
Im Vergleich zum 1:0-Sieg beim 1. FC Union Berlin veränderte Cheftrainer Xabi Alonso seine Startelf auf sieben Positionen. Einzig Jonathan Tah, Alejandro Grimaldo, Granit Xhaka und Florian Wirtz begannen erneut. In der Anfangsphase drückte vor allem die Werkself dem Spiel ihren Stempel auf, Patrik Schick versuchte sich nach sieben Minuten ein erstes Mal mit der Hacke. Für die Gäste aus London, ohne Mittelfeld-Anker Edson Alvarez und Top-Stürmer Jarrod Bowen angereist, hatte Mohammed Kudus eine erste Gelegenheit (10.). Wiederum auf der Gegenseite prüfte Amine Adli per Fernschuss West Hams Torhüter Lukasz Fabianski (11.). Inzwischen kombinierte sich die Werkself immer häufiger sehenswert durch den gegnerischen Strafraum und suchte geduldig die Lücke.
Zwischen all den Passstafetten hielt Grimaldo mal gefährlich aus der Ferne drauf (20.), zehn Minuten später schloss auch Schick ab. In dieser Phase sah zudem West Hams Feinfuß Lucas Paqueta die Gelbe Karte und wird damit im Rückspiel gegen die Werkself kommende Woche gelbgesperrt fehlen. Immer wieder nahmen die Gäste den Spielfluss mit kleineren, aber auch mal gröberen Vergehen heraus. Davon unbeirrt, preschten die Leverkusener weiter nach vorn, agierten dominant und hatten nach einer halben Stunde mehr als 80 Prozent Ballbesitz. Edmond Tapsoba probierte es mit einem Distanzschuss (34.), Emerson traf außerdem beinahe per Eigentor - aber eben nur beinahe (40.). Und so ging es trotz 18:1-Chancen und einer drückenden Überlegenheit von Bayer 04 ohne Tore in die Pause.







Verhältnismäßig ruhig gegenüber Hälfte eins begann dann Abschnitt zwei, West Hams Emerson sah die Gelbe Karte und wird wie sein Teamkollege Paqueta im Rückspiel in London gesperrt fehlen. Bereits 70 Minuten waren absolviert, als Schick in Folge einer Grimaldo-Flanke einen Kopfball scharf in Richtung Tor brachte - doch West Hams Schlussmann Fabianski parierte stark. Alonso versuchte es mit der Zeit auch mit frischem Personal, so kamen unter anderem Nathan Tella, Jonas Hofmann und Victor Boniface für die Offensiv-Abteilung.
Und diese Wechsel sollten sich auszahlen: Nach einer Ecke wurde erst Boniface' Abschluss geblockt - und den Nachschuss vollendete dann Hofmann per Direktabnahme und mit Wucht zum verdienten 1:0 (83.). Beinahe erhöhte die Werkself kurz darauf sogar, doch in einer Dreifach-Chance wurden sowohl der Versuch Xhaka als auch die beiden Schüsse von Tah kurz vor der Torlinie geblockt. Was in Minute 89 noch misslang, gelang zwei Minuten darauf: Boniface netzte per Kopfball zum 2:0-Endstand ein.







Für die Werkself geht es am Sonntag, 14. April (Anstoß: 17.30 Uhr), mit dem Bundesliga-Heimduell gegen den SV Werder Bremen weiter. Sollte es dabei einen Sieg von Schwarz-Rot geben, wäre der erste Meistertitel in der Klub-Geschichte von Bayer 04 perfekt. Das Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League bei West Ham United findet am Donnerstag, 18. April, statt. Anpfiff im London Stadium ist um 21 Uhr deutscher Zeit.
Die Statistik:
Bayer 04: Kovar - Stanisic (66. Hincapie), Tah, Tapsoba - Frimpong (66. Tella), Xhaka, Palacios, Grimaldo - Wirtz, Adli (76. Hofmann) - Schick (76. Boniface)
West Ham: Fabianski - Coufal, Mavropanos (87. Aguerd), Zouma, Cresswell, Emerson - Paqueta, Soucek, Ward-Prowse - Kudus (87. Johnson), Antonio
Tore: 1:0 Hofmann (83.), 2:0 Boniface (90.+1)
Gelbe Karten: Paqueta, Emerson
Schiedsrichter: Artur Dias (Portugal)
Zuschauer: 30.210 (ausverkauft) in der BayArena

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