
Für das Halbfinal-Hinspiel nahm Cheftrainer Xabi Alonso drei personelle Änderungen in der Startelf vor: In der Defensive begann Odilon Kossounou, Teamkollege Piero Hincapie rückte dafür auf die linke Außenbahn und ersetzte dort Mitchel Bakker. Im Mittelfeld fing Exequiel Palacios anstelle von Nadiem Amiri an und offensiv entschied sich der Spanier dieses Mal für Adam Hlozek. Dafür nahm Amine Adli zunächst auf der Bank Platz.
Die Gäste aus Leverkusen legten im lautstarken Stadio Olimpico einen starken Beginn hin und setzten unmittelbar nach dem Anpfiff die ersten Ausrufezeichen: In Folge einer Einzelaktion auf links passte Hincapie in den Rückraum zu Robert Andrich, wo dieser als Abnehmer zur Stelle war und den ersten Schuss auf das Tor der Hausherren abgab. Roms Schlussmann Rui Patricio war jedoch zur Stelle (1.). Nur wenige Minuten später kam Florian Wirtz nach einem sehenswerten Doppelpass mit Hlozek an der Strafraumkante zu einem flachen Abschluss, setzte diesen jedoch links am Tor vorbei (7.).

Mit zunehmender Spieldauer erhöhten auch die Gastgeber den Druck auf die Leverkusener Defensive. Die erste Gelegenheit ergab sich den für ihre Standard-Stärke bekannten Italienern nach einem Freistoß: Die Hereingabe von Lorenzo Pellegrini verwertete Roger Ibanez im Fünfmeterraum stehend mit dem Kopf, doch Lukas Hradecky entschärfte mit einem starken Reflex (19.). In der Folge agierten beide Teams hochkonzentriert und gleichzeitig körperlich robust in den Zweikämpfen. So wurde der Spielfluss immer wieder aufgrund von Behandlungspausen für einen kurzen Moment unterbrochen - wie auch in der 33. Minute, in der Kossounou im eigenen Strafraum zu Boden ging und anschließend ausgewechselt werden musste. Ersetzt wurde er von Bakker, der fortan auf der linken Außenbahn agierte. Hincapie rückte dafür in die Abwehr-Dreierkette. Ohne weitere nennenswerte Momente ging es im Anschluss torlos in die Kabinen.
Auch nach dem Wiederanpfiff fokussierten sich beide Mannschaften vor allem auf eine kompakte Defensivarbeit und verwickelten sich gegenseitig immer wieder in hitzige Duelle. Zwar setzte sich Schwarz-Rot nun häufiger in der gegnerischen Hälfte fest, wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Gefährlich und folgenreich wurde es dafür in der 63. Minute auf der Gegenseite: Nach einem langen Ball von Gianluca Mancini aus der eigenen Hälfte verloren Edmond Tapsoba und Andrich ihren jeweiligen Zweikampf. Dadurch kam Roms Mittelstürmer Tammy Abraham nach einer Drehung zum Schuss, den Hradecky noch entschärfte. Der Abpraller landete allerdings erneut in den Reihen der Gastgeber bei Edoardo Bove, der mit seinem Schuss ins linke untere Eck zum 1:0 für Rom einnetzte.

Nach dem Führungstreffer gingen es die Gastgeber noch defensiver an. Die Werkself zeigte sich bemüht, in das letzte Spieldrittel zu gelangen, wurde dabei aber immer wieder von abgeklärten Römern gestoppt und fand nur noch selten den Weg durch die italienische Abwehrreihe. Die gefährlichste Aktion der Schlussphase hatte Frimpong drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit auf dem Fuß: Nach einem Chipball von Wirtz aus dem Halbfeld auf den zuvor eingewechselten Sardar Azmoun verschätzte sich Roms Torwart Patricio, sodass Frimpong aus der Drehung auf das Tor halten konnte. Defensivmann Bryan Cristante klärte aber gerade noch auf der Linie mit der Brust und hielt damit das 1:0 für die AS Rom fest, bei dem Andrich in der Nachspielzeit mit starken Schmerzen am Fuß ausgewechselt werden musste.
Nach der Europa League ist vor der Bundesliga: Die Werkself reist am Samstag direkt nach Baden-Württemberg weiter, dort gastieren die Leverkusener im Rahmen des 32. Bundesliga-Spieltags beim VfB Stuttgart. Anstoß in der Mercedes-Benz Arena ist am Sonntag, 14. Mai, um 15.30 Uhr. Das Halbfinal-Rückspiel vor heimischer Kulisse in der BayArena steigt dann am kommenden Donnerstag, 18. Mai, um 21 Uhr.
Die Statistik:
AS Rom: Patricio – Cristante, Mancini, Ibanez – Celik, Bove (76. Wijnaldum), Matic, Spinazzola, Pellegrini – Belotti (76. Dybala), Abraham
Bayer 04: Hradecky – Kossounou (36. Bakker), Tah, Tapsoba – Frimpong, Palacios, Andrich (90.+2 Amiri), Hincapie – Diaby (72. Adli), Hlozek (72. Azmoun), Wirtz
Tor: 1:0 Bove (63.)
Gelbe Karten: Mancini, Abraham, Ibanez, Spinazzola – Andrich, Diaby, Tah
Schiedsrichter: Michael Oliver (England)

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Mit dem VfB Stuttgart wartet am heutigen Samstag, 9. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), der nächste direkte Konkurrent im Rennen um die Qualifikation für die UEFA Champions League. Die fünftplatzierten Schwaben stehen punktgleich mit einem drei Treffer schlechteren Torverhältnis einen Rang hinter der Werkself. Die schwarz-rote Bilanz in Bad Cannstatt spricht eine deutlichere Sprache: Seit über 16 Jahren gab es beim VfB keine Leverkusener Niederlage mehr. Für diesen so wichtigen möglichen Auswärtsdreier könnte unter anderem die Konterstärke von Bayer 04 sorgen. Zwar sind auch die Stuttgarter offensiv brandgefährlich, müssen aber auf ihren Kapitän verzichten. Die Kurzpässe.
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