
So titelt der Kölner Stadt-Anzeiger „Havertz ist Herrlichs Held“ und schreibt: „Nach dem 0:2 benötigte es eine Einzelleistung von Kai Havertz, um den Anschluss herzustellen. Der 19-Jährige nahm einen abgeprallten Ball vor dem 16-Meter-Raum an, drehte sich und schoss durch einen Pulk von Spielern hindurch mit links lasergenau ins Tor. Bayer 04 war wieder im Spiel...Vor allem Julian Brandt riss das Spiel nun an sich und sorgte mit seinen Läufen über die Seiten immer wieder für Gefahr. So entstand in der 64. Minute auch der Ausgleich. Der Nationalspieler war links durchgebrochen, hatte den Ball in die Mitte gepasst, Torhüter Renan wehrte ihn vor die Füße des Schweden Isaac Kiese Thelin ab, der locker abstaubte. Die Bulgaren waren jetzt beeindruckt, und es zeigte sich, dass der Leverkusener Stolz auf die großen Talente nicht unbegründet ist. Kai Havertz schnappte sich den Ball am 16-Meter-Raum, drehte sich diesmal in die andere Richtung und knallte den Ball diesmal mit dem rechten Fuß unhaltbar ins Tor. Das Spiel war endgültig gedreht, und der jüngste Nationalspieler in der Leverkusener Klub-Geschichte war Schuld daran.“
Auch die Kölnische Rundschau versah die Leistung von Kai Havertz mit einem Sternchen: „Jung-Nationalspieler Kai Havertz hat Bayer Leverkusen mitten in der Krise einen Sieg der Moral gesichert. Der 19-Jährige war mit zwei Toren der überragende Mann beim 3:2 (1:2)-Sieg der Werkself zum Auftakt der Europa League am Donnerstag beim bulgarischen Serienmeister Ludogorets Rasgrad.“
Die Bild-Zeitung – welche Überraschung – sieht es nicht viel anders: „Ein herrlicher Sieg: Havertz dreht das Ding“. Im Text heißt es: „Leverkusen lebt, schafft nach einem 0:2-Rückstand ein 3:2 bei den Bulgaren von Ludogorets Rasgrad. Leverkusen schlägt eiskalt zurück! Havertz (Bild-Note 1) zaubert den Ball zweimal aus Strafraumnähe ins Tor (38./69) – Weltklasse!“
Ebenso der Kölner Express. „Havertz hilft Herrlich mit einem Doppelpack“ heißt es da, und weiter „Tief durchatmen, Bayer 04! Nach dem absoluten Fehlstart in der Bundesliga hat die Werkself Wiedergutmachung in der Europa League betrieben. Mann des Spiels war Kai Havertz.“
Dicke Komplimente auch im Kicker: „Quasi für die Reanimation sorgte dabei Kai Havertz, der Leverkusens auffälligster Akteur war und mit zwei Toren von außerhalb des Strafraums die entscheidenden Akzente setzte: Erst mit dem Anschlusstreffer vor der Pause, dann mit dem Siegtor nach einer feinen Aktion. Momente, die seinen Kapitän zum Schwärmen brachten. ,Wir waren 0:2 hinten und er hat sich den Mut genommen und hat draufgenagelt, die zwei Kisten gemacht. Er ist eine Klassespieler', lobte Lars Bender den 19-Jährigen."


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