
„Es wird das wichtigste und schönste Spiel der Saison“ sagte Wirtz. „Ich verspüre überhaupt keinen Druck, sondern pure Vorfreude. Und die Mannschaft, die Fans, alle im Klub fühlen auch so“, zeigte sich der 20-Jährige selbstbewusst und ergänzte: „Morgen muss kein Wunder passieren, wir müssen einfach unsere Aufgaben bestmöglich erledigen. Es werden elf Spieler auf dem Platz stehen, die alle bestens eingestellt sind. Außerdem haben wir die letzten Wochen gezeigt, dass im zweiten Spiel immer noch alles möglich ist. Wir haben also 90 Minuten Zeit, das Spiel zu drehen. Das macht mich sehr zuversichtlich.“
Auch Alonso zog aus der Niederlage im Halbfinal-Hinspiel bei der AS Rom (0:1) wichtige Erkenntnisse: „Die beste Vorbereitung auf das Spiel morgen war das Hinspiel. Daraus konnten wir unsere Lehren ziehen. Es war sehr eng. Die Spieler kennen ihre direkten Gegner auf ihren jeweiligen Positionen jetzt und wissen, was sie erwartet und wie sie Situationen lösen müssen.“

Der Schwerpunkt der absolvierten Trainingswoche lag daher, laut Wirtz, vor allem darauf, „die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen und durch gute Laufwege mehr Räume zu schaffen, um damit auch zu mehr Torchancen zu kommen.“ Alonso erwarte zudem eine „hektische und hitzige Partie“, bei der es erneut auf „die Details und die richtige Balance zwischen Leidenschaft und einem klaren Kopf“ ankommen werde.
Personell muss der Spanier nach den Ausfällen aus dem Hinspiel auf Odilon Kossounou (Muskelverletzung im rechten Oberschenkel) und Robert Andrich (Fraktur im linken Mittelfuß) verzichten. Letzterer wurde bereits am Dienstag operiert. Außerdem fehlen Karim Bellarabi (Muskelfaserriss) sowie weiterhin Patrik Schick (Leistenprobleme).
Für seine fehlenden Teamkollegen fand Wirtz noch einmal starke Worte: „Ich weiß, was es heißt, verletzt zu sein und nicht eingreifen zu können. Es ist bitter, dass sie nicht dabei sein können, um uns mit ihren Stärken zu helfen. Deswegen wollen wir ihnen natürlich einen Sieg schenken.“ Der Mittelfeldmann betonte aber auch: „Wir sind als Mannschaft so stark und alle so heiß, dass jeder, der die Jungs morgen auf dem Platz ersetzen muss, das sehr gut machen wird.“
Heiß wird auch die Atmosphäre in und um die ausverkaufte BayArena. Die Karten für das Spiel waren innerhalb von nur 90 Minuten vergriffen. Die Fans treffen sich zudem zunächst in Opladen. Kurz vor 19.30 Uhr wird dann der Mannschaftsbus auf der Bismarckstraße in Empfang genommen. Aus Rom werden 1.800 Gästefans anreisen.
Alonso freue sich auf diese „einzigartige Stimmung“ und appellierte abschließend: „Wir wollen mehr. Es ist noch alles offen für eine einzigartige Fußballnacht. Ich hoffe, wir schaffen morgen meine bislang schönste Erinnerung hier und spielen ein Spiel, an das sich die Menschen noch nach Jahren erinnern werden!“

Vier Bayer 04-Profis sind bei der 35. Auflage des Afrika-Cup im Einsatz, die vom 21. Dezember bis zum 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen wird: Eliesse Ben Seghir für die Gastgeber, Edmond Tapsoba mit Burkina Faso, Ibrahim Maza für Algerien und Christian Kofane mit Kamerun. Der Ticker zu den Partien der Werkself-Akteure...
Mehr zeigen
Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
Mehr zeigen
Heiko Scholz wird am 7. Januar 1966 in Görlitz geboren. In seiner Jugend spielt er erst für Dynamo Görlitz. Von dort schafft er den Sprung in die Sportschule nach Dresden und spielt von 1978-1982 in der Jugend der SG Dynamo Dresden. Als für nicht gut genug befunden muss Scholle, so sein Spitzname, die Sportschule verlassen, um seine letzten beiden Jugendjahre für die ISG Hagenwerder zu bestreiten. Über die BSG Chemie Leipzig und den 1.FC Lokomotive Leipzig, mit dem Heiko 1987 den DDR-Pokal gewinnt und auch in das Europapokal-Finale der Pokalsieger einzieht (0:1 gegen Ajax Amsterdam), führt ihn sein Weg endlich wieder zurück zu seinem Herzensverein Dynamo Dresden. Für eine Million D-Mark, die höchste Ablösesumme, die jemals für einen Spieler in der ehemaligen DDR bezahlt wird, wechselt er 1990 von Lok Leipzig in die Landeshauptstadt Sachsens.
Mehr zeigen
Stefan Kießling wird am 25. Januar 1984 im fränkischen Lichtenfels geboren. Schon als kleiner Junge verbringt er unzählige Stunden auf den Bolzplätzen seiner Heimat, jagt dem Ball hinterher, träumt vom großen Fußball. Seine Eltern unterstützen ihn, aber sie erziehen ihn bodenständig – Fleiß, Ehrlichkeit und Bescheidenheit sind Werte, die ihn von klein auf prägen. Früh zeigt sich sein Talent, doch noch auffälliger ist sein Ehrgeiz. Kießling will sich stets verbessern, will mehr geben als andere.
Mehr zeigen
In der 1. Kreisklasse des Rhein-Wupper-Kreises kommt es am Sonntag, dem 26. Januar 1936, zum Lokalderby zwischen dem abstiegsbedrohten BV Wiesdorf und dem Tabellenführer SSV „Bayer“ Leverkusen. Auf dem alten Platz des BV Wiesdorf, dort wo sich heute das Arbeitsamt Leverkusen befindet, tummeln sich 1.800 Zuschauer, um dieses Spiel zu sehen.
Mehr zeigen