Zurück zur Übersicht
3.12.2020Europa League

3:2 in Nizza – Werkself zieht vorzeitig in die Zwischenrunde ein

Bayer 04 überwintert international! Die Werkself bezwingt den OGC Nizza verdient mit 3:2 (2:1) und steht somit in der Zwischenrunde der Europa League. Moussa Diaby (22.), Aleksandar Dragovic (32.) und Julian Baumgartlinger (51.) trafen für die Gäste, bei denen Eigengewächs Cem Tuna Türkmen sein Profidebüt gab.
crop_20201203_JS_OGC_B04_1175.jpg

Wir mussten viel investieren heute, viel Kraft und Energie. Aber wir haben verdient und in meinen Augen auch ungefährdet gewonnen“, so Julian Baumgartlinger nach der Partie. Sein österreichischer Landsmann Aleksandar Dragovic, wie Baumgartlinger ebenfalls Torschütze an diesem Abend, ergänzte: „Ausschlaggebend war, dass wir bei jedem Rückschlag weiter an uns geglaubt haben. Wir haben auf unsere Strategie vertraut und diese durchgezogen und verdient gewonnen.

Cheftrainer Peter Bosz veränderte seine Startelf im Vergleich zum 0:0 gegen Hertha BSC auf drei Positionen: Wendell begann hinten links anstelle von Daley Sinkgraven, der nach Krankheit wiedergenesene Nadiem Amiri im Mittelfeldzentrum für Florian Wirtz. Karim Bellarabi, nach kurzer Verletzungspause ebenfalls zurück, startete für Leon Bailey auf der rechten Außenbahn. Edmond Tapsoba nahm nach seiner abgelaufenen Corona-Quarantäne und drei Spielen Pause erstmals wieder auf der Bank Platz. Zu dem Nationalspieler Burkina Fasos gesellte sich unter anderem auch Cem Tuna Türkmen. Der 18-Jährige ist von Bosz erstmals in den Profikader berufen worden.

elfmeterpfiff bleibt aus - diaby trifft zur führung

Die Auswahl des Niederländers traf in der Anfangsphase auf einen Gastgeber, der die Werkself zumeist in einem engmaschigen 5-4-1-System ab der Mittellinie in Empfang nahm. So versuchte such Schwarz-Rot über außen: Nach fünf Minuten lief Moussa Diaby links mit Ball bis zur Grundlinie, brachte das Spielgerät von dort flach in den Strafraum. Bei der Hereingabe grätschte allerdings Nizzas Innenverteidiger Robson Bambu in Diaby rein – eigentlich durchaus einen Elfmeter-Pfiff wert. Der italienische Schiedsrichter Maurizio Mariani hatte sich jedoch nicht für einen solchen entschieden, ein Video-Schiedsrichterassistent ist in der Europa-League-Gruppenphase nicht im Einsatz. So ging es bei OGC-Torhüter Walter Benitez weiter, der den Ball Diabys ohne Probleme aufnehmen konnte.

crop_20201203_JS_OGC_B04_0926.jpg

Etwas mehr als eine Viertelstunde war dann absolviert, als Bellarabi den Ball von rechts flach und mit Wucht in den Strafraum beförderte. Dort lief Patrik Schick ein, konnte die Hereingabe aber nicht erfolgreich verwerten (17.). Die Werkself übernahm wie gewohnt von Beginn an die Spielkontrolle, hatte zwischenzeitlich über 70 Prozent Ballbesitz. Nach 22 Minuten war sie dann auch endlich da, die Lücke im Defensivverbund der Südfranzosen: Kerem Demirbay chippte den Ball über die Abwehrspieler, der eingelaufene Diaby nahm diesen direkt aus der Luft und versenkte ihn zum 1:0 im Netz.

Erst zählt’s nicht – dann ist Dragovic erfolgreich

Und nur zwei Minuten später zappelte das OGC-Tornetz erneut: Amiri steckte auf Schick durch, der den Ball über Benitez lupfte. Der Tscheche soll nach Ansicht des Gespanns im Abseits gestanden haben – das war allerdings nicht der Fall. Dennoch blieb es beim 1:0, wenn auch nur für zwei Minuten: Lars Bender klärte nach einem Freistoß per Kopf in den Rückraum. Dort hatte sich Hassane Kamara positioniert und versenkte den Abpraller gekonnt zum Ausgleich (26.). Abbruch tat dieser Gegentreffer dem Leverkusener Spiel aber keineswegs.

20201203_JS_OGC_B04_1012.jpg

Nach 32 Minuten brachte Amiri eine Ecke auf den zweiten Pfosten, überspielte damit den Pulk im Zentrum, so dass der aufgerückte Aleksandar Dragovic unbedrängt zur erneuten Führung treffen konnte (32.). Mit diesem knappen, aber durchweg verdienten Vorsprung ging es für die Bosz-Auswahl schließlich in die Kabine – auch, weil Schick kurz vor dem Pausenpfiff nicht einen der gleich drei freistehenden Kollegen bediente, sondern den Abschluss selbst suchte und geblockt wurde (45.+1).

„Baumi“ per Kopf - türkmen debütiert

Zum Wiederbeginn tauschte Bosz sein Personal dann auf zwei Positionen: Tapsoba und Bailey kamen für Lars Bender und Schick ins Spiel. Und das neue Duo musste nach nur zwei Minuten mit ansehen, wie Nizza erneut ausgleichen konnte: Lukas Hradecky ließ einen Freistoß nach vorne abprallen, Dan Ndoye staubte aus drei Metern ab – 2:2 (47.). Doch die Werkself bewies an diesem Abend einmal mehr Moral; Julian Baumgartlinger verlängerte einen Amiri-Freistoß mit dem Kopf, die Kugel landete im Netz (51.).

20201203_JS_OGC_B04_1638.jpg

Eine erfreuliche Nachricht gab es dann auch in Minute 67: Neben Emrehan Gedikli, der sein Profidebüt bereits vergangene Woche beim 4:1 gegen Hapoel Beer Sheva gegeben hatte, kam auch Cem Tuna Türkmen zu seinem ersten Einsatz bei den Profis. Nach dem Doppel-Wechsel agierte die Werkself weiter spielbestimmend und ließ keine einzige Großchance der Gastgeber zu - bis zum Abpfiff.

Gegen Prag: Spiel um den Gruppensieg

Am Freitagmittag reist der Bayer 04-Tross zurück an die Dhünn und beginnt dort bereits mit der Vorbereitung auf das Bundesliga-Auswärtsspiel beim Schlusslicht FC Schalke 04 am Sonntag, 6. Dezember (Anstoß: 18 Uhr). Nächste Woche schließt die Werkself dann mit dem Heimspiel gegen Slavia Prag die Gruppenphase der Europa League ab - und kann das von Cheftrainer Bosz ausgegebene Ziel Gruppensieg perfekt machen.

Die Statistik:

OGC Nizza: Benitez – Lotomba, Daniliuc, Bambu, Nsoki, Kamara (72. Coly) – Claude Maurice, Reine-Adelaide, Danilo (67. Thuram), Maolida (29. Ndoye) – Gouiri (72. Trouillet)

Bayer 04: Hradecky – L. Bender (46. Tapsoba), Tah, Dragovic, Wendell – Amiri (67. Türkmen), Baumgartlinger, Demirbay (86. Wirtz) – Bellarabi, Schick (46. Bailey), Diaby (67. Gedikli)

Tore: 0:1 Diaby (22.), 1:1 Kamara (26.), 1:2 Dragovic (32.), 2:2 Ndoye (47.), 2:3 Baumgartlinger (51.)

Gelbe Karten: Ndoye, Daniliuc – Demirbay

Schiedsrichter: Maurizio Mariani (Italien)

Ähnliche News

Sean und Marc Landwehr
eSports - 28.01.2026

#B04eSports: Leverkusener ziehen in Offline-Runde des vierten Showdowns ein

Keine Punkte, trotzdem weitergekommen! Die Leverkusener Konsolen-Profis haben die übrigen drei der sechs Spiele der Online-Vorrunde des vierten Showdowns in der VBL Club Championship 2025/26 absolviert. Unter anderem mit RB Leipzig und dem SC Freiburg warteten die torgefährlichsten Mannschaften inklusive zwei WM-Teilnehmern in den eigenen Reihen. Das #B04eSports-Team musste sich in den Begegnungen zwar insgesamt geschlagen geben, neun Punkte aus den ersten drei Partien vergangene Woche reichten den Leverkusenern aber, um in die Offline-Runde am 2. Februar in Berlin einzuziehen.

Mehr zeigen
Jubel beim FC Villarreal
Champions League - 27.01.2026

Gegner-Check: Das Gelbe U-Boot geht ohne Druck ins Duell mit der Werkself

Für den FC Villarreal wird das Spiel bei Bayer 04 am kommenden Mittwoch, 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr/live bei DAZN und im Werkself-Radio), der letzte Auftritt auf internationaler Bühne in dieser Saison sein. Der aktuelle Tabellenvierte aus Spanien ist in der UEFA Champions League noch sieglos und hat mit nur einem Punkt aus den bisherigen sieben Partien keine Chance mehr auf die Play-offs. Der Europa-League-Sieger von 2021 kann in der BayArena also ohne Druck aufspielen und will sich mit einer guten Leistung aus dem Wettbewerb verabschieden. Der Gegner-Check.

Mehr zeigen
Eliesse Ben Seghir
Bayer 04 - 27.01.2026

Sprunggelenksverletzung: Bayer 04-Profi Ben Seghir fällt mehrere Wochen aus

Bayer 04 Leverkusen muss auf seinen Offensivspieler Eliesse Ben Seghir verzichten. Der marokkanische Nationalspieler zog sich vor dem verlorenen Finale des Afrika-Cups gegen den Senegal (0:1 n.V.) eine Bänderverletzung im linken Sprunggelenk zu.

Mehr zeigen
eSports
eSports - 27.01.2026

#B04eSports: Wiedersehen mit Leipzig in Teil zwei der Showdown-Vier-Vorrunde

Weiter geht’s in der VBL Club Championship 2025/26! Auf die Leverkusener Konsolen-Profis warten am Dienstagabend, 27. Januar (ab 18 Uhr live auf Twitch und in der Bayer 04-App), die restlichen drei Begegnungen der Online-Vorrunde von Showdown vier. Es geht gegen den 1. FC Kaiserslautern, den SC Freiburg sowie den aktuellen Klub-Meister und Showdown-Drei-Seiger RB Leipzig, mit dem Bayer 04, seinerseits Klub-Vizemeister und Showdown-Eins-Gewinner, vor allem im vergangenen Jahr einige denkwürdige Momente teilte. Der Gegner-Check.

Mehr zeigen