
„Wir haben in der ersten Halbzeit viele Pässe zu kompliziert gespielt, anstatt gerade auf einem solchen Platz den einfachen Weg zu suchen und flach zu spielen“, sagte Kögel nach dem Abpfiff. „Trotzdem war es eine super Teamleistung. Gerade hinten raus, auf diesem Platz, war der Ball teilweise unberechenbar. Alles in allem sind es drei Punkte geworden, und das ist das, was zählt.“ Auch für Cheftrainer Robert de Pauw glich das Spiel heute oft eher „Wasserball als Fußball, aber natürlich sind wir zufrieden, dass wir mit einem Sieg in die Saison starten konnten.“
In Duisburg musste der Leverkusener Coach nach wie vor auf Verena Wieder (Reha nach Kreuzbandriss), Lisanne Gräwe (Muskelfaserriss) und Milena Nikolić (Teilruptur der Rectussehne) verzichten. Amira Arfaoui stand hingegen nach überstandenem Mittelhandbruch erstmals wieder in der Startelf.
Gegen den Aufsteiger übernahmen die Werkself-Frauen sofort die Initiative und kamen durch Lara Marti zum ersten Abschluss. Der noch abgefälschte Schuss der Schweizer Nationalspielerin aus 18 Metern ging knapp drüber (5.). Die ganz in Rot spielenden Leverkusenerinnen liefen die Gastgeberinnen hoch an und machten bei eigenem Ballbesitz das Spiel breit. Im letzten Drittel fehlte es zunächst allerdings an der Passgenauigkeit. Von Duisburg war in der Anfangsphase offensiv kaum etwas zu sehen.

Auch die Gäste konnten trotz ihrer Dominanz erst einmal nicht die ganz großen Chancen herausspielen. Warum also es nicht einfach mal aus der Distanz versuchen, dachte sich wohl Jill Bayings in der 23. Minute. Die Niederländerin fasste sich aus 20 Metern ein Herz, zog mit links ab und ließ MSV-Keeperin Mahmutovic mit einem satten Schuss unter die Latte keine Chance. Ein wunderschönes Tor! Die Führung der Leverkusenerinnen war hochverdient. Nur zwei Minuten später hätte Amira Arfaoui auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber mit ihrem zu zentral geratenen Schuss vom Fünfmetereck an Mahmutovic (25.). Das de Pauw-Team ließ auf tiefem Boden bei strömendem Regen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und hatte in der Defensive alles im Griff. Die Duisburgerinnen konnten sich in der ersten Hälfe keine einzige Torchance erspielen. Mit einer verdienten 1:0-Führung für die Werkself-Frauen ging es in die Halbzeitpause.
Auch im zweiten Durchgang setzten die Gäste den ersten Akzent. Nach schönem Zuspiel von Bayings schoss Kristin Kögel die Kugel aus 15 Metern nur wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (50.) Viel lief bei den Werkself-Frauen über die neue Kapitänin Elisa Senß, die immer wieder das Spiel ihrer Mannschaft ankurbelte.





In der Defensive waren die Gäste heute kaum gefordert, Torhüterin Friederike Repohl verbrachte einen sehr ruhigen Nachmittag. Weil die klar überlegenen Leverkusenerinnen aber auch kaum mehr in die gefährlichen Räume kamen, plätscherte das Spiel im Duisburger Dauerregen im wahren Wortsinne vor sich hin.
Der von Pfützen übersäte Boden machte flüssiges Kombinationsspiel unmöglich. Die Partie wurde mehr und mehr zu einer Wasserschlacht. Dennoch bot sich den Gästen in der 72. Minute die große Chance zum 2:0. Nach einem Foul an Kristin Kögel im Strafraum entschied die Unparteiische Fabienne Michel auf Elfmeter. Die Gefoulte trat selbst an, schoss den Ball aber am linken Pfosten vorbei. Zehn Minuten später noch einmal eine starke Aktion von Ivana Fuso, die eine klasse Flanke von Sylwia Matysik direkt nahm und MSV-Keeperin Mahmutovic zu einer Glanzparade zwang (82.). Kurz darauf bot sich Bayings die nächste dicke Chance, als bei einem Rückpass der Duisburgerinnen der Ball in einer Pfütze liegen blieb und die Niederländerin frei zum Schuss kam, die Kugel aber übers Tor setzte (83.). Es blieb die letzte Möglichkeit in einem Spiel, in dem aufgrund der Platzverhältnisse vor allem in der zweiten Halbzeit vieles dem Zufall überlassen war.
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Schon am kommenden Freitagabend, 23. September, geht es mit dem 2. Spieltag weiter. Dann empfangen die Werkself-Frauen den 1. FC Köln zum Derby im Ulrich-Haberland-Stadion. Anstoß ist um 19.15 Uhr.
Die Statistik:
Duisburg: Mahmutovic - Freutel, Henriksen, Fürst, Flach – Ilic (80. Günster) – Halverkamps (79. Leonhart), Cin, Hess, Zielinski – Hoppius (90.+2 Andres)
Bayer 04: Repohl – Matysik, Turanyi, Friedrich, Marti – Blagojević (70. Enderle), Senß – Arfaoui (70. Wirtz), Bayings, Fuso (83. Emmerling) - Kögel
Tor: 0:1 Bayings (23.)
Gelbe Karten: Fürst - Matysik
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (Grau-Odernheim)
Zuschauer: 492

7:0-Führung, und dann ein Unwetter: Am vergangenen Mittwoch endete in Eschweiler nach knapp 40 Minuten das Spiel der Bayer 04-Traditionsmannschaft gegen die Altherren des SC Berger Preuß beim Stand von 7:0, weil ein Gewitter aufgezogen war. In Folge eines Hagelschauers einigten sich beide Teams, das Spiel zu beenden, um Verletzungsrisiken auszuschließen. Mit von der Partie in Eschweiler war unter anderem Bayer 04-Geschäftsführer Sport Simon Rolfes.
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