Werkself Nachdreher zu #B04FCSP: „Ruhen uns nicht aus, geben weiter alles“

Eine erneut effiziente Werkself steht dank des 3:0-Heimsieges gegen den FC St. Pauli zum dritten Mal in Folge im Halbfinale des DFB-Pokals – nicht der einzige Rekord, der an diesem erfolgreichen Abend aufgestellt wurde. Entsprechend zufrieden zeigte sich Chefcoach Kasper Hjulmand darüber, weiterhin „die Möglichkeit zu haben, etwas zu gewinnen“. Wie der Trainer kündigte aber auch der ehrgeizige Edmond Tapsoba an, sich phasenweise „noch steigern“ zu wollen: „Wir geben weiter alles, egal gegen wen es gehen wird.“ Der Werkself Nachdreher.
Werkself feiert Viertelfinal-Sieg

Zusammenfassung: Effizient ins Halbfinale

Wie schon gegen Eintracht Frankfurt war auch im Pokal-Viertelfinale gegen den FC St. Pauli die gute Chancenverwertung einer der schwarz-roten Trümpfe. Zwar wurde der erste Abschluss von Patrik Schick, der gegen mutige Kiezkicker lange zu kämpfen hatte, auf der Linie geblockt (16.). Den zweiten Versuch setzte Martin Terrier aber sehenswert zur Werkself-Führung volley ins linke Eck (32.). Die Hamburger probierten sich auch in Rückstand weiter im Spiel nach vorne und hatten ebenfalls ihre Chancen vor und nach dem Seitenwechsel (39., 49.). Die Kontrolle hatten jedoch über weite Strecken die Leverkusener – und sie trafen: Ein zweites Mal ließ sich Schick nicht bitten und stellte in Minute 63 auf 2:0. Die Entscheidung übernahm der eingewechselte Jonas Hofmann in der Nachspielzeit (90.+2).

Stimmen: „Großes Zwischenziel“ erreicht

„Insgesamt sind wir sehr glücklich, denn 3:0 gegen St. Pauli zu gewinnen ist schwierig“, resümierte Chefcoach Kasper Hjulmand, auch wenn der Däne mit Teilen des ersten Durchgangs nicht ganz zufrieden war: „Wir haben in der Pause über die Strukturen und die Intensität gesprochen und haben es in der zweiten Hälfte besser gemacht. Auch die Effizienz war gut, das ist ein weiterer Schritt nach vorne.“ Hjulmand, ein bekennender Fan des Pokal-Wettbewerbs, schaut nun mit viel Vorfreude auf das „große Zwischenziel“ Halbfinale: „Es ist wichtig für unsere Mannschaft, die Möglichkeit zu haben, etwas zu gewinnen. Und jetzt haben wir diese große Chance, nach Berlin zu fahren.“

Hjulmand nach #B04FCSP

Den Weg in die Hauptstadt würde auch ein erfolgshungriger Edmond Tapsoba gerne antreten: „Natürlich wollen wir Titel gewinnen und der Pokal ist ein großes Ziel für uns in diesem Jahr.“ Zwar erklärt der ehrgeizige Innenverteidiger, dass sich sein Team und er dafür „nach diesem Spiel noch steigern“ müssen, trotzdem sieht er einen konstanten Fortschritt bei Schwarz-Rot: „Wir lernen uns jeden Tag besser kennen und ich mag es, diesen Teamgeist immer weiter aufzubauen. Deshalb ruhen wir uns nicht aus, sondern geben weiter alles, egal gegen wen es gehen wird.“

Presseschau: „Kaltschnäuzig“ der „Favoritenrolle gerecht geworden“

Der kicker sah die „Effizienz“ einer Werkself, die am Ende „nichts mehr anbrennen ließ“, als entscheidenden Faktor an, während die Rheinische Post Schwarz-Rot ebenfalls eine „abgeklärte Chancenverwertung“ attestierte. „Leverkusen ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden“ und präsentierte sich „erneut kaltschnäuzig“ konstatiert die Süddeutsche Zeitung. Und der Kölner Stadt-Anzeiger sah Licht und Schatten beim Leverkusener Auftritt, lobte aber vor allem den kreativen Aleix Garcia und den engagierten Joker Jonas Hofmann.

Personal: Palacios' Startelf-Comeback – „MotM“ Terrier mit Debüt-Tor

Janis Blaswich stand nicht als einziger in dieser DFB-Pokalsaison zum ersten Mal auf dem Platz. Auch Exequiel Palacios absolvierte seine ersten Minuten der Saison in diesem Wettbewerb. Es war für den argentinischen Weltmeister und Doublesieger zudem der zweite Startelf-Einsatz überhaupt in dieser Spielzeit nach dem Hinrunden-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt am 3. Bundesliga-Spieltag (3:1).

Martin Terrier, nach dem Duell offiziell zum „Spieler des Spiels“ gewählt, traf derweil nicht nur erneut sehenswert, sondern auch erstmals im Pokal. Mit seinem vierten Pflichtspiel-Treffer in dieser Spielzeit hat er schon jetzt seine Ausbeute der letzten Saison verdoppelt. Auch für den Goalgetter vom Dienst Patrik Schick war sein Treffer zum 2:0 – der fünfte in den vergangenen drei Pokal-Heimspielen – ein besonderer: Der Tscheche ist jetzt alleiniger Rekord-Torschütze der Werkself in DFB-Pokal-Viertelfinals.

Werkself jubelt

Schließlich ist auch Kasper Hjulmand auf persönlichem Rekord-Kurs. Mehr als vier Spiele am Stück hat er mit seinem Team in dieser Saison noch nicht gewonnen. Am Samstag bei Borussia Mönchengladbach hat er die Chance auf den fünften Erfolg in Serie.

Statistik: Mit goldenem Händchen ins Halbfinale

Damit noch nicht genug von Rekorden unterm Kreuz: Bayer 04 netzte auch im 41. Pokalspiel in Folge. Ein solcher Lauf gelang in der gesamten Klubgeschichte noch nicht und stellt zudem die längste aktive Serie aller Teams dar. Auch drei Halbfinal-Teilnahmen in Folge gab es unterm Kreuz seit 1904 nie.

In der Festung BayArena gewann die Werkself nun jedes der vergangenen sechs Spiele im DFB-Pokal und ist dort gegen den FC St. Pauli seit zwölf Profi-Pflichtspielen ungeschlagen. Außerdem versuchte die Hjulmand-Elf einmal mehr, bei fast 80 Prozent Ballbesitz in der Anfangsviertelstunde von Beginn an möglichst kontrollierend vor heimischem Publikum aufzutreten. Insgesamt hielt Schwarz-Rot 61 Prozent der Zeit den Ball in den eigenen Reihen und kombinierte bei einer Passquote von 91 Prozent besonders präzise.

Zu guter Letzt beeindruckt auch die Qualität von der Bank: Hofmanns 3:0 war schon das fünfte Leverkusener Joker-Tor im Wettbewerb – so viele kann kein anderes Team vorweisen.

Ausblick: Nach M'gladbach erneut gegen St. Pauli

Am kommenden Samstag, 7. Februar, geht es für die Werkself um 15.30 Uhr bei Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga weiter. Eine Woche später, am 14. Februar, gastiert erneut der FC St. Pauli in der BayArena. Anpfiff am Karnevalssamstag ist ebenfalls um 15.30 Uhr. Eine Übersicht über die aktuellen Stände zu den Ticket-Verkäufen gibt es HIER.

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