
Nur knapp hatten die Leverkusener nach den fünf Showdowns den direkten Einzug in die Finalrunde verpasst. Als Gesamttabellen-Neunter (die Plätze 1-8 sicherten sich den direkten Einzug) musste Bayer 04 den Umweg über die Play-offs gehen, in denen die Klubs auf den Rängen 9-24 über Kreuz die übrigen acht Teams für die Finalrunde ausspielten. Gegen den SV Darmstadt 98 setzte sich Schwarz-Rot aber stark durch und löste das Ticket für das Event in Hamburg. Und so wahrt der Vizemeister der Vorsaison Bayer 04 die Chance auf den großen Coup, mit dem sie eine bisher spannende Saison mit Höhen und Tiefen veredeln könnten.
Zur laufenden Spielzeit hatte die VBL ihr Saisonmodell gänzlich umstrukturiert. Showdowns statt Division waren fortan der Gradmesser auf dem Weg in die Finalrunde. Jeder Showdown bestand dabei aus Online-Vorrunde und Offline-Hauptrunde und zu jedem Showdown begann eine neue, eigene Tabelle. Letztlich wurden die Punkte aus allen Online- und Offline-Runden zusammengezählt und auf eine Gesamttabelle gerechnet, die kürzlich über den Einzug in die Finalrunde entschied.
Bayer 04 trug sich dabei früh in die Geschichtsbücher ein. Als Sieger des ersten Showdowns der VBL-Historie gelang den Leverkusenern ein großartiger Erfolg. Auf ihrem Weg bezwangen Marc und Sean Landwehr unter anderem den Klub- und Einzelmeister der Saison 2023/24 SC Paderborn 07 sowie den aktuellen Klub-Meister RB Leipzig. Noch wenige Monate zuvor hatte sich Bayer 04 dem eSports-Topteam im Finale geschlagen geben und mit der Vizemeisterschaft begnügen müssen. Im Showdown-Eins-Endspiel aber gelang die „Revanche“, wie ein sichtlich glücklicher Sean Landwehr im Nachgang erklärte. „Wir haben alles auf dem Platz gelassen und in jeder Minute gekämpft. Umso schöner ist es, am Ende dafür belohnt zu werden und einen Titel zu feiern!“, sagte Cousin Marc Landwehr seinerseits.
Auf den großen Triumph folgte jedoch zwei ernüchternde Showdowns, in denen die Leverkusener jeweils den Einzug in die Offline-Runde verpassten. Mit frischer Energie und großem Ehrgeiz zeigte das Landwehr-Duo in der vierten Ausgabe aber wieder starke Leistungen, zog in die Offline-Runde ein und bezwang dort unter anderem erneut RB Leipzig. Im Halbfinale war schließlich Schluss gegen den späteren Showdown-Sieger Borussia Mönchengladbach.
Die wechselhaften Auftritte zogen sich dann aber wieder durch den abschließenden fünften Showdown. Während die Leverkusener die ersten drei Vorrunden-Spiele allesamt gewannen und damit auf dem besten Weg waren, sich einen Platz unter den Top Acht der Gesamttabelle zu sichern, standen in den übrigen drei Vorrunden-Duellen null Punkte auf dem Zettel. Schwarz-Rot verpasste die Offline-Runde und nach Abschluss dieser den achten Platz der Gesamttabelle um lediglich einen (!) Zähler.
Jenen achten Platz freimachen mussten die Leverkusener am Ende für den Hamburger SV, auf den die Landwehr-Cousins nun im Achtelfinale treffen. Die Hanseaten hatten ihrerseits in der Saison dreimal den Einzug in einen Showdown geschafft. Nach zwei verpassten Ausgaben zum Beginn der Spielzeit war der HSV erstmals im dritten Showdown mit dabei, unterlag dort im Viertelfinale dem späteren Sieger Leipzig. Im vierten Showdown ging es wieder bis ins Viertelfinale, diesmal unterlagen die Hamburger dem SC Freiburg, der als Showdown-Fünf-Sieger und Gesamttabellen-Erster mit starken eSportlern in den eigenen Reihen zu den Top-Favoriten auf den Klub-Titel zählt. Im fünften Showdown war für den HSV bereits im Achtelfinale gegen den VfB Stuttgart Schluss, der ebenfalls durch einen Play-off-Sieg Teil der Finalrunde ist.
Während die Finalrunde die vergangenen Jahre in Köln stattfand, steigt sie diese Saison erstmals in Hamburg im XPERION. Auch der Modus des Finalevents hat sich zu dieser Spielzeit etwas verändert. Gab es die vergangenen Jahr in der Finalrunde noch Gruppenphasen und Zwischenrunden vor dem großen Endspiel, stehen nun von Achtelfinale bis Finale ausschließlich K.o.-Spiele an – wer verliert, ist raus! Den gesamten K.o.-Baum mit den potentiellen weiteren Gegnern gibt es HIER.
Alle Achtelfinal-Spiele werden am Samstag, 7. März, ausgetragen. Die Begegnung zwischen Bayer 04 und dem HSV beginnt um 19.30 Uhr. Tags darauf folgen alle weitere Runden – bis der Deutsche Klub-Meister feststeht. Alle Spiele der VBL CC Finalrunde werden an beiden Tagen auf dem Twitch-Kanal der VBL live übertragen. Fans des eSports können zudem vor Ort im XPERION in Hamburg kostenlos dabei sein und die Spiele live verfolgen.

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