
Bei den Werkself-Frauen war die Personallage vor der Partie beim Tabellenvorletzten arg angespannt. Stürmerin Verena Wieder hatte sich in der Woche beim Training einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und wird der Mannschaft in den kommenden Monaten sehr fehlen. Julia Pollak, Lisanne Gräwe und Sofie Zdebel befinden sich aktuell in Corona-Quarantäne. Abwehrspielerin Henrike Sahlmann musste wegen einer Pflicht-Exkursion ihres Studiengangs passen. Und auch die Langzeitverletzten Sylwia Matysik (Innenbandverletzung am Knie) und Dina Blagojević (Aufbautraining) standen weiterhin nicht zur Verfügung.
An der Seitenline vertrat Co-Trainerin Jacqueline Dünker heute Chefcoach Achim Feifel, der aufgrund einer Corona-Infektion passen musste.
Im Orsay-Stadion von Willstätt erwischte der SC Sand, der in der vergangenen Woche 4:1 beim FC Carl Zeiss Jena gewonnen hatte, den besseren Start. Chiara Loos durfte unbehelligt über den rechten Flügel Richtung Leverkusener Strafraum marschieren, bei ihrer scharfen Hereingabe an den langen Pfosten kam Sands Emily Evels einen Schritt vor Caroline Siems an den Ball und schob aus kürzester Distanz zum 1:0 für die Gastgeberinnen ein (9.). Wie schon gegen Werder Bremen mussten die Werkself-Frauen einen frühen Rückstand verdauen.
Doch die Antwort der Leverkusenerinnen ließ nicht lange auf sich warten. Einen Pass in die Spitze von Dora Zeller brachte SC-Mittefeldspielerin Victoria Bruce nicht unter Kontrolle, Milena Nikolić legte den Ball rechts rüber auf Chiara Bücher, die aus 16 Metern nicht lang fackelte und mit einem platzierten Schuss ins linke untere Eck zum 1:1 traf (19.). Die Gäste waren nun besser im Spiel und erarbeiteten sich ein optisches Übergewicht.
Aber das nächste Tor erzielten wieder die Frauen des SC Sand. Und was für eins: Aus 20 Metern hielt Noemi Gentile einfach mal drauf und traf unhaltbar für Anna Klink zum 2:1 in den rechten Winkel (29.). Ein Traumtor der Gastgeberinnen.
Die setzten mit der erneuten Führung im Rücken nun wieder mehr Akzente, während die Schwarz-Roten im Spielaufbau Probleme hatten – auch weil sich zu viele Ungenauigkeiten einschlichen. Die Führung des SC Sand zur Halbzeit ging in Ordnung, weil der Tabellenvorletzte insgesamt mehr investierte, griffiger in den Zweikämpfen war und konsequenter den Weg nach vorne suchte.
Auch in der zweiten Hälfte setzte der SC Sand sein kraft- und druckvolles Spiel fort. Die Werkself-Frauen taten sich schwer, Mittel und Wege zu finden, um dem aggressiven Pressing der Gastgeberinnen etwas entgegenzusetzen. Den Gästen gelangen kaum einmal Kombinationen. Dennoch bot sich Juliane Wirtz die Möglichkeit zum Ausgleich, als die 20-Jährige aus elf Metern frei zum Abschluss kam, Sands Torhüterin Dübel den zu zentral geratenen Ball aber parieren konnte (61.).
Mehr Offensivaktionen hatte jedoch weiterhin der SC Sand, der immer wieder über die Flügel für Gefahr sorgte. In der Schlussphase erhöhten die Bayer 04-Frauen den Druck, drangen nun mit Macht auf den Ausgleich und versuchten es immer wieder mit langen Bällen. Nach einem abgeblockten Schuss von Dora Zeller bot sich Annika Enderle die große Chance zum 2:2, aber Perl konnte den Ball auf der Linie klären (81.). Wenige Minuten später ließen die Gastgeberinnen die Entscheidung liegen, als Summer Green alleine vor Anna Klink aus 16 Metern knapp am Kasten vorbeischoss (84.). Es war jetzt ein offener Schlagabtausch, in dem die Werkself-Frauen noch einmal alles reinwarfen – ohne Erfolg. Es blieb beim knappen, aber letztlich verdienten 2:1-Sieg des SC Sand.
Am nächsten Sonntag, 20. März, empfangen die Bayer 04-Frauen in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga den Tabellensiebten SC Freiburg im Ulrich-Haberland-Stadion. Das Spiel wird um 13:00 Uhr angepfiffen.
Die Statistik:
Bayer 04: Klink – Siems, Turanyi, Friedrich, Fröhlich (67. Vinken) – Bücher (60. Enderle), Wirtz, Kögel, Zeller – Arfaoui, Nikolić (67. Pando)
SC Sand: Dübel – Sakar (68. Perl), Brandenburg, Bruce, Jordan – Balcerzak, Gentile (90. Bruinenberg) – Loos, Evels (46. Green), Triendl (64. Browne) – Plasmann (63. Hopius)
Tore: 1:0 Evels (9.), 1:1 Bücher (19.), 2:1 Gentile (29.)
Gelbe Karte: Turanyi
Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Backnang)
Zuschauer: 786

Beim internationalen Turnier im niederländischen Lunteren landete die U14 von Bayer 04 auf Rang elf, bevor das Team sich tags darauf in der Liga trotz der Doppelbelastung ein 1:1 gegen den SC Preußen Münster erkämpfte. Dank des vierten Sieges hintereinander steht die U13 weiterhin auf Rang drei und hat im Meisterschaftsrennen alle Trümpfe in der Hand. Und die U12-Juniorinnen präsentierten sich ebenfalls in Top-Form und besiegten den Tabellendritten. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Nach ihren letzten 90 Minuten für Bayer 04, gleichbedeutend mit dem letzten Spiel ihrer Karriere, blickt Kapitänin Friederike Repohl emotional zurück. Auch Kristin Kögel, die die Werkself verlassen wird, äußert sich nach dem abschließenden 1:3 gegen den SV Werder Bremen bei Werkself-TV und gibt Einblicke in ihre Gefühlswelt.
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Werkself-TV zeigt die TV-Zusammenfassung der 1:3-Niederlage der Bayer 04-Frauen gegen den SV Werder Bremen am 26. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2025/26.
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Die Bayer 04-Frauen haben ihre nach Punkten beste Bundesligasaison der Klub-Historie auf Platz fünf beendet. Am letzten Spieltag unterlag die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold dem SV Werder Bremen 1:3 (0:1). 46 Punkte und 15 Siege sind gegenüber der bisherigen Rekord-Spielzeit 2024/25 eine weitere Verbesserung. Der einzige Treffer von Cornelia Kramer (73.) trotz phasenweise drückender Überlegenheit war im Ulrich-Haberland-Stadion zu wenig. Trotz eines starken Saisonendspurts reichte es für die Werkself am Ende nicht ganz für die Teilnahme an der Europapokal-Qualifikation.
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