
„Es ist sehr schade, dass wir durch einen Standard das Spiel verlieren. Solche Gegentreffer passieren leider in allen Stadien Woche für Woche“, sagte de Pauw: „Bis dahin waren wir gut im Spiel und hatten uns von dem frühen Rückstand gut erholt. Wir haben die Ruhe bewahrt, anstatt in Panik zu verfallen, das spricht sehr für das Team. Leider haben wir es verpasst nachzulegen.“ Die zweite Hälfte bezeichnete der Niederländer als „ausgeglichen“ und hielt daher fest: „Ein Remis wäre wohl verdienter gewesen. Dafür haben wir aber zuletzt in Nürnberg trotz einer mäßigen Leistung gewonnen.“
Nach dem 2:1-Arbeitssieg beim 1. FC Nürnberg hatte der Coach auf drei Positionen rotiert. Die wiedergenesenen Lilla Turányi und Sylwia Matysik sowie Loreen Bender rückten für Melissa Friedrich (Bänderriss im Sprunggelenk), Selina Ostermeier und Verena Wieder neu ins Team.
Noch bevor sich alles auf dem Feld sortiert hatte, lagen die Gäste nach 42 Sekunden bereits in Führung. Auf einen Stockfehler im Aufbauspiel folgte ein schneller Gegenstoß der TSG. Jill Janssens bediente im Zentrum Memeti, die mit ihrem Abschluss aus kurzer Distanz Friederike Repohl keine Chance ließ. Die Bayer 04-Frauen reagierten energisch. Synne Skinnes Hansen bediente Nikola Karczewska, die mit ihrem Schuss aus halbrechter Position an Keeperin Martina Tufeković scheiterte. Fünf Minuten später sorgte erneut die norwegische Flügelspielerin Skinnes Hansen mit einer scharfen Flanke für Gefahr, Tufeković entschärfte auch diesmal.
Erneut Mehmeti versuchte es nach einer Viertelstunde mit einem Distanzschuss, Repohl parierte zur Seite (15.). Zwei Minuten später kam Karólína Lea Vilhjálmsdóttir auf der Gegenseite aus spitzem Winkel zum Abschluss, der Ball landete rund zwei Meter neben dem Tor. Noch gefährlicher wurde es wenig später nach einem Freistoß von Vilhjálmsdóttir. TSG-Spielerin Franziska Harsch klärte den Ball unkonventionell auf das Tornetz. Doch auch die Hoffenheimerinnen beschäftigten die Defensive der Bayer 04-Frauen permanent. Einen weiteren schnellen Gegenangriff stoppte Matysik in höchster Not, indem sie den gegnerischen Abschluss blockte (36.). Der Gegenangriff brachte den Ausgleich. Bender spielte halblinks mit einem schönen Steckpass Karczewska frei, die nicht lange fackelte und den Ball ins Tor drosch (38.). Mit dem 1:1 ging es in die Pause.






Halbzeit zwei begann ohne nennenswerte Offensivaktionen auf beiden Seiten. Beide Teams pressten früh und störten so den gegnerischen Spielaufbau oft entscheidend. Ein Distanzschuss von Lisanne Kaut bereitete Repohl keine Mühe. Die Bayer 04-Frauen ließen kaum noch wirkungsvolle Angriffe der schnellen TSG-Offensive zu, im eigenen Konterspiel fehlte meist nur der letzte Pass zu einer aussichtsreichen Torchance.
Nach 65 Minuten tauschte de Pauw doppelt: Ostermeier und Estrella Merino Gonzalez kamen neu in die Partie, dafür verließen Matysik und Bender das Feld. Auch die TSG tauschte insgesamt dreimal, die eingewechselte Mara Alber prüfte gleich mal Repohl mit einem wuchtigen Schuss, den Abpraller setzte Gia Corley neben das Tor (72.).
Cecilie Johansen ersetzte bei Schwarz-Rot Synne Skinnes Hansen (73.) - und kurz darauf bescherte ein Standard den Gästen die erneute Führung. Fabienne Dongus stieg nach einem Freistoß von Alber am höchsten und nickte ein (75.). Danach mühten sich die Gastgeberinnen nach Kräften um eine Antwort, doch Hoffenheim ließ kaum noch etwas zu. Für die Schlussphase kam auch Wieder (für Elisa Senß) neu in die Partie (85.), um den Ausgleich zu erzwingen - doch es blieb beim 1:2.
Der Google Pixel Frauen-Bundesliga steht aufgrund der anstehenden Länderspielphase eine dreiwöchige Pause bevor. Für die Bayer 04-Frauen geht es in der Zwischenzeit im DFB-Pokal ums Weiterkommen. Am Dienstag, 5. März (Anstoß: 18.30 Uhr) empfängt die Werkself im Viertelfinale den Bundesliga-Konkurrenten SGS Essen. In der Liga folgt am Sonntag, 10. März (Anstoß: 14 Uhr), die Partie beim SC Freiburg.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl - Matysik (65. Ostermeier), Bragstad, Turányi - Skinnes Hansen (73. Johansen), Senß (85. Wieder), Zdebel, Kögel - Vilhjálmsdóttir, Bender (65. Merino Gonzalez) - Karczewska
TSG Hoffenheim: Tufeković - Linder, Cazalla, Specht, Kaut (66. Krumbiegel) - Harsch, Dongus (88. Diem), Corley - Janssens (70. Alber), Billa (70. Kössler), Memeti (88. Leimenstoll)
Tore: 0:1 Memeti (1.), 1:1 Karczewska (38.), 1:2 Dongus (75.)
Gelbe Karten: Linder, Specht, Dongus
Schiedsrichterin: Sina Diekmann (Essen)
Zuschauer: 440 im Ulrich-Haberland-Stadion

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
Mehr zeigen
Mit dem 2:0-Sieg im Hinspiel bei Olympiakos Piräus im Gepäck geht es für Bayer 04 in das entscheidende Play-off-Rückspiel der UEFA Champions League. Im Interview mit Werkself-TV resümiert Torhüter Janis Blaswich das vergangene Duell in Athen, analysiert den Gegner und blickt mit Vorfreude auf die Begegnung mit den eigenen Fans im Rücken...
Mehr zeigen
Die jüngeren Jahrgänge der U19-Juniorinnen haben es geschafft: In einem echten Pokal-Krimi bezwangen die Leverkusenerinnen den 1. FFC Turbine Potsdam im Elfmeterschießen und stehen damit im Halbfinale des DFB-Pokals! Weiterhin auf Kurs ist auch die U19, die mit einem 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg ihre Tabellenführung in Gruppe A von Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga behauptete. Derweil setzte die U14 zum Liga-Auftakt ein Ausrufezeichen und gewann 5:1 beim SC Paderborn 07 – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
Mehr zeigen
Der Sieger steht fest! Beim diesjährigen „Werkself Wildcard Cup“ setzte sich am Ende eines spannenden und ereignisreichen Turnier-Tages Saif Yattoma gegen die Konkurrenz durch und gewann eine Wildcard für die VBL Open Playoffs, die letzte Vorstufe des VBL Grand Final by WOW, dem Turnier um die Deutsche Einzel-Meisterschaft in EA FC 26. Insgesamt 32 Amateur-Spieler waren im XPERION Köln angetreten, letztlich behauptete sich der Vorjahres-Finalist Yattoma.
Mehr zeigen