
Roberto Pätzold über...
…seinen Eindruck vom Trainingslager: Die Woche hat uns einen großen Schritt weitergebracht. Wir hatten hier tolle Bedingungen und konnten uns viele Inhalte erarbeiten, von denen einige im Test gegen Wolfsburg direkt umgesetzt werden konnten. Gleichzeit waren es sehr anstrengende und lange Tage mit einigen Themen auch abseits des Platzes. Wir sind als Team zusammengewachsen und haben noch mehr übereinander erfahren. Durch die geringe Distanz zwischen Hotel und Trainingsplatz konnten wir sehr effizient arbeiten. Trotz der vollen Tage war genügend Zeit zum Regenerieren und Abschalten. Wir haben auf allen Ebenen, sei es Teambuilding, mentales Training, physisch, technisch und taktisch auf dem Platz sehr gut gearbeitet. Wir hatten einige Zuschauer, die teils sogar bei jedem Training zugeschaut haben, und einmal eine Mädchenmannschaft vor Ort, das hat uns sehr gefreut. Abgerundet wurde das Ganze durch ein Testspiel vor einer tollen Kulisse in einem traditionsreichen Stadion gegen einen hochwertigen Gegner.









…die Schwerpunkte im Training: Wir hatten vorher schon viel mannschaftstaktisch gearbeitet, was Pressing und offensive Spielanlage anbelangt. Defensiv lag der Fokus vor allem auf der Kommunikation. Im Test war zu sehen, dass wir noch Potenzial haben, nach Ballgewinn Umschaltsituationen zielstrebig, effektiv und erfolgreich auszuspielen. Auch physische Gesichtspunkte sind immer wichtig.
…seine Eindrücke von der Teamchemie: Wenn man 24 Stunden aufeinander ist, sieht man, wer sich auch abseits des Platzes wie verhält. Wir hatten viele ausführliche Einzelanalysen. Gemeinsam mit unserem Sportpsychologen haben sich die Spielerinnen ein Saisonmotto erarbeitet. Jede hat sich mit einer individuellen Präsentation vorgestellt und formuliert, welche Stärken sie ins Team einbringen möchte. Das war sehr spannend - und oft auch sehr witzig. Die Welt besteht nicht nur aus Fußball. Abseits des Platzes sind die Spielerinnen junge Frauen mit ihren Hobbys, ihren Wertvorstellungen und ihrer eigenen Historie. Es war sehr spannend, Teile davon kennenlernen zu dürfen.









…die Neuen im Team: Calle (Carlotta Wamser, Anm. d. Red.) sprüht vor Energie und bringt mit ihrer physischen Spielweise im Training einige Mitspielerinnen an ihre Grenzen. Das hebt das Level auf ein neues Niveau und zeigt allen auf, wie dynamisch und mit welchem Tempo man in Zweikämpfen agieren kann. Valentina (Mädl) musste lange verletzungsbedingt zuschauen und hat sich innerhalb kürzester Zeit sehr gut herangekämpft. Man sieht mit wachsender Fitness, was sie technisch draufhat, was für einen Spielwitz und Tiefgang sie hat, wie kreativ sie ist, und dass sie auch gut gegen den Ball arbeitet. Vanessa (Fudalla) hat schon gezeigt, dass sie die erhoffte Abschlussstärke einbringt. Sie hat unter Druck eine sehr gute Ballkontrolle und findet gute Lösungen. Claudia (Wenger) hat bisher mit die meisten Spielminuten absolviert, ist sehr wissbegierig, ehrgeizig und hat eine tolle Entwicklung im Spielaufbau genommen. Gegen den Ball ist sie eine tolle Zweikämpferin, die ein großes defensives Bewusstsein hat. Sie korrigiert in der Sicherung viel für ihre Mitspielerinnen.
…die U20-Spielerinnen Sana Coskun, Jolina Heltemes, Jana Lindner, Angelie Martens und Amelie Sosnik: Sie reihen sich nahtlos ein, sind sich ihrer Rolle bewusst und lassen keine Gelegenheit aus, zu zeigen, wie dankbar sie dafür sind, dass sie hier sind und wie gern sie hart an sich arbeiten wollen. Sie haben sich nicht zurückgenommen und bereichern dadurch unsere Einheiten. Wir müssen uns um die Zukunft bei Bayer 04 keine Sorgen machen, weil wir von den Fähigkeiten und vom Talent, aber auch von den Persönlichkeiten her tolle Spielerinnen haben.







…die Herausforderungen in den kommenden Wochen bis zum Saisonstart: Wir haben uns schon eine sehr gute Grundfitness erarbeitet. In den kommenden zwei Wochen geht es darum, sich physisch und mental die nötige Frische zu erarbeiten, um Dynamik, Spritzigkeit und mehr Durchschlagskraft im Tempospiel zu haben. Wir wollen unsere Umschaltsituationen qualitativ und technisch hochwertig zu Ende spielen. Jede Spielerin möchte zum Auftakt in München im Kader sein und ist hochmotiviert, sich dafür anzubieten. Wir werden mit Ball noch die ein oder andere Einheit benötigen, um die Automatismen einzuschleifen. Mit dem Spiel gegen Standard Lüttich (Test am Samstag, 30. August, 16 Uhr, 3 x 45 Min., Leistungszentrum Kurtekotten, Anm. d. Red.) ist die eigentliche Vorbereitung abgeschlossen. In der Woche darauf geht es komplett um das Spiel gegen München.

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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