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14.02.2019Europa League

#KRAB04 – 04 Fakten zum UEL-Hinspiel gegen Krasnodar

Die ersten englischen Wochen des Jahres sind in vollem Gange – nach den Aufgaben im DFB-Pokal und in der Bundesliga wartet auf die Werkself nun die nächste Aufgabe. Diesmal heißt der Wettbewerb UEFA Europa League. Und fürs Hinspiel im Sechzehntelfinale geht es nach Südrussland, wo Bayer 04 am heutigen Donnerstag (18.55 Uhr, live im Ticker und Webradio auf bayer04.de) auf den FK Krasnodar trifft.
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Es ist „erst“ das sechste Mal, dass sich die Schwarz-Roten im flächenmäßig größten Staat der Erde präsentieren werden: Nach Gastauftritten in Sankt Petersburg (2007/08, 14/15) und Moskau (2000/01, 07/08, 16/17), alle ebenfalls westlich der Wolga gelegen,  zeigt Bayer 04 nun erstmals in der Millionenstadt am Schwarzen Meer die schwarz-rote Fahne. In Vorbereitung auf #KRAB04 gibt es nun 04 Fakten zum Spiel…

#HalloKrasnodar

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Fußball-Welt vermehrt nach Russland geblickt hat – schließlich fand dort im vergangenen Sommer noch die Weltmeisterschaft statt, und ein Jahr zuvor der Confed Cup. Auf Krasnodar schaute man dabei allerdings nicht so wirklich – es sei denn man hält es mit der spanischen Nationalmannschaft... Nichtsdestoweniger tauchte die Metropole – wie das „No“ im Namen ja irgendwie fast auch schon beinhaltet – als Spielort nicht auf der Karte auf. Dabei war das hiesige, 2016 eröffnete, hochmoderne Stadion, das übrigens von einem deutschen Architektenbüro entworfen wurde, auch mit großer Hoffnung im Hinblick auf die WM für schlappe 290 Millionen Euro erbaut worden. Nicht nur die kolosseumartige Fassade wirkt pompös, ebenfalls die Außenanlage mit 15 (!) Fußballplätzen wirkt wie von einem anderen Planeten. Es bietet darüber hinaus als Besonderheit im Innenraum eine gigantische 360°-Grad Panorama-Videowand, die sich komplett über dem Oberrang erstreckt. Krass! Wirklich krass...nodar! Offenbar ähnlich beeindruckt von dieser imposanten Innovation zeigten sich auch der FC Sevilla, Standard Lüttich und Akhisar Belediyespor. Alle drei Teams unterlagen in der jüngst abgeschlossenen Gruppenphase im „Krasnodar-Stadion“ mit 1:2. Dementsprechend ist der Tabellenzweite der russischen Premier Liga, der punktgleich hinter Sevilla als Zweiter (Gruppe J) den Sprung in die Runde der besten 32 geschafft hat, in der laufenden Europa League-Runde vor heimischer Kulisse ungeschlagen. Respekt!! Doch (auch) davon sollte sich die Werkself heute Abend nicht beeindrucken lassen. Viel viel besser wäre ohnehin: Selbst beeindrucken!

#Brustfutter

Für die Südrussen ist das Aufeinandertreffen mit der Werkself das siebte Duell mit einer deutschen Mannschaft. Jeweils in der Gruppenphase der UEFA Europa League machten die Krasnadarzi bereits Bekanntschaft mit dem VfL Wolfsburg (2014/15), Borussia Dortmund (2015/16) und Schalke 04 (2016/17). Bisher gab es für den „Futbolny Klub“ mit dem Stier im grün-schwarz-weißen Logo aber recht wenig zu lachen! Die Bilanz spricht mit fünf Siegen (14:5 Tore) eindeutig für die deutschen Teams – einzig der BVB (u.a. mit Sven Bender) unterlag in Krasnodar in einem engen, umkämpften Spiel mit 0:1, damals allerdings noch im ehemaligen Kuban-Stadion. So weit, so gut. Insgesamt stehen neun werkself-russische Europapokal-Duelle in den Geschichtsbüchern – mit 04 schwarz-roten Siegen (bei 2 Unentschieden und 3 Niederlagen). In den jüngsten fünf Partien aber blieb Bayer 04 aber unbesiegt. Zuletzt musste sich die Werkself vor knapp elf Jahren einem russischen Team geschlagen geben. Das allerdings deutlich, denn im Hinspiel des UEFA-Cup-Viertelfinals gab es im April 2008 in der BayArena ein 1:4 gegen Sankt Petersburg. Doch damals war damals und heute ist heute. Und im Jetzt ist das Bayer-Kreuz...ähh die Bayer-Brust dank der jüngsten Form und Resultate spürbar ist in die Breite gewachsen. Dieser Prozess darf gerne fortwähren. Und dazu gilt es im „wahrscheinlich für uns sehr undankbaren, schwierigen Spiel“ (Kevin Volland) in Krasnodar zu bestehen und eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel zu legen. Sozusagen als weiteres Brustfutter. Ausgerechnet in (B)Russ(t)land. Das passt doch nahezu perfekt.

#Aufholjäger

Apropos perfekt. Nach zuletzt drei Liga-Siegen in Folge ist die Werkself in der Meisterschaft wieder voll auf Kurs. Dabei offenbarten die Schützlinge von Peter Bosz, dass sie durchaus auch mal damit umgehen können, ins Hintertreffen zu geraten – so wie zuletzt Anfang Februar beim schnieken 3:1-Sieg gegen die Bayern (für den es übrigens auf der gestrigen Pressekonferenz seitens der russischen Medienvertreter übrigens sehr viel Lob und Anerkennung gab). Doch auch schon in der Gruppenphase zeigte sich die Werkself äußerst resilient. Insgesamt gelang es den Schwarz-Roten nach einem Rückstand 10 – in Worten zehn – Zähler zu holen... Das bedeutet nicht mehr, aber auch nicht weniger als Europa-Rekord! Doch auch Krasnodars Aufhol-Instinkt kann sich absolut sehen lassen: Die Krasnadarzi holten in der Gruppe J jeweils drei Siege nach 0:1-Pausen-Rückstand und liegen damit im Ranking nur knapp hinter der Werkself. Damit dürfte es wahrscheinlich eher wenig bedeuten, wenn eine der beiden Mannschaften heute Abend sowie im Rückspiel in einer Woche in Führung geht! Doch zurück zum Bayer: Angesichts der Comebacker-Qualitäten wundert es fast nicht, dass die Schwarz-Roten in der Gruppenphase auch von allen Teams die meisten Treffer in der zweiten Halbzeit gelangen. Genauer gesagt sind es 12. Ohnehin ist die Werkself (16 Treffer) eins der torgefährlichsten Teams im Wettbewerb – nur der FC Sevilla (18), Eintracht Frankfurt und der FC Salzburg (beide 17) trafen häufiger. Dabei verzeichnet die Werkself gemeinsam mit Sevilla, dem KRC Genk und Arsenal die meisten unterschiedlichen Torschützen (9). Übrigens: In den drei Auswärtsspielen gegen Ludogorets, Zürich und Larnaka erzielte die Werkself zehn Treffer – auch das ist Höchstwert! Also: Nachlegen heißt das schwarz-rote Zauberwort.

#BellaCiao

Zum Ende gibt es eine Runde Streber-Wissen: Die bekannte Opernsängerin Anna Netrebtko erblickte 1971 in Krasnodar das Licht der Welt. Der Stadtname hieß im 18. Jahrhundert noch Jekaterinodar, was übersetzt soviel wie „Geschenk der Zarin Katharina des Großen“ heißt. Und der heutige Name Krasnodar bedeutet „Rote Gabe“ und entstand unmittelbar nach der Eroberung durch die Rote Armee im Jahr 1920. Apropos Eroberung. Karim Bellarabi ist auf dem besten Wege, sich den Rang des erfolgreichsten deutschen Europa-League-Torschützen zu erobern. Bei seinen bisherigen acht UEL-Einsätzen erzielte die Nummer 38 der Werkself starke sechs Treffer. Zuletzt war er Ende Oktober in Zürich zweimal erfolgreich, womit er rein rechnerisch alle 119 Minuten in der Europa-League getroffen hat. Doch damit nicht genug. Der 28-jährige Flügelflitzer steht mit seinen sechs Buden in UEFA Europa League torgleich in einer Reihe mit den bislang treffsichersten deutschen Spielern Lars Stindl (23 Einsätze; für Gladbach und Hannover), Christian Gentner (25; Stuttgart und Wolfsburg) und Steffen Hofmann (31; Rapid Wien). Das bedeutet: Eine weitere Bellarabi-Bude und er kann seinen Briefkopf – zumindest vorerst – getrost mit „Deutscher Europa-League-Top-Torschütze“ ergänzen. Zumindest zuletzt schien es so, als habe der elffache Nationalspieler zu alter Stärke zurückgefunden, was drei Assists und ein Treffer in den vergangenen drei Liga-Spielen zweifelsfrei belegen. Damit zählt auch er zu den aktuellen Erfolgsgaranten im Werkself-Lager. Da lässt sich nur mutmaßen, ob die Übersetzung des Namens Bellarabi nicht möglicherweise soviel wie „Schwarz-Rote Gabe“ bedeutet…!?

 

Weitere Infos zum Spiel:

Letztes Ergebnis: –
Spielstätte: Krasnodar-Stadion (34.350 Plätze)
Schiedsrichter: Davide Massa (Italien)
Vorhergesagtes Wetter
: 3 Grad, bewölkt
Live zu sehen beiDAZN (Zusammenfassung ab 22.50 Uhr bei RTL Nitro)

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