
„Das erste Spiel ist immer schwierig. Man hat zu Beginn gemerkt, dass Jena durch sein Pokalspiel schon etwas mehr im Wettkampfmodus war. Umso besser und schöner, dass wir die Partie so klar für uns entschieden haben. Aber man hat schon gesehen, dass wir an einigen Elementen noch arbeiten müssen“, sagte Achim Feifel. Lisanne Gräwe, die mit dem 2:0 für die Vorentscheidung gesorgt hatte, kommentierte ihren fulminanten Treffer aus der Distanz so: „Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass ich den Ball so gut erwische. Das Ding hat einfach gut gepasst.“
In Jena hatte es die vergangenen Tage so dauerhaft geregnet, dass die Austragung der Partie im Ernst-Abbe-Sportfeld kurzzeitig am Morgen sogar auf der Kippe stand. Letztlich konnte der Ball in Thüringen bei tristem Wetter und auf tiefem Geläuf aber rollen. Bayer 04-Trainer Feifel hatte sich bei der Wahl seiner Nr. 1 für Anna Klink entschieden: Die Torhüterin führte ihr Team in Abwesenheit der verletzten Jessica Wich und Nina Brüggemann als Kapitänin aufs Feld, Friederike Abt, Neuzugang aus Wolfsburg zwischen den Pfosten, saß auf der Bank.
Bayer 04 übernahm beim Aufsteiger sofort die Initiative und störte den Gegner schon früh im Aufbau. Verena Wieder eröffnete sich im strömenden Regen die erste Chance, sie schoss den Ball aus halbrechter Position aber deutlich am Tor vorbei (2.). Jena setzte auf schnelle Konter und verbuchte eine gute Gelegenheit, doch Anna Klink, die den Ball beim ersten Versuch von Birkholz noch aus den Händen verloren hatte, reagierte beim Nachschuss von Graser prächtig (7.). Auf der Gegenseite brachte die umtriebige Lisanne Gräwe mit einem feinen Zuspiel Wieder auf rechts in Position, aber nach deren Hereingabe wurde Torjägerin Milena Nikolic beim Abschluss noch entscheidend gestört (16.). Der Versuch aus der Distanz von Caroline Siems bereitete Jenas Keeperin Schuldt keine Probleme (21.).
Die Leverkusenerinnen hatten von der Spielanlage her klare Vorteile, taten sich zunächst aber etwas schwer, in Strafraumnähe zu zwingenden Aktionen zu kommen. Bis zur 28. Minute: Dann flankte Lara Marti von rechts, Nikolic ließ die Kugel geschickt passieren und Dóra Zeller vollendete noch leicht abgefälscht von Weiß zur verdienten Führung. Jena wurde noch mal nach einem Freistoß gefährlich, als Irina Pando erst Arnold ungeahndet im Strafraum zu Fall brachte und Heuschkel den Ball dann an den rechten Außenpfosten setzte (38.). Bayer 04 nahm die knappe Führung mit in die Pause.
Nach dem Wechsel hatte Pando früh den zweiten Treffer auf dem Fuß, der Abschluss der Schweizerin mit links geriet aber zu drucklos und bereitete Schuldt keine Probleme (47.). Jena war nun um mehr Schwung bemüht, bei Grasers Schuss packte Anna Klink aber sicher zu (55.). Feifel wechselte offensiv, brachte Amira Arfaoui für Rechtsverteidigerin Lara Marti (61.). Unmittelbar danach der Paukenschlag: Lisanne Gräwe zog aus 25 Metern einfach mal mächtig ab und donnerte die Kugel unter die Latte zum 2:0 – ein traumhafter Treffer (62.).
Bayer 04 hatte dem Gegner den Stecker gezogen – und legte nach. Den Schrägschuss von Milena Nikolic vermochte Schuldt noch zur Ecke abzuwehren (68.), gegen den Linksschuss von Kristin Kögel ins lange Eck nach schönem Pass von Juliane Wirtz war indes kein Kraut gewachsen – 0:3 (69.) und der verdiente Lohn für eine gute Leistung der spielstarken Stabilisatorin in Schwarz und Rot.
Danach gab die flinke Amira Arfaoui ein beeindruckendes Beispiel ihrer Dribbelstärke und setzte sich gleich gegen fünf Gegenspielerinnen durch, verhaspelte sich aber leicht beim Abschluss (71.). Die Leverkusenerinnen hatten alles fest im Griff und kontrollierten Ball wie Gegner. Feifel vollzog in der letzten Viertelstunde noch vier weitere Wechsel, während sein Team den Vorsprung souverän über die Runden brachte.
Für Bayer 04 geht es in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga mit dem Heimspiel im Ulrich-Haberland-Stadion gegen die SGS Essen weiter. Anstoß am Sonntag, 5. September, ist um 14.30 Uhr.
Die Statistik:
Jena: Schuldt – Weiß, Heuschkel, Breitenbach (18. Paulsen), Woldmann – Birkholz (55. Görlitz), Graser, Walter, Schumacher (78. Grajkevci) – Mori, Arnold
Bayer 04: Klink – Marti (61. Arfaoui), Turanyi (86. Friedrich), Wirtz, Siems (75. Sahlmann) – Gräwe – Wieder, Kögel (86. Zdebel), Zeller, Pando (75. Blagojevic) – Nikolic
Tore: 0:1 Zeller (28.), 0:2 Gräwe (62.), 0:3 Kögel (69.)
Gelbe Karten: Walter, Görlitz
Schiedsrichterin: Angelika Söder (Ingolstadt)
Zuschauer: 300

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
Mehr zeigen
In der letzten Länderspielphase der laufenden Saison 2025/26 geht es für Bayer 04-Torjäger Patrik Schick mit Tschechien um die WM-Teilnahme. Bereits qualifizierte Nationalteams, für die weitere Werkself-Profis nominiert sind, bestreiten derweil Tests im Hinblick auf die Weltmeisterschaft. Die Übersicht zu den Leverkusener Länderspiel-Fahrern und ihren Spielterminen.
Mehr zeigen
Die Werkself ist am Montagvormittag mit der ersten von drei öffentlichen Einheiten der Woche in die letzte Länderspielpause der laufenden Saison gestartet. Während elf Bayer 04-Profis in den kommenden Tagen für ihre Nationalmannschaften im Einsatz sind, arbeiten die weiteren Akteure gemeinsam in Leverkusen. Die nächste Aufgabe in der Bundesliga wartet am Samstag, 4. April (Anstoß: 15.30 Uhr), zu Hause gegen den VfL Wolfsburg.
Mehr zeigen
Im Rahmen der „TOGETHER!“-Aktionswochen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des „März gegen Mobbing“ der Aktion Mensch sensibilisierte auch Bayer 04 rund 60 Leverkusener Schülerinnen und Schüler in der BayArena für die Themen Diskriminierung und Rassismus und machte sich für Toleranz sowie Vielfalt stark. Mithilfe des interaktiven Lernkurve-Workshops erfuhren die Teilnehmenden an verschiedenen Stellen des Stadions, wie sie jegliche Form von Diskriminierung erkennen und dagegen vorgehen können. Zu Beginn überraschten die Werkself-Torhüter Janis Blaswich und Niklas Lomb die Jugendlichen, beantworteten deren Fragen zur Thematik und betonten die Bedeutung der Lerninhalte für Fußball und Gesellschaft.
Mehr zeigen