
Die Partie hatte von vornherein eine klare Ausrichtung: Wolfsburg, bis zu diesem letzten Hinrunden-Spieltag ohne Niederlage und mit einem Torverhältnis von 43:4, ging als klarer Favorit ins Spiel. Wie erwartet, starteten die Wölfinnen druckvoll und sehr offensiv und drängten die Leverkusenerinnen tief in die eigene Hälfte. Die Werkself-Frauen taten sich gegen die zu jeder Zeit torgefährlichen Gäste besonders in der Verteidigung schwer, ließen immer wieder einfache Fehler und gefährliche Ballverluste zu, die die Gegnerinnen gnadenlos ausnutzten.
In der 7. und 10. Minute konnte die schwarz-rote Abwehr dem VfL noch standhalten – Henrike Sahlmann und Anna Wellmann klärten jeweils in höchster Not zur Ecke. Doch der nächste Versuch seitens der Wolfsburgerinnen saß, als Ewa Pajor durchzog, Bayer 04 nicht schnell genug nachkam und das Nachsehen hatte – 0:1 (11.). In den Folgeminuten drehte Wolfsburg richtig auf: Pernille Harder erhöhte nach verlorenem Leverkusener Einwurf den Rückstand auf 0:2 (15.); die freistehende Maritz, die von Pajor per Fallrückzieher bedient wurde, stellte in der 18. Minute auf 0:3. Die Leverkusenerinnen kamen wenig aus der eigenen Hälfte heraus, Ansätze des Spielaufbaus wurden früh unterbunden. Der erste zögerliche Torschuss durch Milena Nikolic stellte für VfL-Keeperin Hedvig Lindahl kein Problem dar.
In den folgenden Minuten gelang es den Leverkusenerinnen, das Spiel etwas zu beruhigen. In der 27. Minute musste Cheftrainer Achim Feifel dann bereits früh wechseln: Für Henrietta Csiszár, die zuvor nach einem Zusammenstoß mit Alexandra Popp am Boden liegen blieb und behandelt werden musste, ging es nicht weiter. Für sie kam Barbara Reger ins Spiel. Vor der Pause hatte Bayer 04 zweimal Riesenglück, als Sahlmann auf der Linie klärte und kurz darauf das Aluminium aushalf. Der nächste Versuch von Harder, die nach einem gefährlichen Ballverlust in der schwarz-roten Innenverteidigung dankend einen Querpass von Pajor entgegen nahm, landete dann schließlich im Netz und besiegelte den 0:4-Pausenstand (36.).
Aus der Kabine kamen die Bayer 04-Frauen mit einer Veränderung auf der Außenbahn: Sandra Jessen kam für Gianna Rackow, die im ersten Durchgang auf der rechten Seite einen schwierigen Stand hatte. Die Wolfsburgerinnen waren weiter sichtbar überlegen, den Werkself-Frauen gelang es nicht, die Lücken in der Verteidigung zu schließen – wie in der 50. Spielminute, als Uebach kurz hinter der Linie zum Sechzehnmeterraum ihre Gegenspielerin nur noch per Foul stoppen konnte, dafür Gelb sah und einen Elfmeter verursachte. Harder nahm sich dem Strafstoß an und verwandelte zum 5:0 für Wolfsburg (52.). Es ging Schlag auf Schlag, als nur eine Zeitumdrehung später Fridolina Rolfö auf 6:0 für die Gäste stellte. Die besten Möglichkeiten aus Leverkusener Sicht hatten Milena Nikolic durch einen Konter und Pauline Wimmer, die nach Missverständnis in der VfL-Abwehr zum Abschluss kam, doch beide Versuche blieben viel zu harmlos.
Die letzten 18 Minuten erschwerte ein Platzverweis von Uebach das Spiel der Bayer 04-Frauen zusätzlich. Die vorbelastete 19-Jährige kam mit ausgestreckter Sohle an der Mittellinie deutlich zu spät und wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Kurz vor Abpfiff setzte der frisch gebackene Herbstmeister durch die zuvor eingewechselte Zsanett Jakabfi, die aus 15 Metern frei zum Abschluss kam, den Deckel drauf – 0:7 (89.).
„Bereits nach 18 Minuten war das Spiel mit dem 0:3-Rückstand für uns gegessen. In Unterzahl gegen eine Mannschaft, die in allen Belangen mindestens zwei Klassen besser ist, zu spielen, erschwerte das Ganze für uns enorm“, bilanzierte Bayer 04-Trainer Achim Feifel nach der Partie. „Trotzdem hat meine Mannschaft heute gekämpft, am Ende war der Gegner aber einfach zu stark. Wolfsburg brauchte nur wenige Ballkontakte, war unheimlich präzise im Passspiel und in den diagonalen Spielverlagerungen – der Unterschied ist einfach zu gravierend.“
Bayer 04 steht nach dem letzten Hinrunden-Spiel mit neun Punkten auf Rang neun der Tabelle, kann rechnerisch vom drei Zähler entfernten Verfolger 1.FC Köln auf dem ersten Abstiegsplatz noch eingeholt werden. Am kommenden Wochenende startet bereits der Rückrunden-Auftakt mit einem Heimspiel am Kurtekotten gegen die SGS Essen (Sonntag, 8. Dezember, 14 Uhr). „Das heutige Spiel müssen wir morgen komplett abgehakt haben. Vor der Winterpause wollen wir unbedingt noch punkten, daher müssen wir die Aufgaben, die wir lösen können, mit neuem Mut angehen“, so Feifel.
Die Statistik:
Bayer 04: Wellmann - Uebach, Wirtz, Vinken, Sahlmann - Zeller, Wimmer, Rudelic, Csiszar (26. Reger), Rackow (46. Jessen) – Nikolic
VfL Wolfsburg: Lindahl - Doorsoun, Goeßling, Bloodworth (62. Wedemeyer), Maritz - Gunnarsdottir, Popp - Wolter, Harder, Rolfö (62. Jakabfi) – Pajor (75. Minde)
Tore: 0:1 Pajor (11.), 0:2 Harder (14.), 0:3 Maritz (18.), 0:4 Harder (36.), 0:5 Harder (FE, 52.), 0:6 Rolfö (53.), 0:7 Jakabfi (89.)
Gelbe Karten: Uebach / Doorsun, Maritz
Gelb-Rot: Uebach
Schiedsrichterin: Christine Weigelt (Leipzig)
Zuschauer: 458


Werkself-TV zeigt die TV-Highlights des 2:1-Erfolgs der Bayer 04-Frauen bei der TSG Hoffenheim am 3. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2026/27.

Im Rahmen des 1. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 empfängt Bayer 04 den slowenischen Meister NK Celje in der BayArena. Die Partie steigt am Mittwoch, 16. September, um 21 Uhr. Alle Infos zum freien Ticketverkauf. Hinweis: Der Stehplatz-Bereich SG1-SG3 gehört zu diesem Spiel ebenfalls zum Heimbereich.
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Mit Beginn der Saison 2026/27 hat Bayer 04 in der BayArena einen festen Platz zum Gedenken geschaffen. Im oberen Bereich des A-Blocks im Südosten des Stadions können Fans der Werkself an Freunde und Familienmitglieder erinnern, mit denen sie viele besondere Momente rund um Bayer 04 geteilt haben. In den kommenden Monaten soll dieser Ort Schritt für Schritt weiterentwickelt werden – auch und vor allem mit der aktiven Unterstützung der Fans.
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Mit einem Zusatztermin seiner Live-Show „Ein runder Abend mit Fußball & Freunden“ kehrte Reiner Calmund am Donnerstagabend, 3. September, ein weiteres Mal nach Leverkusen zurück. Für den Auftritt an seiner einstigen Wirkungsstätte hatte der langjährige Manager und Geschäftsführer von Bayer 04 einige namhafte Weggefährten mitgebracht: Neben Klub-Repräsentant Stefan Kießling betraten auch Werkself-Rekordspieler Rüdiger Vollborn und -Rekordtorschütze Ulf Kirsten die Open-Air-Bühne im Schlosspark Morsbroich.
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