Werkself Nachdreher zu #LOKB04: Bratwurstgeruch und Zweikampfstärke

Bayer 04 hat die zweite Pokalrunde souverän erreicht. Was kann Gerardo Seoane mitnehmen aus seinem Pflichtspiel-Debüt in Schwarz und Rot? Der Werkself Nachdreher zum Sieg in Leipzig.
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Zusammenfassung: Früher Doppelschlag

Einen gelungenen Auftakt in die Saison 2021/22 feierte die Werkself in Leipzig. Durch die beiden frühen Tore von Kerem Demirbay per Elfmeter (6.) und Karim Bellarabi auf Vorlage von Neuzugang Odilon Kossounou (14.) stellte Bayer 04 beim Regionalligisten die Weichen früh auf Sieg. Im Anschluss ließ das Team von Gerardo Seoane wenig anbrennen und defensiv kaum etwas zu. Mit einem direkt verwandelten Freistoß sorgte Demirbay kurz vor Schluss für den 3:0-Endstand (87.). HIER geht's zum ausführlichen Spielbericht, HIER zu den TV-Highlights.

Stimmen: „Fußball-Romantik pur“

Eine besondere Nuance des Spiels: Erstmals seit knapp einem Jahr fand ein Pflichtspiel der Werkself wieder vor Publikum statt. Lukas Hradecky fand es „überragend, wieder vor Zuschauern zu spielen“. Die Rückkehr der Fans ließ den neuen Werkself-Kapitän sichtlich strahlen: „Man hat die Würstchen gerochen und das Bier gesehen. Das ist für mich Fußball-Romantik pur. Wir haben das alle vermisst.“

Zum Sportlichen analysierte Doppeltorschütze Kerem Demirbay: „Wir haben heute alles daran gesetzt, kein Gegentor zu bekommen und zur Halbzeit mit 2:0 geführt. Lok hat es dann phasenweise nicht schlecht gemacht. Dennoch haben wir das Spiel heute kontrolliert und zu Recht gewonnen.“ Chefcoach Gerardo Seoane ergänzte: „Kompliment an meine Mannschaft, die diese Aufgabe von Anfang an mit der nötigen Ernsthaftigkeit angenommen hat. Wir hatten viel Spielkontrolle und konnten mit ein bisschen Glück das Spiel relativ früh in eine gute Bahn lenken.“

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Personal: Demirbay ist „Spieler des Spiels“

Präzise verwandelter Elfmeter zum 1:0, gefühlvolle Ecke vor dem 2:0, frecher Freistoß zum 3:0: Mit seinem feinen Standard-Füßchen war Kerem Demirbay an allen drei Werkself-Toren beteiligt, zwei davon erzielte er selbst. Wenn der Ball mal nicht ruhte, präsentierte sich der 28-Jährige als umsichtiger Taktgeber in der Mittelfeldzentrale. Vom DFB wurde die Nummer 10 der Werkself dafür mit der Trophäe zum „Spieler des Spiels“ ausgezeichnet. Die Twitter-Follower von Bayer 04 stimmten dem vollauf zu: Bei der Wahl zum „Man of the Match“ erhielt der Mittelfeld-Regisseur 58 Prozent der Stimmen und landete damit vor Karim Bellarabi (19,6 Prozent) und Odilon Kossounou (13,1 Prozent).

Statistik: Dominanz auch in den Zweikämpfen

Dass die Werkself mehr Ballbesitz haben würde als der Underdog aus Leipzig, war durchaus vorherzusehen – 60,4 Prozent waren es nach 90 Minuten, über 88 Prozent angekommene Pässe sprechen zudem für die hohe Balldominanz. Alles andere als selbstverständlich hingegen, dass Bayer 04 gegen den kampfstarken Regionalligisten auch ein deutliches Gros in Sachen Zweikampfquote verzeichnete: 54,4 Prozent der Duelle entschied die Werkself für sich – ein entscheidender Faktor für das letztlich souveräne Weiterkommen.

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Pressespiegel: „Toller Pokal-Tag für beide Teams“

„Die Rumpfelf von Bayer 04 hat in Leipzig das getan, was von ihr erwartet werden konnte: die erste Runde des Pokals überstehen“, resümiert der Kölner Stadt-Anzeiger angesichts der zahlreichen Ausfälle. „Auf holprigem Geläuf gegen einen giftigen und motivierten Kontrahenten wäre alles andere als ein glanzloser Sieg eine Überraschung gewesen.“

Der EXPRESS schreibt von einem „entspannten Debüt als Bayer-Trainer“ für Gerardo Seoane, BILD hebt die Stimmung im altehrwürdigen Bruno-Plache-Stadion heraus: „Die Atmosphäre war auch weit nach Abpfiff noch großartig – ein toller Pokal-Tag für beide Teams.“

„Bayer zieht problemlos in die zweite Runde ein“, betitelt RP Online den Spielbericht vom Samstag. „Gegen Lokomotive Leipzig reichen ein solider Auftritt und zwei Treffer von Kerem Demirbay für die zweite Pokalrunde.“ Es habe sich zwar um einen „relativ biederen Erfolg“ gehandelt, die Werkself habe allerdings die Vorgabe von Gerardo Seoane erfüllt, „das Spiel seriös und ernsthaft für sich zu entscheiden“.

Ausblick: Zu gast in der Hauptstadt

Auf die Pflichtspiel-Premiere für Bayer 04 folgt für Gerardo Seoane nun die Bundesliga-Premiere. Am kommenden Samstag, 14. August (Anstoß: 15.30 Uhr), spielt die Werkself im Stadion An der Alten Försterei gegen den in der vergangenen Saison so starken 1. FC Union Berlin. Im Vergleich zum Leipzig-Spiel kann der im DFB-Pokal gesperrte Innenverteidiger Jonathan Tah dann wieder mitwirken. Voraussichtlich ausfallen wird hingegen Karim Bellarabi, der sich nach starker Anfangsphase inklusive Torerfolg in Leipzig am rechten Oberschenkel verletzte. „Er wird uns die ersten zwei oder drei Spiele in jedem Fall fehlen“, sagte Seoane auf der Pressekonferenz nach Abpfiff. Die genaue Diagnose steht noch aus.

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