
„Es ist brutal, wenn du ein solches Spiel in der letzten Sekunde noch verlierst, aber so ist halt Fußball“, zeigte sich Robert de Pauw nach dem Abpfiff enttäuscht. „In der zweiten Halbzeit hatte Frankfurt die besseren Chancen und hätte vielleicht schon eher ein Tor schießen können. Uns fehlte in manchen Situationen die nötige Ruhe am Ball. Wir hätten es nach vorne besser ausspielen können“, so der Bayer 04-Coach.
Gegen den bislang in der Liga noch ungeschlagenen Tabellenzweiten konnte de Pauw personell fast wieder aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Verena Wieder, die nach ihrem Kreuzbandriss weiterhin ihr Reha-Programm absolviert, standen alle Spielerinnen zur Verfügung. Drei Wechsel nahm der Bayer 04-Coach im Vergleich zum Pokalspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim vor: Friederike Repohl rückte für Anna Klink ins Tor, Caroline Siems und Ivana Fuso spielten anstelle von Alexandra Emmerling und Juliane Wirtz.
Es ging gleich munter los im Stadion Am Brentanobad. Die Werkself-Frauen attackierten die Gastgeberinnen früh. Erstmals brandgefährlich wurde es aber dann nach einer Umschaltsituation der Eintracht. Caro Siems verhinderte mit bärenstarkem Einsatz einen frühen Rückstand der Leverkusenerinnen und rettete für die schon ausgespielte Torhüterin Friederike Repohl nach einem Schuss von Geraldine Reuteler auf der Linie (7.).
Das de Pauw-Team hielt in einer ausgeglichenen Partie gut dagegen. Vor allem Jill Bayings sorgte mit zwei scharf hereingegebenen Eckbällen in der Anfangsphase für Torgefahr. Es war ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld und hohem läuferischen Engagement auf beiden Seiten. Die nächste große Chance bot sich nach einer knappen halben Stunde wieder den Frankfurterinnen. Lara Prasnikar schickte Reuteler auf die Reise, die Stürmerin marschierte alleine auf Repohl zu. Die Bayer-Keeperin verkürzte geschickt den Winkel, so dass die inzwischen nachgerückte Leverkusener Defensive die Situation bereinigen konnte (29.).
Wenig später die erste richtig gute Möglichkeit für die Gäste: Amira Arfaoui legte an der Strafraumgrenze zurück auf Lisanne Gräwe und die 19-Jährige zwang Eintracht-Torhüterin Johannes mit einem strammen Schuss aus rund 22 Metern zu einer Glanzparade (33.). Frankfurt versuchte es immer wieder mit langen Bällen hinter die Kette der Leverkusenerinnen, bei denen das de Pauw-Team auf der Hut sein musste.

Kurz vor der Pause zog Lisanne Gräwe noch einmal mit links aus 17 Metern ab, Johannes parierte den noch abgefälschten Schuss aber (44.). So ging es in einem temporeichen Spiel auf Augenhöhe torlos in die Halbzeitpause.
Es blieb auch im zweiten Durchgang eine umkämpfte Partie, in der sich die Schwarz-Roten zunächst bei ihrer Torhüterin bedanken durften, dass es beim 0:0 blieb. Innerhalb von zwei Minuten reagierte Friederike Repohl ganz stark, erst nach einem Schuss von Prasnikar aus kurzer Distanz (54.), dann per Fußabwehr gegen Reuteler (55.). Die Gastgeberinnen nun in einer Drangphase. Prasnikar setzte einen Schuss knapp am rechten Pfosten vorbei (57.), Repohl war kurz darauf einmal mehr bei einem Schuss von Laura Feiersinger auf dem Posten (60.). Die Werkself-Frauen standen jetzt mächtig unter Druck. Sie fighteten leidenschaftlich, kamen jedoch nur noch selten zu Entlastungsangriffen.
Aber auch die Eintracht fand jetzt gegen gut gestaffelte Gäste kaum noch Lücken. Prasnikar bot sich am kurzen Pfosten fünf Minuten vor Schluss eine weitere Chance, die Stürmerin verfehlte das Tor knapp (85.). Glück dann noch einmal für Schwarz-Rot, dass Carlotta Wamser aus sehr guter Position von der 16-Meter-Linie links am Tor vorbeischoss (87.) Und dann doch noch der Schock in der dritten Minute der Nachspielzeit. Nach einem Foul von Elisa Senß an der Strafraumgrenze zirkelte Prasnikar den folgenden Freistoß aus 16 Metern zum 1:0 ins linke Toreck. Mit der letzten Aktion des Spiels holte sich Eintracht Frankfurt doch noch den Sieg.
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Für die Werkself-Frauen geht es nun am kommenden Sonntag, 4. Dezember, mit dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten 1. FFC Turbine Potsdam weiter. Die Partie im Ulrich-Haberland-Stadion beginnt um 13 Uhr.
Die Statistik:
Frankfurt: Johannes – Kleinherne, Doorsoun, Pawollek, Hanshaw – Dunst, Nüsken, Feiersinger (65. Anyomi) – Prasnikar, Freigang, Reuteler (77. Wamser)
Bayer 04: Repohl – Siems, Fröhlich, Friedrich, Marti – Senß, Gräwe – Bayings (90. Blagojević), Kögel (75. Wirtz), Fuso (76. Bücher) - Arfaoui (90. Emmerling)
Tor: 1:0 Prasnikar (90.+3)
Gelbe Karten: Dunst - Friedrich, Siems, Arfaoui, Senß
Schiedsrichterin: Annika Kost (Münster)
Zuschauer: 2.486 im Stadion Am Brentanobad

Bitteres Ende des fünften Showdowns der VBL Club Championship 2025/26. In den übrigen drei Spielen der Online-Vorrunde des fünften und finalen Showdowns haben die Leverkusener eSportler keine Punkte holen können. Der Showdown-Eins-Gewinner Bayer 04 verpasst damit den Einzug in die Offline-Runde und kann keine weiteren Zähler für die Gesamttabelle sammeln. In dieser ist das #B04eSports-Team zudem aus den Top Acht gerutscht. Eine direkte Teilnahme am Finalevent um die Deutsche Klub-Meisterschaft ist damit nicht mehr möglich, die Leverkusener müssen den Umweg über die Play-offs gehen.
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Wiedersehen in Athen: Am Mittwoch, 18. Februar (Anstoß: 21 Uhr dt. Zeit/live auf DAZN), begegnet die Werkself im Karaiskakis-Stadion zum zweiten Mal in der laufenden Saison dem griechischen Doublesieger Olympiakos Piräus. Nach dem Duell in der Ligaphase geht es nun im Hinspiel der Play-off-Runde der UEFA Champions League 2025/26 zur Sache. Cheftrainer Kasper Hjulmand sprach vorab über die Herangehensweise für das Duell, Kapitän Robert Andrich erklärte unterdessen, wie die Mannschaft die Stimmung in der morgigen Spielstätte zu bändigen versucht.
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Im Hinspiel der K.-o.-Play-offs der UEFA Champions League 2025/26 gastiert die Werkself beim griechischen Double-Sieger Olympiakos Piräus. Die Partie findet am Mittwoch, 18. Februar (Anstoß: 22 Uhr Ortszeit/21 Uhr dt. Zeit), im Stadio Georgios Karaiskakis statt. Vorab hat die Bayer 04-Fanbetreuung alle Infos zusammengefasst...
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Auf ein Neues also: Vier Wochen nach dem 2:0-Heimsieg in der Ligaphase der UEFA Champions League empfängt Olympiakos Piräus die Werkself an diesem Mittwoch, 18. Februar (Anstoß: 21 Uhr deutscher Zeit/live bei DAZN und im Werkself Radio), nun zum Hinspiel in den K.-o.-Play-offs ein zweites Mal binnen kurzer Zeit im Stadio Georgios Karaiskakis. Und es dürfte wieder ein hochintensives Duell in feuriger Atmosphäre werden.
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Ausgelassene Stimmung von Hitdorf bis Opladen – auch in diesem Jahr ließen wieder etliche junge wie alte Karnevalisten gemeinsam mit Schwarz-Rot die Kamelle fliegen. Los ging es am Karnevalsfreitag in Hitdorf, bevor der bunte Bayer 04-Wagen am darauffolgenden Valentinstag in Schlebusch vorbei an 40.000 fröhlichen Jecken zog. Rund 25.000 begeisterte Zuschauer feierten am Sonntag in Wiesdorf mit, bevor zum Finale am Rosenmontag in Opladen trotz des regnerischen Wetters noch einmal 30.000 lachende Gesichter dem Bayer 04-LKW zujubelten.
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