyk erstmals zur Stelle. Beim Abschluss von Kramer war die Keeperin reaktionsschnell in der Ecke (18.).






Auf der Gegenseite sorgte Luca Birkholz drei Minuten später mit einem Flachschuss erstmals für etwas Gefahr. Ungeachtet dessen hatte die Pätzold-Mannschaft die Partie in Halbzeit eins komplett im Griff. Der dritte Treffer resultierte aus einem Foulspiel. Adamczyk brachte die freistehende Wamser rustikal zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kramer sicher und erzielte damit ihr erstes Saisontor (38.). Kurz vor der Pause verhinderte die Freiburger Keeperin bei einem Kopfball der dänischen Nationalspielerin nach Fudalla-Ecke den Doppelpack. Und die Leverkusenerinnen drängten weiter auf den nächsten Treffer. Auch beim Distanzschuss von Kögel musste Adamczyk ernsthaft eingreifen. Mit dem aus Sicht der Werkself hochverdienten Drei-Tore-Vorsprung ging es in die Kabinen.
In Durchgang zwei gehörte dem SC in Person der eingewechselten Meret Felde der erste Abschluss. Die Ex-Freiburgerin Rafaela Borggräfe im Leverkusener Tor hatte damit allerdings keine Mühe (49.). Kurz darauf schlug die Werkself ein viertes Mal zu. Kramer bediente mit einer scharfen Flanke von rechts die mitgelaufene Wamser. SC-Verteidigerin Meret Felde versuchte vergeblich zu klären, doch die deutsche Nationalspielerin schob zum 4:0 ein (57.). Anschließend wechselte Pätzold doppelt. Grant und Vanessa Haim ersetzten Loreen Bender und Fudalla (61.).






Während es angesichts des klaren Zwischenstands beide Teams auf dem Rasen etwas ruhiger angehen ließen, nutzte der Leverkusener Coach zwei weitere Wechsel-Optionen. Für die beiden Torschützinnen Piljic und Kramer kamen Ida Daedelow und Julia Mickenhagen aufs Feld (73.). Trotz des Ehrentreffers durch Alena Bienz (85.) kurz vor Schluss brachten die beiden Eigengewächse gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen den deutlichen Heimsieg souverän über die Ziellinie.
Am kommenden Wochenende ist die Werkself bei der SGS Essen zu Gast. Die Partie des 24. Spieltags findet am Sonntag, 3. Mai (14 Uhr), im Stadion an der Hafenstraße statt. Tickets gibt es HIER.
Die Highlights:
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Die Statistik:
Bayer 04: Borggräfe - Merino Gonzalez, Wenger, Ostermeier, Wamser - Piljic (73. Daedelow), Zdebel - Bender (61. Grant), Kögel (89. Coskun) - Fudalla (61. Haim), Kramer (73. Mickenhagen)
SC Freiburg: Adamczyk - Stegemann (70. Schick), Axtmann (46. Sigurdardottir), Stierli, Karl - Schneider (46. Felde), Ojukwu - Kolb (70. Bienz), Vobian, Egli (57. Fölmli) - Birkholz
Tore: 1:0 Piljic (4.), 2:0 Merino Gonzalez (9.), 3:0 Kramer (38., Foulelfmeter), 4:0 Wamser (57.), 4:1 Bienz (85.)
Gelbe Karten: Bender - Schneider, Axtmann, Stegemann
Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff (Bochum)
Zuschauer: 719 im Ulrich-Haberland-Stadion

Im Rahmen des 11. Bundesliga-Spieltags 2026/27 gastiert Bayer 04 bei Borussia Dortmund. Die Partie steigt am Sonntag, 29. November (Anstoß: 19.30 Uhr), im SIGNAL IDUNA PARK. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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