
Die Werkself-Frauen begannen bei 2 Grad und Sonnenschein gegen den Zweitligisten aus der Staffel Nord spielbestimmend und druckvoll, zunächst fehlte jedoch die zündende Idee nach vorne. Der erste richtige Abschluss kam in der elften Spielminute zustande – und saß gleich perfekt: Verena Wieder brachte ihre Leverkusenerinnen mit 1:0 in Führung. Bayer 04 hatte die deutlich größeren Anteile an der Partie, versuchte die Situationen stets spielerisch zu lösen und zeigte im Ballbesitz gute Laufwege. Im Abschlussverhalten fehlte allerdings in der einen oder anderen Situation noch der nötige Mut.
Nach 35 Minuten legte Milena Nikolic einen langen Ball auf Dóra Zeller ab, die verwandelte zum 2:0. Fünf Minuten später schlug die Angreiferin nach einer ungarischen Kombination mit Landsfrau Henrietta Csiszár erneut zu – 3:0. Kurz vor der Pause kam dann auch Bocholt per Lattenroller zur Möglichkeit, doch Anna Wellmann im Tor wäre da gewesen.
Im zweiten Durchgang nahm Feifel zahlreiche Wechsel vor – zum Wiederanpfiff und nach der Hälfte des zweiten Durchgangs brachte er jeweils vier frische Spielerinnen. Und die eingewechselte Gianna Rackow machte dort weiter, wo ihre Mannschaftskolleginnen nach den ersten 45 Minuten aufgehört hatten. Die 20-Jährige nutzte einen Fehler der gegnerischen Torhüterin eiskalt aus und schob zum 4:0 ein (60.). Unmittelbar danach erhöhte Csiszár, die bloß ins leere Tor einschieben musste.
Applaus und Jubel von der Leverkusener Bank gab es in der 73. Minute für Sofie Zdebel. Das Eigengewächs hatte mit einem sehenswerten Volleytor zum 6:0 ihren ersten Treffer bei den Bayer 04-Frauen erzielt. Erneut Rackow setzte schließlich – durch die Beine der Bocholter Torfrau – endgültig den Deckel drauf (7:0, 83.)
„Wir wollten heute dominant auftreten, mit hoher Ballsicherheit und konstruktiv nach vorne. Wir konnten uns übers Zentrum und zentrale Mittelfeld immer wieder unsere Angriffe aufbauen. Insgesamt hat das heute, auch weil der Gegner uns die Möglichkeiten gegeben hat, gut funktioniert“, zeigt sich Achim Feifel nach der Partie zufrieden, sieht allerdings noch Potenzial in der Chancenverwertung: „Es waren viele glasklare Chancen da, aus denen wir noch mehr hätten machen müssen. Insgesamt war dieser Test schon um einiges besser als der in der vergangenen Woche gegen Werder Bremen.“
Im letzten Härtetest vor dem Liga-Re-Start setzte Feifel auch auf Spielerinnen, die in der Vorrunde noch nicht so viele Einsatzzeiten bekommen hatten. „Wir haben eine große Verletztenliste, das müssen wir kompensieren. Jede einzelne Spielerin musste daher heute nochmal eine Schippe drauflegen. Wir wollen uns nicht ausruhen auf dem, was wir in der Hinrunde erreicht haben, sondern weiterhin erfolgreich spielen in der Bundesliga.“
Erste Halbzeit: Wellmann – Sahlmann, Turanyi, Vinken, Kempe, Wirtz, Wieder, Kögel, Zeller, Csiszár, Nikolic
Zweite Halbzeit: Klink – Rackow, Matysik, Marti, Büchner, Reger, Zdebel, Garofalo, Turanyi, Wirtz, Zeller
Tore: 1:0 Wieder (11.), 2:0 Zeller (35.), 3:0 Zeller (40.), 4:0 Rackow (60.), 5:0 Csiszár (60.), 6:0 Zdebel (73.), 7:0 Rackow (83.)

Nach dem erfolgreichen Pokalduell in Hildesheim ist die U19 von Bayer 04 auch in die DFB-Nachwuchsliga mit einem Sieg gestartet. Unterdessen musste sich die Leverkusener U17 beim Future Star Cup in Shanghai der Länderauswahl Chinas sowie dem späteren Turniersieger FC Arsenal aus England jeweils knapp geschlagen geben, nachdem sie zuvor Athletic Bilbao aus Spanien ein torloses Remis abgetrotzt hatte.
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Die ersten drei Punkte in der neuen Saison 2026/27 sind eingefahren: Die U19 von Bayer 04 gewann am 1. Spieltag der Vorrunde in der DFB-Nachwuchsliga mit 3:1 (2:0) gegen den VfL Bochum 1848. In der ersten Halbzeit trafen die beiden Neuzugänge Aleksa Damjanovic (7.) und Clinton Wilson (21.) für die Gastgeber. Kurz nach dem Seitenwechsel schnürte Damjanovic zunächst den Doppelpack, ehe Bochum auf 1:3 verkürzen konnte.
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